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Linux 3.15 wacht schneller aus dem Standby auf

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Mit dem für Anfang Juni erwarteten Kernel 3.15 lässt sich der H.264-Encoder neuerer Radeon-Grafikkerne nutzen. Ein 64-Bit-Linux soll per UEFI auch auf Systemen mit 32-Bit-Firmware starten. Dank UAS-Treibers dürften viele USB-3.0-Storage-Geräte schneller arbeiten.

PCs mit Linux 3.15 sollen um ein Vielfaches schneller aus dem Suspend-to-RAM (ACPI S3) aufwachen können. Bei einem Testsystem verkürzte sich die Resume-Zeit von 11,6 auf 1,1 Sekunden, wie Intel-Entwickler erklären, welche die für 3.15 vorgesehene Optimierung implementiert haben. Bei zwei anderen Systemen soll sich die Aufwachzeit von rund 5,5 Sekunden auf weniger als 1 Sekunde reduziert haben. Große, wenn auch nicht ganz so signifikante Steigerungen zeigten sich auch bei einem eigenen Kurzversuch auf einem PC, den wir mit einer Vorabversion von 3.15 versorgt hatten.

Diese und weitere Neuerungen des Anfang Juni erwarteten Linux-Kernels 3.15 sind bereits jetzt absehbar, denn Linus Torvalds will für diese Version keine größeren Änderungen mehr annehmen. Zu den weiteren Verbesserungen zählt ein Interface zum Zugriff auf den Video-Encoder VCE2, der in neueren AMD-Prozessoren und Sea-Islands-Grafikkarten wie Radeon HD 7790, R7 260 oder R9 290 steckt. Auf das neue Kernel-Interface greift ein Encoder-Treiber zurück, den das Anfang Juni erwartete Mesa 3D 10.2 mitbringen soll. Über das OpenMAX API, das wie OpenGL von der Khronos Group vorangetrieben wird, können Encoder-Anwendungen diesen Treiber ansprechen, um die Hauptarbeit beim Erstellen von H.264-Videos dem Grafikchip aufzubürden. ...

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