Böses Erwachen

1&1 schockt Kunden mit 20 000-Euro-Rechnung

Wissen | Vorsicht, Kunde

Auf der Flaniermeile La Rambla in Barcelona war Ottfried P. nur einen kurzen Moment lang abgelenkt. Dass sein Smartphone verschwunden war, bemerkte er erst am nächsten Morgen. Inzwischen waren über 20 000 Euro aufgelaufen. Der Provider 1&1 bestand darauf, dass er die Rechnung in voller Höhe zahlen müsse.

Ottfried P. weiß noch, wann er sein Handy zum letzten Mal sah. „Unten am Hafen von Barcelona steht eine Uhr. Die zeigte 19 Uhr und ein paar Minuten an, meine Frau sagte, auf ihrer Uhr sei es aber erst viertel vor sieben. Ich zog das Handy heraus, um festzustellen, welche Uhr denn nun stimmte.“ Es war kurz nach 19 Uhr, seine Frau stellte ihre Armbanduhr richtig. Er schaltete seiner Erinnerung nach das Handy ab und steckte es weg. Danach bummelten die beiden über die berühmte Flaniermeile La Rambla, schauten den Straßenartisten zu und besuchten ein Restaurant. „Vermutlich ist es passiert, als dieser Drachenmann meiner Frau die Augen zugehalten hat“, lässt Ottfried P. eine Szene des Abends Revue passieren, „da waren wir beide abgelenkt“.

Erst auf dem Weg zum Flughafen am nächsten Morgen bemerkte Ottfried P., dass sein Handy fehlte. Da er keine Sperrrufnummer griffbereit hatte, gelang es ihm vor dem Flug nicht mehr, die Karte sperren zu lassen. Das holte er unmittelbar nach seiner Ankunft im heimatlichen Berlin nach. Wegen eines Computerproblems konnte ihm 1&1 aber nicht sofort helfen. Erst beim dritten Anruf am späten Nachmittag erfuhr er, dass das Unternehmen den Mobilfunkanschluss schon kurz nach Mitternacht wegen „auffälliger Auslandsnutzung“ gesperrt habe. Welche Kosten entstanden waren, wollte oder konnte man ihm nicht sagen. ...

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