Stille Verfolger

Unternehmen setzen auf Nutzer-Tracking ohne Cookies

Wissen | Hintergrund

Während sich die öffentliche Debatte zum Webtracking nach wie vor auf Cookies konzentriert, denkt die Werbeindustrie längst weiter und testet Methoden, die ohne Datenspuren auf den Clients funktionieren. Sogar PC-Uhr-Ungenauigkeiten werden zur Identifikation von Nutzerrechnern herangezogen.

Mathias Ehrlich ist ein Mann klarer Worte. Der Präsident des Bundesverbandes Digitaler Wirtschaft (BVDW), der im Wesentlichen die Interessen der Online-Medien und Werbetreibenden vertritt, geht mit seiner eigenen Branche hart ins Gericht: „Ja, wir haben eine Situation, in der Missbrauch geschieht und vor allem Missbrauch geschehen kann.“ Ehrlich meint damit Datenschutz und Tracking mit Cookies, den kleinen Datenpaketen, die jeden Client wiedererkennbar machen sollen.

Man habe es versäumt, in Brüssel bei der Europäischen Union dafür zu werben, dass Nutzer das Recht haben, pseudonym auf Websites unterwegs sein zu dürfen. Verbunden damit müsse man ihnen ermöglichen, sich gegen Tracking über viele Webseiten hinweg zu entscheiden (Opt-out). Vielleicht habe man nun die Chance verpasst, für eine einheitliche europäische Lösung in Sachen Datenschutz zu sorgen – eine Lösung, die vor allem dazu geeignet wäre, den US-Konzernen Google, Facebook, Apple und Microsoft die Stirn zu bieten. Alle vier arbeiten derzeit an eigenen, proprietären Tracking-Methoden. ...

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