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Autonome Weltraumroboter im Härtetest

Wissen | Hintergrund

Fast vier Jahrzehnte ist es her, seit zuletzt ein von Menschenhand gefertigtes Objekt weich auf dem Mond gelandet ist. Jetzt soll ein chinesischer Rover die Oberfläche des Erdtrabanten erneut erkunden. Der Einsatz vollständig autonom agierender Weltraumroboter ist allerdings Zukunftsmusik – das zeigte auch der SpaceBot Cup des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt.

F ür China wäre es ein Prestigeerfolg: Nach den USA und der früheren Sowjetunion könnte die Volksrepublik die dritte Nation sein, die erfolgreich eine Erkundungssonde auf dem Mond absetzt, ohne diese dabei zu zerstören. Gelingt die für den 14. Dezember geplante Landung, soll ein auf den Namen Yutu (Jadehase) getaufter sechsrädriger Rover drei Monate lang die sogenannte Regenbogenbucht (Sinus Iridum) erkunden, eine Ausformung am Rand des Mare Imbrium, der zweitgrößten Tiefebene auf dem Mond.

Die Steuerung des Rovers liegt in den Händen des „Beijing Aerospace Control and Command Center“ (BACC). Nach und nach soll das mit diversen Sensor- und Kamerasystemen bestückte Gefährt aber auch von einer Software Gebrauch machen, die ihm eine begrenzte Eigenhandlungsfähigkeit verleiht; als Rückfallebene steht das Kontrollzentrum bereit. Wie riskant es derzeit noch ist, Weltraumrobotern vollständige Autonomie bei der Bewältigung von Explorationsaufgaben zu gewähren, wurde unter anderem beim SpaceBot Cup deutlich, einem Roboterwettbewerb, den das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) im November in Rheinbreitbach bei Bonn austrug. ...

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