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Ältere Rechner mit SSD auf Trab bringen

Praxis & Tipps | Tipps & Tricks

Starten Betriebssystem und Anwendungen von Solid-State Disk statt Festplatte, katapultiert das selbst ältere Rechner in neue Leistungssphären. Ähnliche Effekte erzielen Hybrid-Festplatten, die auch noch massig Speicherkapazität mitbringen und sich besonders für Systeme mit einem einzigen SATA-Port empfehlen.

Aktuelle SSDs schöpfen das über den SATA-6G-Anschluss maximal mögliche Tempo von 600 MByte/s inzwischen nahezu voll aus, doch die sequenziellen Transferraten sind nur eine Seite der Medaille. Vor allem die knackig kurzen Zugriffszeiten sprechen für die aus Flash-Chips aufgebauten Massenspeicher. SSDs bewältigen bis zu 1000-mal mehr Ein- und Ausgabeoperationen pro Sekunde (IOPS) als magnetische Festplatten – Boot- und Ladezeiten reduzieren sich dadurch erheblich. Dabei arbeiten sie auch noch völlig geräuschlos. Ab 60 Euro gibt es vernünftige Exemplare mit 120 GByte – meistens reicht das für das Betriebssystem und die am häufigsten verwendeten Anwendungen aus. Knapper sollten Sie den Speicher aber nicht wählen. Meiden Sie auch SSD-Auslaufmodelle mit SATA-II-Schnittstelle. Wählen Sie stattdessen ein zeitgemäßes Exemplar mit SATA-6G-Schnittstelle. Da man in Alltagsanwendungen praktisch keinen Unterschied zwischen verschieden schnellen SSDs spürt, muss es kein Spitzenmodell mit schnellstmöglicher Anbindung sein, um den PC gehörig auf Trab zu bringen. Achten Sie dennoch darauf, SSDs nach Möglichkeit mit dem ersten SATA-Port im System zu verbinden. Ist der SATA-Hostadapter im AHCI-Modus konfiguriert, wirkt sich das zusätzlich positiv auf die Geschwindigkeit aus. An Ports, die auf dem Mainboard über Zusatzchips von Marvell & Co. angebunden sind, werden SSDs oft gebremst, selbst wenn diese Anschlüsse schon SATA-6G-fähig sein sollten. Das Stecken von PCI(e)-Adaptern, nur um SATA-Anschlüsse für SSDs bereitzustellen, lohnt aus demselbem Grunde nicht.

Stehen an einem uralten Rechner ausschließlich IDE-Anschlüsse zur Verfügung, können Sie mit etwas Glück auch mit einer IDE-SSD eine Beschleunigungswirkung erzielen. Beim Kauf einer solchen lauern aber Tücken: Viele der wenigen noch im Handel erhältlichen IDE-SSDs arbeiten mit vor allem beim Schreiben extrem langsamen Controllern, die eigentlich für CF-Speicherkarten gedacht sind. Solche SSDs lohnt es nicht einzubauen. Positive Ausnahmen können IDE-SSDs sein, die DRAM-Caches zur Zugriffsbeschleunigung nutzen. Sie erreichen zwar bei Weitem nicht so hohe IOPS-Geschwindigkeiten wie ihre SATA-Verwandten und die Transfergeschwindigkeiten bleiben durch das IDE-Interface auf bestenfalls 133 MByte/s limitiert. Ihre Zugriffszeiten sind immerhin kurz genug, um Festplatten alt aussehen zu lassen. ...

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