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Schaltungen vielschichtig planen

CR-8000 von Zuken ist ein ECAD-Programm, das durch seine 3D-Fähigkeiten insbesondere bei der Entwicklung komplexer Produkte aus mehreren Leiterplatten nützlich ist. Für Version 2014 wurden die Kernkomponenten „Design Gateway“ und „Design Force“ überarbeitet; zusätzliche Funktionen sollen die Entwicklungszeit verkürzen. Durch Vorlagen wird es nicht nur einfacher, Elemente zu platzieren sowie Busse und Anschlussleitungen zu verlegen. Speziell bei Highspeed-Designs fällt es auch leichter, die Design-Richtlinien einzuhalten, die die Leiterbahn-Topologie im Referenzdesign festlegt.

Eine besondere Qualität von CR-8000 ist die Möglichkeit, den räumlichen Abstand zwischen verschiedenen Leiterplatten eines Projekts direkt in der Design-Umgebung zu prüfen. Dieser Entwicklungsschritt ist von besonderer Bedeutung, um die Fertigungseignung festzustellen und wird jetzt durch verbesserte Reporte und interaktive PDF-Dokumente unterstützt. Das Modul „Design Force“ bietet außerdem zusätzliche Schnittstellen zu Simulationslösungen anderer Anbieter. (Mathias Poets/pek)

Günstig scannen in 3D

Auch wenn es um die diversen 3D-Scanner-Programme für Kinect & Co. etwas still geworden ist, geht ihre Entwicklung weiter: Skanect zum Beispiel bekommt man jetzt in Version 1.6. Startet man die Software auf einem Rechner ohne angeschlossenen Tiefensensor, wechselt sie in einen Server-Modus. In diesem wartet sie auf Input übers WLAN – dieser soll vom iPad-Aufsteckmodul „Structure Sensor“ desselben Herstellers kommen. Mit einer Auflösung von 640 × 480 Pixeln arbeitet das iPad-Accessoire deutlich feiner als die zurzeit noch verkaufte Xbox- oder Windows-Kinect. Allerdings kann man den Structure Sensor derzeit nur vorbestellen – die Software ist der Hardware etwas voraus. Skanect kostet 118 Euro, eine funktionsreduzierte Version gibt es gratis.

Die Technik hinter der Kinect-Scanner-Software ReconstructMe bekommt man auch als SDK für die Entwicklung eigener Anwendungen zur räumlichen Erfassung. Die frisch erschienene SDK-Version 2.1 bietet ein CSG-Modul (Constructive Solid Geometry, Konstruktive Festkörpergeometrie): Boolesche Operatoren vereinigen 3D-Scans zum Beispiel mit Kugeln oder Quadern, subtrahieren diese Körper oder berechnen Schnittmengen von Volumen. Auf diese Weise lassen sich etwa Büsten von gescannten Personen automatisiert mit einer ebenen Standfläche versehen. Das SDK bietet außerdem eine generalisierte Schnittstelle für Sensoren. So lassen sich theoretisch beliebige Tiefenkameras einbinden, die ein RGB-Bild mit Entfernungsdaten liefern. Das SDK kostet für den kommerziellen Einsatz 600 Euro, eine eingeschränkte Version bekommt man gratis.

Seit vergangenem Herbst verkauft 3D Systems einen eigenen Handscanner namens Sense, dessen Eckdaten denen der ersten Kinect sehr ähneln. Die dafür maßgeschneiderte Software soll in der jetzt erschienenen Version 1.1 robuster arbeiten sowie Helligkeit und Kontrast der farbigen Texturen auf dem erfassten 3D-Modell mit einem Klick anpassen. Erstmals läuft die Software auch unter Mac OS X. Sense kostet im Cubify-Online-Shop des Herstellers 400 Euro. (pek)

Notizen

Der Anwenderverband für numerische Simulation NAFEMS veranstaltet am 20. und 21. Mai in Bamberg seine zweite deutschsprachige Konferenz (Vortragsprogramm siehe c’t-Link).

Mit „Vectorize It“ hat Autodesk eine kostenlose iPad-App (ab iOS 6) veröffentlicht, die mit der Tablet-Kamera fotografierte Skizzen vektorisiert, in der Cloud von Autodesk 360 oder bei Evernote speichert und als E-Mail-Anhang im Format DXF oder SVG verschickt.

Version 03/2014 der Software zur Berechnung und Optimierung von Antrieben und Maschinenelementen von Kisssoft stellt unter anderem Wellen und Lager samt einwirkender Lasten und Reaktionskräfte in 3D dar und simuliert den Zahnflankenverschleiß anhand einer Kontaktanalyse.

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