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Pathetische Bettelei

Editorial zu XP in Behörden, c’t 11/14, S. 3

Ich vermisse einen Hinweis auf die Unfähigkeit der Behörden, rechtzeitig auf freie Software umgestellt zu haben. Stattdessen werden einem US-amerikanischen Monopolisten noch mehr Steuermillionen in den Rachen geworfen. Ihre pathetische Bettelei macht doch alles noch viel schlimmer. Damit wird nicht nur diese unverschämte Abzocke legitimiert, sondern der Einzug freier Software in deutsche Behörden noch weiter verzögert. Sie sollten meiner Meinung nach lieber darum betteln, dass andere Behörden es München gleichtun, Stichwort LiMux. Dann gäbe es ein Übel weniger und das Internet wäre wirklich etwas sicherer.

Udo Thiel

Nachzahlung

Vorsicht, Kunde: Kassieren und abwimmeln, Fluege.de berechnet Buchung trotz Fehlermeldung, c’t 11/14, S. 78

Ich habe gerade die Rubrik „Vorsicht, Kunde“ in der frisch vom Briefträger gelieferten c’t gelesen. Nur zur Ergänzung: Die bei der Rückerstattung fehlenden 1,99 Euro wurden inzwischen mit einer zweiten Transaktion meiner Kreditkarte gutgeschrieben.

Dieter S.

Damit hat Fluege.de nun tatsächlich die kompletten Kosten für die fehlgeschlagene Buchung erstattet.

Teurer Billigflug

Ich bin grad auf eine andere Unister-Tochter, nämlich Billigfluege.de hereingefallen: Ich wollte einen Flug buchen und umschiffte auch sämtliche Zusatzoptionen wie Reiserücktritt und Co. Der Flug wurde die ganze Zeit für 153 Euro angezeigt. Bei den Zahlungsoptionen sollte dann jedoch eine Servicegebühr für Kreditkarten in Höhe von 7,50 Euro plus Service Fee anfallen, der Kontoeinzug sollte „nur“ 3 Euro kosten. Habe den also ausgewählt und auf „kaufen“ geklickt, ohne noch einmal den rechts angezeigten Rechnungsbetrag zu prüfen. Dort kostete der Flug jetzt plötzlich 196 statt 156 Euro. Aus den angegebenen drei Euro Zahlungskosten wurden so also 43 Euro. Für das Storno veranschlagte Billigfluege.de 50 Euro, da der Auftrag ja schon raus sei.

Christian Wolf

Totalschaden durch Nachbauakku

Mobiles flottgemacht, Aufrüst-Tipps für Notebooks, c’t 11/14, S. 106

Ein Nachbauakku kann wohl nicht nur, wie bei Ihnen geschehen, zicken, sondern auch den Laptop beschädigen. Nach dem Einbau eines Nachbauakkus schaltete sich mein Sony Vaio nach wenigen Sekunden abrupt aus und die Akku-LED blinkte rot. Seit diesem Ereignis lässt sich das Gerät nicht mehr einschalten: Die Power LED geht nur kurz an, der Monitor flackert und dann schaltet sich das Gerät mit rot blinkender LED wieder ab. Ob ich das Gerät mit dem Originalakku, dem Nachbauakku oder auch nur mit dem Netzteil ohne einen Akku versuche zu starten, es geht nicht mehr an.

Meine eigenen Versuche mit CMOS-Reset, dem Ausbau aller Laufwerke und wechselseitig der beiden RAM-Riegel blieben leider erfolglos. Über den geöffneten Käuferschutzfall habe ich immerhin den Kaufpreis von eBay/PayPal erstattet bekommen. Auf einem defekten Laptop hingegen wird man als Kunde wohl sitzen bleiben, denn den Rechtsweg zu beschreiten wird sich nicht lohnen.

Louis-F. Stahl

Mehr als 30 Sekunden

Undercover, Wie Google-Werkzeuge auf fremden Websites Daten sammeln, c’t 11/14, S. 134

Sie schreiben, mit der Einbindung von Bibliotheken spart sich der Entwickler vielleicht 30 Sekunden Zeit. Das funktioniert leider nur, wenn man seine Seiten per Hand baut. Sobald man ein CMS benutzt, ist man auf dessen Programmierer angewiesen. In Wordpress gibt es zum Beispiel keine Einstellmöglichkeit, die Fonts für das Backend zu beeinflussen. Klar könnte ich jetzt die entsprechenden Codezeilen entfernen, beim nächsten Update wäre doch wieder alles beim Alten. Beim Selber-Hosten gibt es weiterhin das Problem der Sicherheits-Updates. Es ist ein Produkt mehr, bei dem man darauf achten beziehungsweise Mailinglisten verfolgen muss. Da ist es doch viel bequemer, gleich auf jquery-latest.min.js zu verlinken.

