Eintauchen ins Handy

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Klappe auf, Handy rein – fertig ist die Virtual-Reality-Brille: So simpel funktioniert das VR-Smartphone-Gestell Durovis Dive.

Die Ur-Version war nur was für Frickler: Man musste den VR-Halter OpenDive nämlich selbst im 3D-Drucker ausdrucken (siehe c’t 15/2013). Mit der Durovis Dive ist nach langer Verzögerung nun eine kommerzielle Variante erschienen – an vielen Stellen stark verbessert. Anders als bei der OpenDive-Variante muss man das Smartphone nicht mehr vorsichtig einschieben, sondern kann jetzt eine Klappe öffnen und das Gerät einlegen. Das geht nicht nur leichter, sondern man riskiert auch weniger Kratzer. Die Rückseite schützt ein Schaumstoffpolster, das Display liegt auf weichem Silikon. Das Prinzip blieb unverändert: Das Smartphone-Display zeigt ein steroskopisches Bild an, dieses wird durch zwei Linsen vergrößert. Gyroskop und Beschleunigungssensor im Smartphone sorgen fürs Headtracking.

Video: Durovis Dive

Wie schon bei der OpenDive können Fehlsichtige durch Vor- und Zurückschieben der Linsen ihre Sehschärfe einstellen. Im Test funktionierte das bis etwa –6 Dioptrien.

Die Dive soll mit allen Smartphones der Größenklasse 4 bis 5 Zoll funktionieren, wir haben sie mit einem Nexus 5 ausprobiert. Während es für Android bereits eine ganze Reihe kompatibler Apps gibt, müssen iOS-Nutzer noch abwarten. Für App-Entwickler (Android und iOS) bietet Durovis ein kostenloses SDK für die Unity-Umgebung an.

Das Mittendrin-Gefühl ist beeindruckend. Die mitgelieferten Linsen fallen allerdings deutlich kleiner aus als beispielsweise bei der Oculus-Rift-Brille. Bei der Dive nimmt der Nutzer deshalb im peripheren Sichtfeld immer einen Teil des Gestells wahr. Der Bonner Dive-Erfinder Stefan Welker und sein Team arbeiten aber bereits an verbesserten Linsen. (jkj)

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