Standfester Oldie

OpenOffice behauptet sich gegenüber LibreOffice

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Als sich LibreOffice vom OpenOffice-Projekt abgespalten hatte, prognostizierten viele Anwender das baldige Ende von OpenOffice. Allen Unkenrufen zum Trotz lebt das Office-Paket jedoch munter weiter und kann es in der aktuellen Version 4.0.1 mit seinem Abkömmling aufnehmen, wenn es um Alltagsaufgaben geht.

Die letzten drei Jahre war es um OpenOffice recht still geblieben. In dieser Zeit fand LibreOffice dank Updates im Sechs-Wochen-Rhythmus viele neue Freunde. Nutzer freuten sich über die ständige Pflege der Software, in der die Entwickler Tausende Fehler korrigierten. Doch im Hintergrund blieb auch das OpenOffice-Team nicht untätig und meldete sich nach kleineren Bugfix-Releases im Sommer 2013 mit der Version 4.0 zurück. Sie punktet zwar weniger durch die Anzahl neuer Funktionen, überzeugt dafür durch eine höhere Qualität.

Die unterschiedliche Vorgehensweise beider Teams ergibt sich aus der gemeinsamen Geschichte bis hin zur Spaltung des Projekts. Nachdem Sun Microsystems 1999 die Hamburger Firma StarDivision mit ihrem plattformübergreifenden Office-Paket StarOffice gekauft hatte, gab der neue Besitzer im Oktober 2000 den Quelltext als Open Source frei. Für die Weiterentwicklung gründete Sun das Projekt OpenOffice.org mit dem Ziel, die Bürosuite in Zukunft unter dessen Dach weiterzuentwickeln, führte aber weiterhin die Regie und steuerte den Großteil der Programmierer bei. Gleichzeitig entwickelte sich eine sehr aktive Community, die das Projekt insbesondere durch Öffentlichkeitsarbeit und Benutzersupport, aber auch durch Qualitätskontrolle und Vorschläge vorantrieb. So entwickelte sich OpenOffice in kurzer Zeit zu einer ernst zu nehmenden Alternative zu Microsofts teurem Office-Paket. ...

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