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Offenbar wenig Änderungen bei neuer Google-Glass-Version

Google hat begonnen, die neue Hardware-Version seiner Datenbrille Glass auszuliefern. Glass-Besitzer können ihre Hardware kostenlos austauschen lassen. Im freien Handel ist die Brille aber nach wie vor nicht zu haben – nur wer einen Einladungscode besitzt, darf das Gerät für 1500 US-Dollar neu bestellen.

Viel verändert hat sich bei der neuen Version laut ersten Berichten nicht: Es wird nun ein Mono-Ohrhörer mitgeliefert, der auf Wunsch den viel zu leisen Knochenschalllautsprecher ersetzt. Der Ohrhörer wird per MicroUSB angeschlossen – er soll deshalb auch mit der ersten Glass-Version funktionieren. Dafür liegt künftig nur noch ein Sonnenbrillen-Visier zum Einklipsen im Karton, zuvor gab es zusätzlich ein transparentes.

Die Hardware hat sich offenbar kaum verändert: Statt Revision 3 der OMAP4400-CPU kommt nun Revision 4 zum Einsatz. Dadurch würde sich die Arbeitsgeschwindigkeit leicht erhöhen, heißt es in Berichten.

Obwohl die Änderungen nur gering sind, tauscht Google außerdem auf Wunsch alle ausgelieferten Alt-Brillen aus. Womöglich steckt hinter dieser Aktion ein Produktionsfehler des fragilen Prismendisplay: Bei vielen Glass-Brillen (auch bei unserem Redaktionsgerät) löst sich mit der Zeit die Spiegelbeschichtung vom Prisma, wodurch sich die Darstellungsqualität doch deutlich verschlechtert. Sobald wir ein neues Gerät vorliegen haben, werden wir der Sache auf den Grund gehen. (jkj)

6000 Lumen für 1400 Euro

Einen Lichtstrom von 6000 Lumen erreichten bislang nur Business-Projektoren jenseits der 2000 Euro. Optoma unterbietet diese Marke nun deutlich: Der X600 ist bereits für 1400 Euro erhältlich und bietet neben dem hohen Lichtstrom jeweils zwei HDMI- und VGA-Eingänge sowie eine Display-Port-Schnittstelle – was bei Projektoren noch lange nicht gang und gäbe ist. Der mit 1024 × 768 Pixeln auflösende 3D-fähige DLP-Beamer kann stereoskopische Signale über seine HDMI-1.4a-Schnittstelle entgegennehmen und synchronisiert DLP-Link-Shutterbrillen. Er bietet sich für die Festinstallation an, da man ihn auch über Crestron-, Extron-, AMX- und PJ-Link-Systeme fernsteuern kann. Obendrein akzeptiert das Gerät Befehle via Telnet. Die Lebensdauer der Lampe gibt Optoma mit 3500 Stunden an. (jkj)

Druckerhersteller wehren sich gegen Nachbau-Kartuschen

Samsung hat Ende November vor dem Landgericht München I einstweilige Verfügungen gegen fünf Anbieter von Nachbau-Tonerkartuschen erwirkt, die Samsung-Patente verletzt haben sollen. Bei den – deutlich preiswerteren – Nachbauten der Samsung-Kartuschen handelt es sich nicht um Plagiate, denn die Austauschkartuschen sind deutlich als Nachbauten gekennzeichnet. Die Verfügungen sind bisher weder rechtskräftig noch können die Antragsgegner Widerspruch einlegen. Anträge gegen weitere Reseller will Samsung bereits gestellt haben.

Patentklagen von Druckerherstellern gegen Hersteller und Anbieter von preiswerteren Nachbau-Kartuschen haben eine lange Tradition. Oft werden die Originalkartuschen mit speziellen Eigenschaften wie Leuchtanzeigen und Chips ausgestattet und diese dann patentiert, um den Nachbau oder das Wiederbefüllen zu behindern.

So kämpft etwa Lexmark in den USA schon seit 2002 gegen die Firma Static Control Components, ein Hersteller von Nachbau-Chips und weiteren Teilen für die Wiederbefüllung von Originalkartuschen. Auch Lexmark argumentierte mit Patentverletzung, eine rechtskräftige Entscheidung des 6. Bezirksgerichts der USA stellte jedoch fest, dass die Nachbauchips von Static Control legal seien.

Das Unternehmen forderte daraufhin Schadenersatz von Lexmark, da der Druckerhersteller mit den Patentvorwürfen öffentlich geworben hatte und so Kunden von Static Contol abgeschreckt habe.

