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Ultra-Kurzdistanz-Projektor mit LED-Laser-Lichtquelle

Casio will im Juli einen Projektor auf den Markt bringen, der aus nur 27 Zentimetern Wandabstand ein Bild mit über zwei Metern Diagonale projiziert. Weitere Besonderheit des Ultra-Kurzdistanz-Beamers XJ-UT310WN: Statt einer Hochdrucklampe steckt eine LED-Laser-Hybrid-Lichtquelle im Gerät. Diese hält laut Hersteller 20 000 Stunden durch.

Der Projektor arbeitet mit einem reflektierenden DLP-Spiegelchip – aber ohne das sonst übliche Farbrad: Die roten Bildanteile werden über eine LED erzeugt, die blauen über einen Laser und die grünen Anteile mit Hilfe von fluoreszierendem Material, welches das blaue Laserlicht in Grün umwandelt. Der Farbraum des Projektors dürfte entsprechend groß sein.

Laut Casio schafft der XJ-UT310WN einen Lichtstrom von 3100 Lumen, womit er sich auch in hellen Räumen betreiben lassen sollte. Die Leistungsaufnahme ist mit 230 Watt vergleichsweise gering, die Auflösung von 1280 × 800 Pixeln ebenfalls.

Signale nimmt der Projektor über den digitalen HDMI- oder die analogen Standard-Anschlüsse entgegen und auch über USB-Datenträger; der integrierte Medienplayer soll mit den üblichen Foto- und Videodateien zurechtkommen. Außerdem kann man den Beamer auch drahtlos per App bespielen: Zur Markteinführung des UT310WN will Casio eine App für Android- und iOS-Geräte anbieten, die zum Beispiel das Live-Kamerabild von Smartphone oder Tablet auf den Projektor schickt. Außerdem soll man einen mit dem Projektor verbundenen PC über das Mobilgerät steuern können. Über den Preis des XJ-UT310WN wollte Casio noch keine Angaben machen. (jkj)

16:10-Monitor für Bildbearbeitung

In jüngerer Vergangenheit hat sich BenQ vor allem mit Gaming-Monitoren einen Namen gemacht. Nun will das Unternehmen mit dem PG2401PT Profis aus den Bereichen Fotografie, Bildbearbeitung und Publishing ansprechen – bislang die Zielgruppe von Eizo, NEC und Quato.

Der PG2401PT hat eine Diagonale von 24 Zoll (61 cm) und 1920 × 1200 Pixel (16:10) und damit gegenüber 24-Zöllern mit Full-HD-Auflösung in der Vertikalen Platz für zusätzliche 120 Bildpunkte. Sein blickwinkelstabiles IPS-Panel soll laut BenQ den AdobeRGB-Farbraum zu 99 Prozent abdecken, womit es zu den Wide-Color-Gamut-Displays zählt.

Digitale Bildsignale nimmt der Monitor über DVI-D und HDMI entgegen, am DisplayPort oder Mini-DisplayPort lassen sich Signale mit 10-Bit-Farbtiefe zuspielen. Intern rechnet die Look-Up-Table (LUT) sogar mit einer Genauigkeit von 14 Bit, was die Wiedergabe besonders feiner Farb- und Helligkeitsverläufe ermöglichen soll. Außerdem hat das Display dadurch etwas größere Korrekturreserven bei einer Hardware-Kalibrierung. BenQ empfiehlt hierfür das Colorimeter i1Display Pro von X-Rite, das rund 180 Euro extra kostet. Die Farb-Kalibrierungssoftware gehört dagegen bereits zum Lieferumfang. Das im Werk vorkalibrierte Display soll eine exakte Farbdarstellung mit Abweichungen von einem Delta E unter 2 erreichen.