Knut Pfefferkorn

Für WordPress gibt es ein Plug-in, das Google Fonts aus dem Backend verbannt: Disable Google Fonts (siehe c’t-Link).

Die Geister, die ich rief

Andere Pfade, Google aus dem Weg gehen, c’t 11/14, S. 136

Ich habe Google schon lange gemieden – es gibt keinen Grund, GMail zu verwenden, noch weniger bei anderen Produkten und Diensten. Ich bin gerne bereit, für iOS etwas mehr zu zahlen, und selbst Apple Maps hat einige Vorteile, beispielsweise die 3D-Ansicht von München. Nur bei der Suche dachte ich, es geht nicht anders. Aber das war glücklicherweise ein Irrtum: Seit einiger Zeit bin ich begeistert von DuckDuckGo – und vermisse Google Search kein bisschen mehr.

Peter Resele

Noch mehr Firefox-Verknüpfungen

Vor einiger Zeit habe ich mich selbst schon mal mit der Google-Bereinigung des Firefox-Browsers befasst und dabei gelernt, dass es mindestens noch zwei weitere Verknüpfungen zu Google gibt, die Sie nicht erwähnten (Details siehe c’t-Link): die Safebrowsing-Funktion, die Geolocation-Funktion.

Eine große Hilfe beim Aufspüren von Google-Links ist die Suchmöglichkeit in den erweiterten Firefox-Einstellungen, die man über die Adresse about:config erreicht. So kann man direkt nach Schlagwörtern wie „google“, aber auch „geo“ oder „safebrows“ suchen und die Werte anpassen. Die Safebrowsing-Funktion kann man aber auch im herkömmlichen Einstellungsdialog deaktivieren, standardmäßig ist sie jedenfalls aktiviert. Sie sorgt dafür, dass jede besuchte URL zur Prüfung an Google übermittelt wird.

Michael Voß

Note 1 verschlimmbessert

Präziser als der Finger, Stifteingabe bei Smartphones, Tablets und Notebooks, c’t 10/14, S. 96

Zum gelobten Handling mit dem Stift des Samsung Note Smartphones: Ich bin Designer und aus diesem Grund habe ich mir das Note 1 damals für sehr viel Geld gekauft. Fakt ist aber, dass genau dieses tolle Feature von Samsungs Update-Wut zerschossen wurde. Mit jedem Update wurde das Smartphone langsamer, die Akkulaufzeit kürzer und die eigentlich gute Android-Oberfläche durch Samsungs verschlimmbessertes Overlay schlechter. Der Zeichenpunkt liegt bei mir seit 1,5 Jahren neben der Stiftspitze und der Stift kann nicht kalibriert werden. Murks, der schon vor 10 Jahren bei uralten Palm-Handhelds besser gemacht wurde. Genauso wenig funktioniert das Note 1 als Fernbedienung zusammen mit meinem Samsung Smart-TV.

Martin Kersting

CMD-Aufflackern verhindern

Abnicker, UAC-Abfragen von Windows automatisch zustimmen, c’t 11/14, S. 180

Zur Unterdrückung eines kurz aufflackernden CMD-Fensters kann im angelegten Link für Ausführen „minimiert“ gewählt werden. Das Fenster des auszuführenden Programms selbst ist von dieser Einstellung nicht betroffen.

Kurt Wald

Skalierung bisher mangelhaft

Apfel, knackig, 4K-Displays am Mac betreiben, c’t 10/14, S. 128

Noch verwende ich kein Mavericks, aber unter den Systemen bis 10.8 ist die Unterstützung für hochauflösende Monitore absolut mangelhaft. Eigentlich ist die Quartz Engine auflösungsunabhängig und mit 10.4 sollte das generell realisiert werden, daraus ist aber nichts geworden. Aktuell arbeite ich hier auf einem MacBook Pro 15" (Mitte 2012) mit einem 1680×1050-Pixel-Monitor. Den hatte ich gekauft, weil es ihn auch in einer matten Version gab. Der Monitor ist an sich auch sehr gut, aber die Schriften und Steuerungselemente sind darauf sehr klein. Einziger Ausweg wäre, eine andere als die native Auflösung zu nehmen, dann wird das Bild aber unscharf. Das ist ein echter Mangel, und Apple sollte unbedingt nachbessern.