Aktuell überprüft das oberste Gericht der USA, der Supreme Court, ob es sich bei Lexmark tatsächlich um unlautere Werbung gehandelt hat oder die Klage von Static Control abgewiesen wird, weil sich die Werbeaussage an Lexmark-Endkunden richtete und nicht an Unternehmen, die Ersatzteile zur Wiederbefüllung von Lexmark-Kartuschen bei Static Control einkaufen. (rop)

Blickwinkelstabiler Touchscreen-Monitor

Wie die meisten anderen Multitouch-Monitore kann man auch Acers neuen UT220HQL um rund 80 Grad nach hinten neigen. Dadurch lässt sich die Touch-Oberfläche bequem bedienen, ohne dass die Schultern erlahmen. Die Bildqualität dürfte sich auch bei weit geneigtem Display kaum verschlechtern, da in dem 21,5-Zöller ein blickwinkelstabiles VA-Panel steckt. Das Display soll einen Kontrast von 3000:1 erreichen.

Der Full-HD-Schirm ist Windows-8-zertifiziert und unterstützt somit bis zu zehn gleichzeitige Berührungen. Für den Digitalbetrieb steht eine HDMI-Buchse bereit. Diese unterstützt auch das MHL-Protokoll – zum Anschluss MHL-fähiger Android-Smartphones und -Tablets genügt ein passives USB-HDMI-Adapterkabel. Den Ton gibt der Monitor dabei über seine Stereolautsprecher aus. Der UT220HQL ist für 350 Euro erhältlich. (spo)

Virtual-Reality-Spiel soll Stereoblindheit lindern

Das „medizinische“ Virtual-Reality-Spiel Diplopia (siehe c’t-Link) soll stereoblinden Menschen dabei helfen, die Wahrnehmung von räumlichen Bildern zu trainieren – zumindest bei denjenigen, deren Räumlichkeitssinn wegen einer Schiel-Erkrankung verringert ist.

Das Verfahren klingt einleuchtend: Menschen mit angeborener Schiel-Erkrankung blenden mit der Zeit den Seheindruck des schielenden Auges aus. Das Gehirn nutzt dann nur noch das Bild eines einzelnen Auges – was den stereoskopischen Seheindruck außer Kraft setzt oder zumindest stark reduziert. Das Diplopia-Spiel soll nun das Gehirn trainieren, den Seheindruck des „stillgelegten“ Auges wieder zu verarbeiten.

Spielerisch bietet Diplopia nur Hausmannskost. Das Prinzip fußt auf „Breakout“: In einem dreidimensionalen Raum bugsiert man mit einem Schläger einen Ball auf eine Klötzchenwand. Einzelne Spielelemente werden dabei jeweils nur einem Auge gezeigt – will man gewinnen, muss man beide Bilder im Kopf koppeln.

Das Spiel soll 2014 erscheinen. Kommt genug Geld auf der Crowdfinancing-Plattform Indiegogo zusammen, soll Diplopia auch Nvidias 3D-Vision-Technik und Microsofts Kinect unterstützen. Steuern lässt sich das Spiel mit Kopfbewegungen per Oculus Rift oder mit dem Fingersensor Leap Motion und dem Hydra-Controller von Razer. Diplopia kostet – als Vorbestellung auf Indiegogo – 20 US-Dollar. (jkj)

24"-Monitor mit Aufpasserfunktion

Philips bleibt auch beim jüngsten Monitor mit ErgoSensor bei einer blickwinkelstabilen Paneltechnik. Im Vergleich zum Vorgänger ist der 241P4QRYES in der Diagonalen um ein Zoll auf 24 Zoll (61 Zentimeter) gewachsen und nutzt statt der etwas weniger kontraststarken IPS-Technik nun ein blickwinkelstabiles VA-Panel. Die Auflösung ist mit 1920 × 1080 Bildpunkten gleich geblieben.

Über die oben ins Gehäuse eingebaute Kamera erkennt das Display den Abstand des Nutzers und anhand dessen Augenstellung die Kopfposition. Aus diesen Daten errechnet der Monitor, ob der Anwender in einer ergonomischen Position vor dem Schirm sitzt. Bei möglichen Fehlhaltungen oder wenn man zu lange ohne Pause arbeitet, blendet er eine Warnung ein. Damit man überhaupt eine bequeme Haltung vorm 241P4QRYES findet, lässt sich das Display neigen, in der Höhe verstellen und ins Hochformat drehen.

Über DVI und DisplayPort wird der 24-Zöller mit Digitalsignalen versorgt. Weitere Extras: ein Audioausgang zum Anschluss externer Lautsprecher und ein USB-2.0-Hub mit vier Ports. Der 241P4QRYES kostet 330 Euro. (spo)

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