Wie bei Office-Monitoren üblich, lässt sich der PG2401PT auf seinem Standfuß neigen, seitlich und ins Hochformat drehen sowie um 15 cm in der Höhe verstellen. Zu den weiteren Extras zählen ein USB-3.0-Hub mit zwei Ports, ein SD-Karten-Leser und abnehmbare Lichtschutzblenden. Neu bei BenQ: Auf den Profischirm gewährt das Unternehmen fünf Jahre Garantie und gemäß ISO 9241-307 (Pixelfehler-Klasse 1) eine sechsmonatige Garantie gegen einzelne Pixelfehler. Der PG2401PT ist ab sofort für 1400 Euro erhältlich – zunächst aber nur exklusiv über den Anbieter ColorMatch (www.colormatch.org). (spo)

Gaming-Monitor mit 144 Hz

Erst die Kombination aus kurzen Schaltzeiten und schneller Bildfolge ermöglicht flüssiges Spielen und eine scharfe Darstellung auf LCD-Monitoren. Acers GN246HL nutzt deshalb ein TN-Panel mit 1920 × 1080 Bildpunkten, das mit einer Bildwiederholrate von 144 Hz arbeitet und für einen einfachen Bildwechsel nur eine Millisekunde benötigen soll (grey-to-grey). Der 24"-Monitor (60 cm) zeigt demnach jedes Bild nur für 7 ms statt für 16 ms an, was bei den in c’t 22/13 getesteten Gaming-Monitoren für eine bessere Bewegtbildschärfe sorgte.

Für den Digitalbetrieb stehen eine DVI- und eine HDMI-Schnittstelle bereit. Über letztere lässt sich der 3D-Vision-zertifizierte Monitor auch mit 3D-Material versorgen. Die für den 3D-Betrieb nötige Shutter-Brille von Nvidia muss man für 80 Euro dazukaufen.

Acer lässt sich die schnelle Bildtaktung des Gaming-Monitors – wie die anderen Hersteller auch – fürstlich bezahlen: Der GN246HL ist mit 280 Euro doppelt so teuer wie sein Vorgänger G246HL, der ein 60-Hz-Panel nutzt und mit ebenfalls flinken 2 ms (grey-to-grey) spezifiziert ist. Der 144-Hz-Monitor GN246HL ist ab Ende April erhältlich. (spo)

Tintendrucker für Unternehmen

HP verwendet nun auch bei Abteilungsdruckern für große Unternehmen die Tintentechnik mit feststehenden, seitenbreiten PageWide-Druckköpfen. Zur neuen Geräteserie Officejet Enterprise Color gehören der Drucker X555 und das Multifunktionsgerät X585. Mit 42 ISO-Farbseiten pro Minute sind sie vergleichbar schnell wie die Officejet-Pro-Modelle X551 und X576. Allerdings führt HP für die Enterprise-Tintengeräte einen weiteren Kartuschentyp HP 980 ein. Deren Schwarzkartusche reicht für 10 000 Normseiten, bei den Grundfarben sind es laut HP je 6600 Seiten. Eine Farb-Normseite kostet demnach 5,26 Cent, der Schwarzanteil liegt bei 1,06 Cent – vergleichbare Lasergeräte drucken meist deutlich teurer.

Die Tintendrucker lassen sich wie die Laserjet-Geräte des Herstellers mit der OXP-Oberfläche (Open Extensibility Platform) in Unternehmenssoftware-Lösungen und Managed-Printing-Umgebungen integrieren. Der Multifunktionsdrucker X585 besitzt ein 20,3 cm großes Touchdisplay, das man zur bequemeren Bedienung schwenken und drehen kann. Zum Digitalisieren von Dokumenten bietet das Gerät einen CCD-Flachbett-Scanner nebst duplexfähigem Vorlageneinzug. Der Officejet Enterprise Color X555 kostet rund 700 Euro, das Multifunktionsmodell ist je nach Ausstattung ab 1900 Euro zu haben.

Mit den e-All-in-One-Modellen 8610 und 8620 hat HP auch seine Officejet-Pro-Serie für kleine und mittelständische Unternehmen erweitert. Beide drucken mit rund 6 Cent pro Farb-Normseite ebenfalls sehr günstig. Außerdem gehören sie zu den ersten Geräten, die den Mopria-Standard zum kabellosen Drucken von Mobilgeräten unterstützen. Die Mobile Printing Alliance (Mopria) ist ein Zusammenschluss von Drucker- und Software-Herstellern, der eine einheitliche Druck-Funktion für Smartphone und Tablets etablieren will.

