Copyshops der dritten Dimension

3D-Druck bringt neue Dienstleistungen

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In immer mehr Städten tauchen Läden auf, die Dienstleistungen rund ums 3D-Drucken für ortsansässige Unternehmen anbieten und sogar um Laufkundschaft werben. Sie wollen Berührungsängste mit der vielen als schwer beherrschbar geltenden Technik überwinden.

Es gibt sie bereits in New York, London und Paris: 3D-Läden, die nach dem Vorbild klassischer Copyshops Dienstleistungen rund ums 3D-Drucken anbieten. Nun hat auch Berlin seinen ersten 3D-Copyshop und sogar Hannover reiht sich mit einem Ladengeschäft am Stadtrand in die Riege ein.

Ende November eröffnete Botspot sein Ladengeschäft am Moritzplatz in Berlin-Kreuzberg. Wenige Tage später lud 3D-Printstyle im hannoverschen Bothfeld zur Einweihung. In beiden Läden kann man sein eigenes 3D-Modell einscannen und drucken lassen oder auch fertige Dateien mitbringen. Die Mitarbeiter helfen notfalls auch bei der Bearbeitung und beraten die Kunden bei der Erstellung ihrer Druckvorlagen. Darüber hinaus sehen beide Unternehmen ihre Chancen in der Beratung vor allem kleinerer Unternehmen und auch von Privatkunden sowie in der Durchführung von Workshops zum Thema 3D-Druck. In Hannover stehen bereits erste Termine im Januar an. Eine dreistündige Einführung gibt es für 140 Euro, ein ganztägiger Kurs zum Scannen und Drucken in 3D kostet 490 Euro.

Die Berliner bieten zusätzlich zu solchen Dienstleistungen selbst auch 3D-Drucker sowie Zubehör und Filament im Ladengeschäft zum Kauf an und vermieten auch Geräte. Der erste 3D-Drucker-Laden iGo3D hatte bereits Anfang Dezember in einem Einkaufszentrum im niedersächsischen Oldenburg eröffnet, beschränkt sich jedoch auf den Verkauf von Geräten und Zubehör.

Egozentriker

Ein Angebot der Shops ist, dass Kunden sich selbst reproduzieren können. Ganz billig ist das Ego-3D-Drucken aber nicht. In Hannover schätzt man die Kosten für eine Büste im Maßstab von etwa 1:3 inklusive Fotografieren des Modells und der Nachbearbeitung auf 400 bis 500 Euro. Der zweite Druck werde aber bereits deutlich günstiger, hieß es.

Auch im Internet entstehen immer neue Dienste rund ums 3D-Drucken. So bietet die in Luxemburg beheimatete Unternehmensgruppe Artec unter shapify.me einen ähnlichen Selbstkopierservice online an. Die Kunden können sich dort mit einer eigenen Kinect selbst einscannen und dann von dem Dienstleister in 3D ausdrucken lassen. Eine Statue im Maßstab 1:20 kommt dann für etwa 50 Euro frei Haus. (tig)

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