Dr. Andreas Frick

Wie im Artikel beschrieben, wird OS X 10.9.3 HiDPI-Modi mitbringen, welche Steuerelemente, Icons und Schriften skalieren.

Digitaler Papierkram!

Der digitale Kiosk, c’t 10/14, S. 68

Viele Verlage offerieren ihren Papierabonnenten kostenlos oder ermäßigt eine digitale Ausgabe. Als Bibliothek mit 3 Zweigstellen nahm ich das zum Anlass auszuprobieren, was geht. Allerdings bezieht die Bibliothek diese 130 Abos über einen Buchhändler. Und spätestens hier beginnt das Chaos. Mal muss der Buchhändler beim Verlag buchen, mal muss der Endkunde beim Verlag buchen, benötigt aber die Abonummern des Buchhändlers. Dann gibt es die 5-Geräte-ID, dann mal scheinbar keine Begrenzung, dann wiederum eine Accountbegrenzung. Und das alles läuft dann doch (wenn auch zumeist elektronisch) schriftlich, denn jeder Verlag versendet seine Daten per pdf und jedes Heft hat ein anderes Prozedere. Ob dann der Kiosk, eine App-Version oder das Lesen über das iBooks-Regal überzeugt, ist dann noch eine andere Frage. Und das nur, weil der Leser in der Bibliothek auf dem iPad die elektronische Ausgabe lesen soll. Bisher Top in meinen Augen sind Geo und das Wall Street Journal, Flops sind Tageszeitungen, die ihr Maxiformat weiter auf ein Minidisplay zu Augenkrebs herunterbrechen. Und Heise? Liegt im oberen Drittel!

Gerald Schleiwies

Da war doch noch NAS!

Fritzbox-Test spürt verborgene AVM-Geräte auf, c’t 10/14, S. 47

Ich habe mich durch die auffällig rote Abbildung hinreißen lassen, meine Fritzbox noch mal unter die Lupe zu nehmen. Obwohl ich mir sicher war, dass ich kein Problem hätte, denn alle Portfreigaben sind aus (gecheckt!) und die Firmware ist aktuell (gecheckt!). Trotzdem hat die Testsoftware gesagt, es sei ein FTP-Port offen. Ich war zunächst irritiert, denn die Portfreigabeseite sagte, dass dort nichts ist. Als ich versuchte, den FTP-Port explizit freizugeben, teilte mir die Fritzbox mit, dass der USB-Speicher den Port bindet. Dadurch war klar, dass der angeschlossene NAS-Speicher einen Zugriff übers Internet erlaubte, den ich längst vergessen hatte.

Bernhard Holzmayer

Ergänzungen & Berichtigungen

Andere Pfade

Google aus dem Weg gehen, c’t 11/14, S. 136

Die Online-Office-Alternative „OX App Suite“ gibt es als gehosteten Dienst nicht nur bei NetCologne, sondern auch bei mailbox.org.

UMTS-Komprimierung bei Vodafone und Telekom

Hotline, c’t 10/14, S. 164

Die Firma Bytemobile gehört zu Citrix, nicht wie im Artikel geschrieben zu Cisco.

Schreib-Frühstart abschaltbar

PDF, handsigniert, Grafiktablett für rechtssichere, biometrische Unterschriften, c’t 10/14, S. 56

Die Beobachtung, dass einige Unterschrifts-Anwendungen auf Basis von Wacom-Hardware schon Daten aufzeichnen, bevor der Stift das Display berührt, beruht laut Wacom auf einer abschaltbaren Einstellung. Uns bekannte Anwendungen machen jedoch von dieser Abschaltmöglichkeit keinen Gebrauch.

c’t-App auch bei Amazon

Die digitale c’t können Sie nun auch auf den Kindle-Fire-Modellen und anderen Android-Geräten lesen, die an den Amazon App-Shop angebunden sind. Dort ist mit Erscheinen dieser Ausgabe die c’t-App verfügbar. Einzelne digitale Ausgaben kosten 3,99  wie in den anderen App-Stores. Wer ein digitales oder ein Plus-Abo hat, liest die c’t auch in unserer Amazon-App ohne Mehrkosten.

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