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Tablets sind kein PC-Ersatz

Allein auf der iNsel, Johannes Maurer berichtet von den Erfahrungen einer Freundin mit dem iPad mini, c’t 26/13, S. 3

Tablets (egal ob iOS oder Android) sind für viele Anwendungen sehr praktische Geräte, aber sie sind einfach kein Ersatz für einen Desktop oder Laptop mit „richtigem“ Betriebssystem (Mac OS/Linux/Windows).

Dabei ist es nach meinen Erfahrungen aber weniger die Frage der passenden Apps – hier wird ja mittlerweile ein Großteil von Standard- und Spezialanwendungen in brauchbarer Form abgedeckt – und auch kein Speicherplatzproblem. Vielmehr ist es die Sperrigkeit, wenn es um die ganz grundlegenden Operationen wie Copy & Paste von Inhalten, Dateioperationen oder Systemverwaltung geht; das ist einfach ein Krampf. Und da hilft kein noch so tolles Display oder ausdauernder Akku. Das sind konzeptionelle Mängel an Android und iOS, die richtiges Arbeiten an den Dingern verhindern.

Harald Schrank

Manchmal ein tolles Ding

Ich schätze mein iPad Air sehr – so es nicht wegen Speichermangel gerade wieder abstürzt. Es ist ein tolles Ding, wenn man weiß, was es kann und was nicht. Wo kann man es also verwenden? Google Earth zum Beispiel: Wenn man im Niemandsland steht und wissen will, ob man vom Hügel in der Nähe eine gute (fotografische) Übersicht hat. Oder Texte lesen; das Retinadisplay ist super. Mail mit IMAP ist einfach schneller da als auf dem PC. Wirklich arbeiten kann man trotz Pages und Bluetooth-Tastatur nicht. Muss ich wirklich arbeiten, führt an einem Windows-Netbook/Laptop/PC kein Weg vorbei.

Mit dem iPad laufe ich durch eine fremde Stadt, weiß das aktuelle Wetter und welche U-Bahn ich nehmen muss. Es kann mir auch sagen, wo ich günstig tanke. Es ist leicht, flach, hält zehn Stunden durch. Ich habe die ganze Reiseinfo drauf, die ich mir vorher elektronisch besorgt habe. Mein Netbook schafft manches nicht. Wenn ich auf Reisen aber eins von beiden zu Hause lassen muss, dann ist es das iPad.

Josef Kotzinger

Öfter löschen

Bezüglich des Problems, mehrere PDFs zusammen in eine E-Mail zu kriegen: Man kann ganze Dokumente kopieren und in andere Mails einfügen. Hier hätte man eine E-Mail erstellen, aus E-Mail 1 das PDF 1 und aus E-Mail 2 das PDF 2 kopieren und einfügen können.

Bezüglich des Themas „volles iPad“: Man hat wie bei jedem Gerät das Problem, ist der Speicher voll, geht nix. Aber natürlich muss der Speicher nicht voll sein. Nichts hätte Lisa gehindert, die Daten, die zum Beispiel bereits in DropBox gesichert sind, zu löschen. Ein weiterer Trick sind Shared Fotostreams. Hier kann sie die Bilder nämlich ebenfalls vom lokalen Gerät löschen und sie bleiben trotzdem weiter verfügbar.

Thomas Ganshorn

Freies Geldsystem

Zu den Leserbriefen „Verheizter Unsinn“ und „Stoppt den Wahnsinn!“ in c’t 26/13, S. 10

Cryptowährungen wie Bitcoin haben durchaus das Potenzial, die indirekt mindestens ebenso klimaschädliche Machtposition der Weltbanken und Großkonzerne zu brechen und ein wirklich freies, demokratisches Geldsystem zu etablieren. Das ist sicherlich kein „Problem, das keiner hat“.

Hendrik Wiese

Doch Einsteiger-geeignet

Arbeitstier mit Defiziten, Linux-Distribution OpenSuse 13.1, c’t 26/13, S. 74

In ihrem Artikel „Arbeitstier mit Defiziten“ schreiben Sie, dass openSUSE nicht für Einsteiger und Wechselwillige geeignet sei. Ich finde, dass das exakte Gegenteil eher zutrifft. Wählt man bei der Installation aus, dass man gerne das Non-OSS Repository auch hinzufügen möchte, landen direkt vor dem ersten Systemstart schon Flash-Player und andere proprietäre Software auf dem System.

Auch schreiben Sie, dass es normal sei, dass NetworkManager nach einer Desktop-Installation nicht läuft. Außer bei einer Installation, die keinen NetworkManager-Client mitbringt (z. B. „Minimale Serverinstallation“ und „Minimales X-Window System“), ist der NetworkManager standardmäßig aktiviert, so wie es auch bei mir auf mehreren Maschinen (drei Laptops, zwei PCs, zwei VMs, allesamt KDE) der Fall war.