Der HP Officejet Pro 8620 unterscheidet sich vom kleineren Modell 8610 durch die etwas höhere Druck- und Scangeschwindigkeit, eine NFC-Funktion zum schnellen Koppeln mit Mobilgeräten und einen duplexfähigen Vorlageneinzug für 50 Blatt. Er kostet rund 280 Euro, der Officejet Pro 8610 200 Euro. (rop)

SXRD-Heimkinoprojektor für 2500 Euro

Sonys Heimkino-Projektoren mit SXRD-Technik gehören traditionell zum High-End-Segment – mit entsprechend hohen Preisen. Mit dem VPL-HW40ES will Sony die Einstiegshürde jetzt etwas senken: Das Gerät ist in Internet-Shops bereits für 2200 Euro zu bekommen. Anders als das bislang günstigste Sony-Gerät VPL-HW30ES (2000 Euro) beherrscht der neue 40er nun die für Sonys 4K-Geräte entwickelte „Reality Creation“-Nachschärfungsfunktion. Außerdem soll er einen Lichtstrom von 1700 Lumen erreichen, beim HW30 waren es 1300 Lumen.

Der VPL-HW40ES beherrscht stereoskopisches 3D, die benötigten Shutterbrillen (jeweils 80 Euro) werden aber nicht mitgeliefert. Praktisch: Die Projektion lässt sich ohne Qualitätseinbußen mechanisch horizontal und vertikal verschieben. Mit einer „Noise Shaping“-Funktion will Sony dafür sorgen, dass die Lüftergeräusche als weniger störend empfunden werden. (jkj)

Attenborough produziert für die Oculus Rift

Fernsehdokumentation in virtueller Realität: Der bekannte britische Dokumentarfilmer Sir David Attenborough will seine nächste Produktion „Conquest of the Skies“ auch in einer Version für die Virtual-Reality-Brille Oculus Rift veröffentlichen, berichtet das kanadische Branchenblatt Realscreen. Das Besondere: Dank Headtracker in der Oculus-Brille kann man sich im Film frei per Kopfbewegung umsehen.

Statt auf Computeranimationen setzt der 87-Jährige auf echte Filmaufnahmen – er will ein aus acht Kameras bestehendes 360-Grad-Rig nutzen. Über den Inhalt der Produktion ist bislang wenig bekannt, es soll sich allerdings um zwei 90-Minuten-Sendungen handeln.

Die Dreharbeiten haben offenbar bereits begonnen, unter anderem wird auf Borneo gefilmt. Auftraggeber ist der britische Pay-TV-Sender Sky 3D. Für den Sender hat Attenborough bereits sechs Filme in stereoskopischem 3D produziert. (jkj)

75 000 Seiten aus dem Tinterbeutel

Epson setzt wie HP auf die Tintendrucktechnik in Unternehmen und hat im März gleich 18 neue WorkForce-Modelle vorgestellt. Die Modelle der WorkForce-Pro-5000er (A4-Drucker und -Multifunktionsgeräte) und WorkForce-Pro-8000er (A3+-Geräte) sollen sich auch als Abteilungsdrucker eignen. Die Tinte will der japanische Hersteller bei einigen Modellen in Farbbeuteln (RIPS, Replaceable Ink Pack System) vorhalten: Diese fassen fast einen Liter, sollen modellabhängig für bis zu 75 000 Seiten reichen und die Wartungsarbeiten in Unternehmen minimieren.

Der Hersteller verwendet weiterhin bewegliche Druckköpfe, setzt in den vorgestellten Druckern aber neu entwickelte „PrecisionCore“-Köpfe mit 400 Tintendüsen pro Farbe ein. Die Druckgeschwindigkeit liegt bei rund 20 ISO-Farbseiten pro Minute, die Tintenkosten bei etwa 6 Cent pro Normseite und damit auf dem Niveau von HPs Officejet-Pro-Druckern.

Die WorkForce-Pro-Abteilungsdrucker mit dem RIPS-Farbbeutelsystem sollen ab Juli 2014 in den Fachhandel kommen, Preise nannte der Hersteller noch nicht. Noch im Juni will Epson die mit normalen Tintenpatronen ausgestatteten Workforce-Pro-Modelle zu Preisen ab 220 Euro auf den Markt bringen. (rop)

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