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4K-Grafikkarte mit 500 Watt Leistungsaufnahme

AMD hat die Radeon R9 295X2 als schnellste Grafikkarte der Welt vorgestellt. Auf der 30,5 cm langen Platine sitzen zwei Hawaii-Grafikchips im Vollausbau (je 2816 Shader-Kerne, GCN 1.1), wie sie AMD sonst nur auf den Single-GPU-Grafikkarten Radeon R9 290X und FirePro W9100 verwendet. Sie laufen mit 1020 MHz – folglich schneller als auf den genannten Modellen. Gemeinsam liefern sie genug 3D-Performance, um DirectX-11-Spiele auf 4K-Bildschirmen (3840 × 2160) in maximaler Detailstufe flüssig darzustellen. Im 3DMark Firestrike erreicht die Radeon R9 295X2 laut AMD 15 862 Punkte, während Nvidias Titan Black nur mit 9878 Punkten angegeben ist (Radeon R9 290X: 9781). Bei universellen Berechnungen schafft die Radeon R9 295X2 theoretisch bis zu 11,5 TFlops bei einfacher und 2,87 TFlops bei doppelter Genauigkeit.

Die hohe Performance hat ihren Preis: Die Radeon R9 295X2 schluckt unter Last gut 500 Watt. Um die hohe Wärmeentwicklung zu bändigen, friemelt AMD an die Grafikkarte eine Wasserkühlung. Der angebundene Radiator passt in einen Festplatteneinschub. Damit die R9 295X2 im Rechner überhaupt funktioniert, braucht sie zwei 8-polige Stromstecker vom Netzteil, die jeweils über eine eigene 12-Volt-Schiene mit 28 Ampere versorgt werden müssen – also 340 Watt statt laut ATX-Spezifikation maximalen 150 Watt pro Stecker.

Ab der vierten Aprilwoche soll die Karte mit 8 GByte Videospeicher für gut 1300 Euro erhältlich sein. Sie wäre damit dreimal so teuer wie die Single-GPU-Variante Radeon R9 290X. (mfi)

Profi-Grafikkarte mit 16 GByte Speicher

AMDs neues Flaggschiff für Profis heißt FirePro W9100. Die Grafikkarte hat 16 GByte Speicher und eignet sich daher zur Bearbeitung sehr datenintensiver 3D-Szenen oder für allerlei universelle Berechnungen via OpenCL 1.2 (etwa Matrix-Multiplikation). Mit einem künftigen Treiber wird sie laut AMD auch OpenCL 2.0 sprechen. Im Vergleich zur FirePro W9000 bietet sie die doppelte Geometrieleistung (3,7 vs. 1,95 Mrd. Dreiecke/s).

Ihre GPU (Hawaii, 2816 Kerne) schafft – als erste überhaupt – mehr als 2 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde (TFlops) bei doppelter Genauigkeit, bei einfacher satte 5,24 TFlops. Dadurch ist die FirePro W9100 für anspruchsvolle Aufgaben wie das Echtzeit-Raytracen von Fahrzeugmodellen oder 3D-Szenen prädestiniert.

AMD gibt die TDP mit 275 Watt an und setzt einen sechs- und einen achtpoligen PCIe-Stromanschluss zum Betrieb voraus. Über sechs Mini-DisplayPorts (v1.2) lassen sich ebenso viele Bildschirme gleichzeitig ansteuern. Wer 4K-Displays verwendet, kann maximal drei Stück mit 60 Hz ansteuern oder muss sich mit sechs Mal 30 Hz begnügen. Die FirePro W9100 kostet knapp 4000 US-Dollar und lässt sich mit bis zu drei weiteren Karten koppeln. (mfi)

Nvidia: Volta verschoben, Maxwell abgespeckt

Gegenüber c’t erklärte ein ranghoher Nvidia-Manager, dass die GPU-Generation Volta erst nach Pascal erscheinen werde – also nicht vor 2017. Außerdem kam heraus, dass selbst den Ende des Jahres erwarteten „großen“ Maxwell-GPUs Unified Memory fehlen wird. Er legte dar, dass hinter den auf unterschiedlichen Roadmaps gebrauchten Ausdrücken „Unified Virtual Memory“ und „Unified Memory“ dasselbe steckt, man habe „Unified Virtual Memory“ lediglich umbenannt.

Derzeit hat Nvidia nur die beiden günstigen Maxwell-Modelle GeForce GTX 750 und 750 Ti im Angebot, die sich im Vergleich zu ihren Kepler-Vorgängern durch ihre hohe Effizienz auszeichnen und dafür intern ein wenig umgestaltet worden sind. Genau wie Kepler unterstützen sie DirectX 12 nicht vollständig, sondern nur das Direct3D-Funktionsniveau 11_0.

Nvidias gesamte Maxwell-Planung klingt wie eine Leidensgeschichte: Ursprünglich wurde die GPU im Jahr 2010 für 2013 angekündigt. Im Januar 2011 versprach Nvidias General Manager Michael Rayfield, dass Maxwell-Grafikchips sogar integrierte ARM-Rechenkerne mitbringen sollen. Dann kam 2013 der Umschwung: schließlich sollte erst Volta integrierte ARM-Kerne bieten und Maxwell 2014 statt 2013 erscheinen, aber mit Unified Virtual Memory und aus der 20-nm-Fertigung. Nun bieten die ersten „Maxwell“-Abkömmlinge nichts von alledem, arbeiten aber immerhin effizienter. (mfi)

Hardware-Notizen

Nvidia hat den GeForce-Treiber 337.50 Beta veröffentlicht, der vor allem die 3D-Leistung in DirectX-11-Spielen gegenüber vorherigen Treiberversionen verbessern soll.

Die 5,25"-BayExtension macht ältere PC-Gehäuse für moderne Solid-State Disks im 2,5"-Format fit. In den Einbaurahmen passen vier 2,5"-Laufwerke oder eine 3,5"-Festplatte und zwei 2,5"-Laufwerke. Die 5,25"-BayExtension gibt es in den Farben Schwarz, Rot, Grün und Blau für fünf Euro.

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