Das einzige wirkliche Problem, das Sie in ihrem Artikel erwähnt haben, sind die fehlenden Übersetzungen. Bei denen frage ich mich wirklich, wie sie zustande gekommen sind, die meisten KDE- und openSUSE-Entwickler sind ja aus Deutschland. Ebenfalls komisch finde ich die Entscheidung, [den Bluetooth-Stack, die Red.] Bluez 5 zu verwenden. Die einfachen Dinge funktionieren zwar, aber nur sehr instabil. Das größte Problem für mich war jedoch ein scheinbar korruptes Kernel-Image für eine paravirtualisierte Installation unter XenServer, was sich nur durch einen selbstgebackenen Kernel beheben ließ.

Viele Vorteile von openSUSE 13.1 haben Sie vergessen zu erwähnen, wie zum Beispiel die in vielen Fällen fast verdoppelte Performance von Radeon-Grafikkarten. Anmerken möchte ich auch, dass die fehlerhafte MTP-Unterstützung auf der Smartphone-Seite zu suchen ist. kio_mtp hat eine weitgehend fehlerfreie MTP-Unterstützung, im Unterschied zu sehr vielen Android-Smartphones wie auch Ihrem Nexus 4.

Fabian Vogt

DRM gängelt ehrliche Käufer

Bücher ohne Papier, E-Book-Reader ab 40 Euro, c’t 26/13, S. 102

Ich habe mit Interesse den Artikel über die E-Book-Reader gelesen, der leider ein paar Vorurteile bestätigt hat. Weniger gegenüber den Geräten, die ja sehr ausgereift sind, sondern gegenüber der Vertriebsstruktur.

Ich habe die ersten E-Books 2007 gekauft (Mobipocket), um damit Wörterbücher auf meinem Blackberry benutzen zu können. Da ich inzwischen kein Blackberry mehr nutze, kann ich die Bücher eigentlich wegschmeißen. Dank DRM sind sie nur mit der auf der Mobipocket-Seite verfügbaren Software zu benutzen, also nicht für Android und auch nicht für iOS. Die Entwicklung stagniert oder ist ganz eingestellt. Scheint eine Sackgasse zu sein. Leider funktionieren sie auch nicht mit der Kindle-Software, auch wenn Amazon vor Jahren Mobipocket gekauft hat.

Ich frage mich: Kann ich heute gekaufte Bücher mit DRM auch noch in fünf Jahren benutzen? Bei allem Verständnis für DRM, gängelt das Right Management den ehrlichen Käufer. Die Musikindustrie hat damit ihre Erfahrungen gemacht und vertreibt Musik jetzt ohne.

Matthias Mühler

Einfach nur lesen

Unglaublich, aber wahr: Es gibt doch tatsächlich Leute wie mich, die mit einem E-Book-Reader nur E-Books lesen wollen, so wie früher ein Buch aus Papier. Ich will da keine Notizen reinschreiben und vor allem brauche ich keinen Internetzugang. Ich brauche auch keine Suchfunktion. Aber dafür möchte ich meine Bücher in jedem Format einfach vom PC auf den Reader übertragen und anschließend lesen können. Ich möchte meine Bücher nicht vorher umständlich in ein anderes Format umwandeln und vor allem möchte ich nicht an einen Shop gebunden sein.

Und jetzt beginnt mein Dilemma. Ich hatte einen guten alten BeBook. Leider ist der letztens auf die Fliesen gefallen, also habe ich einen neuen Reader gesucht. Ich musste voller Entsetzen feststellen, dass die Reader heute fast alle Touchscreen haben. Bin ich eigentlich die einzige, die wahnsinnig wird, wenn mitten im Buch ein fetter Fingerabdruck auf dem Display stört? Die, die sich per Tastatur blättern lassen, scheinen alle nur für Rechtshänder zu sein. Und was dann übrig bleibt, hat mit Sicherheit Shop-Bindung.

Ich habe mir dann tatsächlich ein gebrauchtes BeBook ersteigert. Ich kann nur hoffen, dass es bis zum nächsten Mal, wenn mein BeBook kaputt gehen sollte, endlich wieder ganz einfache E-Book-Reader gibt, die einfach nur das machen, was sie sollen: Nämlich Bücher ordentlich darstellen. Für Internet, Bilder, Hochglanzmagazine et cetera habe ich mein iPad beziehungsweise iPhone, dafür brauche ich den Reader nicht. Und Hintergrundbeleuchtung empfinde ich als eher störend und anstrengend für die Augen.

