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PCs gezielt und günstig aufrüsten

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Kleiner Eingriff, große Wirkung! Es ist gar nicht so schwierig, einen älteren Büro-Computer, einen Gaming-PC oder gar ein liebgewonnenes Notebook wieder flott zu machen – sofern man erkennt, woran es klemmt. Drei konkrete Beispiele zeigen, wie es spürbar schneller geht.

Das Öffnen eines Fotos dauerte gefühlte Ewigkeiten, der Wechsel von Photoshop zu OpenOffice noch länger und durchs Web schleicht man eher als zu surfen. Ja, wir geben es zu, auch Rechner von c‘t-Redakteuren altern – doch wir wissen uns zu helfen. Gezielt investierte 110 Euro hauchten einem sechs Jahre alten Begleiter ein neues Leben als Zweit-PC ein, der jetzt wieder für mehr als nur Gelegenheitsarbeiten am Wochenende taugt.

Aber auch bei anspruchsvolleren Aufgaben kann eine kleine Aufrüstaktion große Wirkung entfalten. So verwandelt in unserem zweiten Beispiel eine neue Grafikkarte einen c‘t-Bauvorschlag aus dem Jahr 2009 in einen Gaming-Rechner, auf dem selbst der angesagte Ego-Shooter Battlefield 4 Spaß macht.

Manchmal kommt es aber gar nicht auf Geschwindigkeit, sondern die Ausdauer an: So verleiht ein neuer Akku einem Notebook wieder Flügel, ein aktuelles WLAN-Kärtchen bringt es in ein 5-GHz-Netzwerk und selbst gebaute Windows-Treiber sparen Strom. Besonders reizvoll fand ein Kollege die Idee, seinem liebgewonnenen Mini-Notebook Vaio P unter anderem mit einer SSD auf die Sprünge zu helfen.

Ist auch ihr PC nur „stets bemüht, den an ihn gestellten Anforderungen gerecht zu werden“? Dann lassen Sie sich doch von diesen drei – im folgenden genauer beschriebenen – Erfolgsgeschichten inspirieren. Sie zeigen, wie wir bei der Suche nach Engpässen vorgehen und welche Maßnahmen in Frage kommen, aber auch welche sich nicht lohnen.

Engpässe aufspüren

Eine gründliche Systemanalyse entscheidet über Erfolg oder Misserfolg einer Aufrüstaktion. Denn wer einfach auf gut Glück anfängt, Komponenten zu tauschen, hat schnell mehr Geld investiert – womöglich sogar in unpassende Komponenten –, als der alte Rechner noch wert ist. Die folgende Checkliste hilft beim Aufspüren von Engpässen, eine ausführliche Anleitung finden Sie unter [1]:

 Ist die CPU-Last im Taskmanager hoch, obwohl der PC nichts zu tun hat? Wenn ja, beharken sich womöglich mehrere Virenscanner gegenseitig, unnütze Browser-Toolbars und -Plug-ins vergeuden Rechenzeit oder Schädlinge haben den Rechner gekapert. Hinweise auf die Übeltäter liefert die Ansicht „Prozesse“ des Task-Mangers, wenn man sie anweist, die „Prozesse aller Benutzer“ anzuzeigen und nach „CPU“ sortiert.

 Rattert die Platte bei jedem Taskwechsel, steckt zu wenig RAM im PC. Auch hier liefert bereits der Task-Manager wertvolle Hinweise. Für die Feindiagnostik bietet sich die Leistungsüberwachung von Windows an, die sie durch einen Doppelklick auf die von uns über den c‘t-Link am Ende des Artikels bereitgestellte Konfig-Datei starten können. Die rote Linie zeigt die prozentuale Belegung der Auslagerungsdatei. Konkrete Speicher-Tipps gibt es auf Seite 104.

 Ruckelt ein PC-Spiel, sollten Sie als erstes die Grafiktreiber aktualisieren, denn die enthalten Optimierungen für einzelne Spiele. Auch ein überforderter Prozessor lässt sich leicht ausschließen, wenn man beim Spielen zwischendurch mal im Task-Manager schaut, ob die ganze CPU oder einzelne Kerne am Limit laufen. Meistens ist aber die Grafikkarte schuld (siehe Seite 98).

 Meckert Windows über mangelnden Speicherplatz auf der Platte, gibt es eine Reihe von Optionen: Sparfüchse räumen erst mal einfach auf. Programme wie Sequoia-View (siehe c‘t-Link) offenbaren Platzverschwender wie alte Log-Files, Videos oder Sicherungskopien. Der Einbau einer zusätzlichen internen Datenplatte sollte bei den meisten PCs aber ebenfalls leicht klappen. Wer den Schraubendreher scheut, kauft einfach ein externes USB-3.0-Laufwerk. Kommt es auch auf Performance an, könnte auch der Umstieg auf eine SSD (siehe Seite 100) eine attraktive Alternative sein. ...

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c't 11/2014, Seite 92 (ca. 5.66 redaktionelle Seiten)
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Artikel-Vorschau
  1. Engpässe aufspüren
  2. Heimarbeitsplatz
  3. Engpass Speicher
  4. Nachbrenner SSD
  5. Gaming-PC
  6. Engpass Grafikkarte
  7. Zurück an die Front
  8. Hilfsbremser RAM
  9. Mobiles Schnuckelchen
  10. Aufrüsten mal anders
  11. Schmiermittel SSD
  12. Reality Check

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  • Das 385-Watt-Netzteil aus dem c’t-Bauvorschlag von 2009 reicht auch für die moderne Radeon R9 270 und hat auch die benötigten PCIe-Stromstecker.

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