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Ungepufferte 16-GByte-Speicherriegel

Die großen DRAM-Hersteller produzieren schnelle DDR3-SDRAMs bisher mit höchstens 4 Giga-bit Kapazität pro Chip. Sogenannte ungepufferte Speicherriegel (UDIMMs) können deshalb höchstens 8 GByte Kapazität erreichen, denn nur auf Registered DIMMs (RDIMMs) sind mehr als 16 Chips zulässig oder eben 18, wenn es um ECC-Riegel geht.

Nun hat die taiwanische Firma Intelligent Memory (IM) einen Weg gefunden, um zwei 4-GBit-Dice so in einem Chipgehäuse zu vereinen, dass sie sich wie ein 8-GBit-Chip ansprechen lassen. Solche Dual-Die-Packages (DDPs) sind bei RDIMMs gang und gäbe, arbeiten dort aber anders – nämlich letztlich wie zwei separate Chips.

Aus den 8-GBit-Chips fertigt IM demnächst auch gleich komplette 16-GByte-UDIMMs, auch mit zusätzlichen Chips für ECC-Fehlerkorrektur. Mit diesen Modulen sollen etwa Mikroserver mit Atom C2000 auf bis zu 64 GByte RAM kommen, obwohl sie höchstens vier Dual-Rank-(DR-)UDIMMs ansteuern. Pro Modul dürften schätzungsweise 250 Euro fällig werden. (ciw)

SAS-12G-SSDs von Toshiba

Die SSD-Baureihe PX03SN bestückt Toshiba mit SAS-12G-Controllern und MLC-NAND-Flash-Chips. Beim Schreiben mit Datentransferraten von maximal 380 MByte/s bringt die 12-GBit/s-Schnittstelle keine Vorteile, doch beim Lesen sollen die SSDs über 1 GByte/s liefern. Pilotkunden können Muster der Flash-Speicher mit 200 GByte bis 1,6 TByte Kapazität anfordern. (ciw)

Billigere und sparsamere PCIe-SSDs

Zur Beschleunigung von Datenbanken und Webservern kommen Solid-State Disks zum Einsatz, die statt über SATA- oder SAS-Interfaces per PCI Express mit dem Server kommunizieren. Ein x8-Slot der zweiten Generation (PCIe 2.0 x8) überträgt bis zu 4 GByte/s, also ein Mehrfaches von SATA oder SAS, und auch die Latenzen können kürzer ausfallen.

LSI bietet unter dem Namen Nytro WarpDrive bereits eine Reihe solcher Karten an. Nun legt die Firma zwei billigere Varianten nach, die sich vor allem für Anwendungen eignen, wo es auf schnelles Lesen ankommt und weniger aufs Schreiben: Einerseits kommen statt robusteren eMLC-NAND-Flashes nur MLC-Chips zum Einsatz und andererseits die beim Schreiben komprimierenden SandForce-Controller. Die Nytro XP6209 mit 1 TByte (940 GByte nutzbar) ist zum Richtpreis von 2899 US-Dollar erhältlich, die 2-TByte-Version (1860 GByte) für 4999 US-Dollar – das entspricht 2,44 US-Dollar pro Gigabyte.

Die Leistungsaufnahme soll niedriger liegen als bei anderen WarpDrives, von denen einige zusätzliche Stromanschlüsse benötigen. Die genauen Daten nennt LSI nicht. Die Datentransferrate beim Lesen soll maximal 2 GByte/s betragen und 1,27 GByte/s beim Schreiben; pro Sekunde sollen die Karten über 150 000 Datenblöcke zu je 8 KByte liefern (IOPS). (ciw)

Business-NAS mit Windows Server

Netzwerkspeicher mit Windows Storage Server 2012 integrieren sich in ein vorhandenes Active Directory und sind leicht zu verwalten, wenn man sich mit Windows Server schon auskennt. Seagate verkauft jetzt ab 949 Euro kompakte Boxen mit dem sperrigen Namen „Business Storage Windows Server 4-Bay NAS“. Im billigsten Gerät sind vier 1-TByte-Laufwerke montiert, beim teuersten (1899 Euro) 4-TByte-Platten. Alle enthalten einen Dual-Core-Atom mit 2,13 GHz sowie 4 GByte RAM. Schaltet man die beiden Gigabit-Ethernet-Ports zusammen, sollen Datentransferraten über 100 MByte/s möglich sein. Die Bitlocker-Funktion verschlüsselt die Platten auf Wunsch. Für lokale Backups stehen USB-3.0-Buchsen bereit und ein Einschub im USM-Format, also für externe Festplatten wie die Seagate Slim Portable USM. (ciw)

Toshiba kauft SSD-Hersteller OCZ

Nach einer schweren finanziellen Krise soll die kalifornische OCZ Technology Group nun von Toshiba übernommen werden. Die 2002 gegründete Firma OCZ hatte zunächst vor allem übertaktete Speichermodule vermarktet und konzentrierte sich ab 2010 ganz auf Flash-Speicher. Doch im Oktober 2012 geriet OCZ in Schwierigkeiten, weil Kosten für Rabatte und Cash-Back-Aktionen falsch berechnet worden waren. Damals wurden 28 Prozent der etwa 700-köpfigen Belegschaft entlassen, viele davon im taiwanischen Fertigungswerk.

OCZ hatte 2011 den SSD-Controller-Spezialisten Indilinx übernommen und auch das Entwicklerteam, welches früher für Oxford Semiconductor tätig war. (ciw)

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