Yvonne Büttgenbach

Onleihe direkt auf dem Reader?

Aus meiner Sicht fehlt ein wichtiger Hinweis zum Thema der Kompatibilität mit Verleihdiensten: Lassen sich die Verleihdienste komplett über den Reader nutzen oder ist der Einsatz eines PCs mit manuellem Kopieren der Dateien oder die Nutzung einer Cloud notwendig? Für eine komfortable Nutzung der Onleihe sollte aus meiner Sicht die Abwicklung allein über den Reader möglich sein.

Joachim Kock

Das Ausleihen und Herunterladen bei Onleihe über den Webbrowser des Readers klappt auf dem Tolino Shine und dem Sony Reader, nicht aber bei den Kobo-Geräten. Diese unterstützen zwar Adobe-DRM, können die dafür benötigten Download-Token aber nicht öffnen. Deshalb muss man beim Kobo E-Books mit Adobe-DRM erst mit Software wie Adobe Digital Editions auf den PC laden und auf den Reader übertragen.

Datensammler und Sender

Bittere Schokolade, Axel Kossel kommentiert Googles Nexus 5 mit Android 4.4, c’t 25/13, S. 3

Irgendwie verstehe ich Ihre Aufregung nicht. Obwohl seit dem Erscheinen des ersten iPhone ziemlich klar ist, wo die Entwicklung hinläuft, ignoriert die Computerpresse die negativen Beieffekte der schönen neue Welt hartnäckig. Geräte werden in Tests nur nach ihrer Leistungsfähigkeit bewertet, ohne den Gängelfaktor des Mikrokosmos mit zu bewerten, dem man sich durch die Entscheidung für eine bestimmte Plattform quasi ausliefert. Und jetzt, wo immer mehr zur bitteren Realität wird, was mit wachen Augen schon lange zu sehen war, kommt der große Katzenjammer.

Ein Smartphone ist nun mal eine Kombination aus Datensammelstation und Sendestation. Es sammelt ganztägig alles ein, was der Nutzer eingibt und was Sensoren erfassen, wenn es sich in der Tasche befindet. Und wenn der Netzanbieter oder der Geräteanbieter es wollen, funkt das Ding die Sammlung zu ihnen, ohne dass der Benutzer darauf einen Einfluss hat.

Meiner Meinung nach ist es höchste Zeit, mal innezuhalten und sich zu überlegen, was man unterwegs wirklich braucht. Welchen Preis man nur dafür zahlt, dass man meint, aufs Daddeln, Surfen und Posten auch unterwegs nicht verzichten zu können. Oder um das Sinatra-Zitat in Ihrem Abschlusssatz etwas unbeholfen zu invertieren: If you are able to do it without the one, you don’t need to have the other.

Frank Nerstheimer

Ergänzungen & Berichtigungen

Bücher ohne Papier

E-Book-Reader ab 40 Euro, c’t 26/13, S. 102

Im Lieferumfang des Sony Reader PRS-T3 ist nicht wie beschrieben das Cover mit LED-Beleuchtung enthalten, sondern ein 56 Gramm schweres Cover ohne Beleuchtung. Das Cover mit LED kostet im Sony-Shop 49 Euro extra.

Zurück in die Vergangenheit

Emulationspaket Amiga Forever 2013 Value Edition, c't 26/13, S. 140

Einige Leser empfanden die Bezeichnung des Amiga 500 als „16-Bit-Klassiker“ unzulässig, weil die CPU intern mit 32 Bit arbeitete und lediglich einen externen 16-Bit-Datenbus besaß. Die späteren (im Artikel nicht berücksichtigten) Modelle wie der Amiga 1200 mit 68020 waren waschechte 32-Bit-Computer.

c’t-Notfall-Windows 2013

Live-System auf Basis von Windows PE, c’t 26/13, S. 175

Im Begleitartikel hat sich leider ein Fehler eingeschlichen. Das Konvertieren der Install.wim mit dem Befehl „dism“ funktioniert entgegen der Anleitung nicht mit der Download-Version von Windows 8. Wer lediglich diese hat, muss stattdessen auf die kostenlose Testversion von Windows 8 Enterprise zurückgreifen.

Eigendynamik

Eigener DynDNS-Dienst für den Hausgebrauch und Freunde, c’t 24/13, S. 196

Das PHP-Skript zum Aktualisieren der IP-Adressen benötigt nicht nur Schreibzugriff auf die Sqlite-Datenbank /var/lib/powerdns/pdns.sqlite3, sondern auch auf das Verzeichnis /var/lib/powerdns – dort wird eine temporäre Kopie der Datenbank angelegt. Das erreichen Sie mit dem Befehl

chmod 775 /var/lib/powerdns

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