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Gnome 3.12 mit HiDPI-Unterstützung

Die Gnome-Version 3.12 bringt einen verbesserten App-Store mit. Die Oberfläche des Video-Players wurde stark vereinfacht, sie erinnert nun an Smartphone-Apps. Wie zuvor schon in Evince zeigt nun auch der Texteditor Gedit keine Menüzeile mehr an, sondern integriert die wichtigsten Bedienelemente direkt in die obere Fensterleiste. Ähnlich macht es auch der Web-Browser (Web, früher Epiphany), der jetzt für jeden Tab einen eigenen Render-Prozess verwendet; das soll Stabilität und Reaktionsgeschwindigkeit verbessern.

Die Suchfunktion der Shell wurde ausgebaut und spürt auch Terminals auf, in denen ein bestimmtes Kommandozeilenwerkzeug läuft. In der Anwendungsübersicht der Shell lassen sich Programm-Icons nun zu Gruppen zusammenfassen. Die zentrale Software zur Zugangsdatenverwaltung von Online-Konten gewährt jetzt auch Zugriff auf Fotoalben von Facebook. Die bei Gnome 3.10 begonnene Unterstützung für hochauflösende Displays soll Gnome 3.12 nun vervollständigen, konnte bei unserem Test mit 4K-Monitoren aber nicht recht überzeugen (siehe S. 130).

Mit einem Live-Linux lässt sich Gnome 3.12 ohne Installation testen. Sie finden es über einen Artikel auf heise open (http://heise.de/-2155474), der die Neuerungen von Gnome 3.12 detailliert beschreibt. (thl)

X11-Kompatibilität für Wayland

Der im Juli erwartete X-Server 1.16 wird Xwayland enthalten. Damit können die X11-Anwendungen ihre Bedienoberfläche über Wayland ausgeben, ohne auf die Display-Server-Architektur portiert worden zu sein. Der Wayland-Compositor muss dazu Xwayland-Unterstützung bieten. Das soll bei Version 1.5 des Wayland-Compositor Weston der Fall sein, der noch im April erscheinen soll. Mittelfristig dürfte Xwayland-Support auch in die derzeit vorbereiteten Portierungen einfließen, durch die Gnome und KDE unter Wayland arbeiten.

An Xwayland wird schon seit Jahren gearbeitet; die jetzt integrierte Fassung kommt ohne Grafikchip-spezifischen Treiber aus. Ein Nvidia-Entwickler merkte an, dass sich so allerdings keine beschleunigte Grafikausgabe für X-Anwendungen realisieren lasse. Verschiedene Entwickler haben sich daraufhin zusammengefunden, um über Erweiterungen nachzudenken, die genau das ermöglichen. (thl)

Debians Paketverwaltung Apt erreicht Version 1.0

In der Unix- und Linux-Welt drückt Version 1.0 traditionell aus, dass die Entwickler mit ihrem Programm zufrieden sind und es für fertig halten. Pünktlich zum 16. Geburtstag (binär: 10000) haben die Debian-Entwickler am 1. April ihrer Paketverwaltung Apt diese prestigeträchtige Versionsnummer verliehen. Apt 1.0 betreibt aber nicht nur Versionsnummern-Kosmetik, sondern führt auch das neue Kommandozeilenprogramm apt ein, das nun standardmäßig installiert wird und die Funktionen mehrerer Apt-Tools wie apt-get und apt-cache vereint. Damit steht es neben dem bei Debian schon länger gebräuchlichen aptitude. (mid)

Pipelight 0.2.6 unterstützt 64-Bit-Plug-ins

Das Browser-Plug-in Pipelight unterstützt in der Version 0.2.6 erstmals auch 64-Bit-Plug-ins für Flash und Unity3D. Beide sind noch als experimentell gekennzeichnet und müssen daher explizit aktiviert werden. Pipelight dient in erster Linie dazu, Silverlight in Linux-Browsern verfügbar zu machen, um Online-Videotheken wie Maxdome, Amazon Instant Video und Watchever nutzen zu können.

Die Software unterstützt weitere Windows-Browser-Plug-ins, etwa Widevine für die digitale Rechteverwaltung und Unity3D-Spiele im Browser. Version 0.2.6 erweitert Pipelight um experimentelle Unterstützung für ViewRight und liefert das Plug-in, das einige Video-on-Demand-Dienste als DRM-Player nutzen, in der Caiway-Version mit.

Pipelight 0.2.6 spiegelt Internet-Diensten nun grundsätzlich eine Firefox-Version vor, was Probleme mit Google Chrome beheben sollte. Ein User-Agent-Switcher ist dann nur noch nötig, wenn ein VoD-Dienst die Browser- und Betriebssystemversion vor dem Laden des Silverlight-Plug-in prüft. (lmd)

Die nächste KDE-Generation

Die nächste Generation der KDE-Oberfläche Plasma soll keine radikalen Neuerungen im Look & Feel bringen, erhält aber mit QML, Qt 5 und den KDE Framework 5 einen neuen technischen Unterbau. Die Alpha von Plasma Next bietet einen ersten Vorgeschmack davon. Die Veröffentlichung ist als Plasma Workspace 2014.6 für den 17. Juni geplant. Die KDE Frameworks 5 gelten mit Erscheinen der ersten Beta als API-stabil. Gegenüber der KDE Platform 4, der sie nachfolgen, sollen sie sehr viel modularer werden. Die KDE-Anwendungen als dritte wesentliche Komponente der KDE Software Collection werden derweil auf Basis von KDE 4 weiterentwickelt.

Plasma Next soll unterschiedliche Oberflächen (Workspaces) für verschiedene Geräteklassen so integrieren, dass sich im laufenden Betrieb Oberfläche und Desktop-Verhalten ändern lassen. Dadurch ließe sich Plasma auf einem Tablet beispielsweise von der Tablet- auf die Desktop-Version umschalten, wenn eine Tastatur angeschlossen wird. Bislang implementiert Plasma Next allerdings lediglich den Desktop-Workspace, weitere für Mediacenter-PCs und Tablets (Plasma Active) sind geplant. (odi)

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