Trends & News | News

Live-TV kostenlos übers Internet

Der schwedische Fernsehdienst Magine TV tritt jetzt auch als Konkurrenz zu TV-Streaming-Diensten wie Zattoo und Couchfunk in Deutschland an. Seit Ende April kann man nach einer Registrierung zunächst 60 nationale und internationale Sender live und kostenlos schauen. Im Browser benötigt man Microsofts Silverlight-Plug-in, für Tablets, Smartphones (Android, iOS) und Smart-TVs (derzeit nur auf Geräten von Samsung) gibt es Apps.

Während Zattoo lange um Sender kämpfen musste, sind bei Magine TV von Anfang an die Öffentlich-Rechtlichen sowie die Sender von ProSiebenSat.1 und der RTL Gruppe an Bord. Hinzu kommen die dritten Programme mit ihren jeweiligen Regionalfenstern, Al Jazeera, BBC World und Bloomberg TV. Im ersten Monat bekommt man die fünf Kinderprogramme Boomerang, Cartoon Network, Nick Junior, Your Family Entertainment und Duck TV ebenfalls gratis, danach kosten sie 5 Euro monatlich. Es ist durchaus überraschend, dass die Programme der Privatsender im kostenfreien Angebot enthalten sind. Bei Zattoo muss man dafür ein kostenpflichtiges Paket zubuchen, bei Couchfunk fehlen sie bisher ganz.

Ob sich Magine TV langfristig kostenfrei halten kann oder später Premiumpakete für HD-Sender und weitere Pakete schnürt, bleibt abzuwarten. Es ist allerdings auffällig, dass die öffentlich-rechtlichen Programme im Paket „Magine Free“ einsortiert sind, die Privatsender von RTL und ProSiebenSat.1, Al Jazeera et cetera hingegen zum Paket „Magine Access“ gehören.

Die Bedienoberfläche mit dem integrierten elektronischen Programmführer ist schlicht, aber übersichtlich gestaltet. Bei Umschaltzeiten auf der Webseite von unter einer Sekunde kommt schon fast ein Zapping-Gefühl auf. Sofern weitere Sprachspuren gesendet werden, lassen sich diese auch in Magine TV anwählen und Untertitel aktivieren. Zumindest bei einem Teil der Sender geht der Dienst sogar noch einen Schritt weiter: Vereinzelte Programme kann man auch zeitversetzt (Timeshifting) oder als Aufzeichnung (Catch-up) anschauen, momentan funktioniert das allerdings bei keinem der großen Sender, sondern nur bei den genannten Kinderprogrammen und einigen Spartensendern. (vza)

4K-Videoplayer für deutschen Markt

Ultra-HD-Fernseher mit einer Panel-Auflösung von 3840 × 2160 Bildpunkten – landläufig gerne als „4K“ bezeichnet – bieten in Deutschland bereits mehrere Hersteller an. Passende Videoinhalte und -spieler waren hingegen bislang Mangelware. Nun kündigt Sony an, dass mit dem Modell FMP-X5A im August auch in Deutschland ein 4K-Player erhältlich sein wird – zu einem Listenpreis von rund 400 Euro. Das Gerät wendet sich an Besitzer ausgewählter Ultra-HD-Fernseher von Sony, konkret die in den vergangenen beiden Jahren verkauften Modelle KDL-84X9005 und KD-65X9005A/ 55X9005A.

Diesen Ultra-HD-Fernsehern dient der FMP-X5A als Streaming-Client, der mit dem Kompressionsverfahren HEVC/H.265 von Video-on-Demand-Diensten angelieferte Filme und Serien dekodiert. Die Fernseher der „Bravia 4K Ultra HD“-Serien des Jahres 2014 (Bravia X95, X9 und X85) enthalten bereits passende Decoder und benötigen den FMP-X5A zur Wiedergabe von 4K-Inhalten somit nicht. Hier werden die 4K-Videostreams direkt über den Netzwerkanschluss des TVs eingespeist und über TV-Apps wiedergegeben. Laut Sony lässt sich der FMP-X5A nicht an 4K-Projektoren oder an Fernsehern anderer Hersteller betreiben. Einen Grund für diese Einschränkung nannte Sony nicht, es soll aber nicht am Einsatz eines neuen HDCP-Kopierschutzes an der HDMI-Schnittstelle liegen.

Sony hat mit dem „4K Ultra HD Media Player“ FMP-X1 zwar seit Juli 2013 einen Ultra-HD-Zuspieler im Sortiment, vertreibt diesen allerdings nur in Nordamerika. Im Unterschied zum FMP-X1 ist im FMP-X5A keine Festplatte eingebaut. Folglich unterstützt die Box auch kein Push-VoD, bei dem Filme im Hintergrund gespeichert werden und dann zum Abruf bereitstehen. Schätzungsweise wird für das Live-Streaming von 4K-Videos eine konstante Downstream-Rate von 16 MBit/s benötigt. Eine offizielle Ankündigung, welche Video-Streaming-Dienste in Deutschland 4K-Filme an die Sony-Box liefern werden, gab es bislang noch nicht. Der heißeste Kandidat ist Sonys eigener Dienst „Video Unlimited“, der in den USA bereits Inhalte für den FMP-X1 liefert. Ebenfalls ein guter Tipp dürfte Netflix sein: Der Dienst startet hierzulande offenbar im Herbst, streamt in den USA und Großbritannien bereits 4K-Filme zu seinen Kunden und wird von Sony in der offiziellen Pressemitteilung zum FMP-X5A namentlich genannt. Ebenfalls im Rennen scheint Amazon zu sein, während die Box mit YouTube-Videos in 4K offenbar nichts anfangen. Noch nicht endgültig fest steht, ob Googles Videokompressionsverfahren VP9 künftig unterstützt wird. (nij)

Audio/Video-Notizen

Fans des TV-Streaming-Portals Hulu, die den Dienst aus dem Ausland über einen US-amerikanischen VPN-Zugang genutzt haben, gucken seit Kurzem in die Röhre. Hulu hat die IP-Adresskreise zahlreicher bekannter VPN-Dienste gesperrt, weshalb man in vielen Fällen nur noch eine Fehlermeldung bekommt.

Das kostenlose Equalizer-Plug-in TDR VOS SlickEQ von den Tokyo Dawn Labs eignet sich auch zum Mastering. Der semiparametrische EQ arbeitet mit dreieinhalb Bändern und ist als 32/64-Bit-Plug-in (VST/AU) sowohl für Windows als auch für Mac OS X erhältlich.

Artikel kostenlos herunterladen

weiterführende Links

Anzeige