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Screenshot-Tool mit mobiler Unterstützung

Die Windows-Version des Screenshot-Tools Snagit bekommt in Version 11.4 Unterstützung durch die kostenlose App TechSmith Fuse und die Integration von Google Drive. Fuse steht für Android sowie iOS zur Verfügung und dient dazu, Fotos und Screenshots aus lokalen Ordnern oder direkt von der Kamera an Snagit oder das Screencast-Programm Camtasia zu schicken. In der Desktop-Anwendung lässt sich ein QR-Code aufrufen, anhand dessen sich Fuse über das lokale Netzwerk verbindet. Wenn beide Programme in verschiedenen Netzen hängen, funktioniert die Verbindung nicht.

Nach Anmeldung mit einem Google-Konto lassen sich Screenshots und Videos im Snagit Editor 11.4 auf Google Drive hochladen. Ein Popup-Fenster blendet anschließend zur Weitergabe etwa per E-Mail einen Link ein. Das neue Werkzeug „Liste“ fügt per Mausklick Grafiken mit fortlaufender Nummerierung für Schritt-für-Schritt-Anleitungen ein. Ein Weichzeichner macht auf Wunsch Bereiche wie Kontaktinformationen unkenntlich.

Die Windows-Version von Snagit kostet 44 Euro, die Mac-Version knapp doppelt so viel. Im Web stehen Testversionen für beide Programme zum Download. (akr)

Freies Office in Details verbessert

Die Apache Software Foundation (ASF) hat OpenOffice 4.1 für Windows, Linux und Mac OS X freigegeben. Zu den wichtigsten Neuerungen zählt die Unterstützung für IAccessible2 unter Windows, von der Benutzer mit Sehschwäche profitieren. Screenreader-Programme wie JAWS oder NVDA können darüber den Inhalt von Office-Programmen vorlesen oder auf Braille-Schrift-Geräten ausgeben. Den Screenreader erkennt OpenOffice automatisch. Die IAccessible2-Schnittstelle ist in LibreOffice 4.2 bereits als experimentelle Funktion enthalten.

Darüber hinaus haben die Entwickler die Grafik-Engine verbessert, die Vektorgrafiken nicht mehr in Pixel-Grafiken schlechterer Qualität umwandelt. In Draw und Impress lassen sich Bilder neuerdings interaktiv zuschneiden. Kommentare kann man jetzt an Wörter, Absätze und beliebige Bereiche heften, auch überlappend. (db)

Bildmanipulationen aufdecken

Der Web-Dienst izitru.com vom Bildforensik-Experten Hany Farid und Photoshop-Produktmanger Kevin Connor prüft Bilder kostenlos auf Manipulationen. Das Bild und die Einschätzung, wie vertrauenswürdig es ist, werden veröffentlicht, um die Authentizität von Fotos nachweisen zu können.

Farid und Connor verkaufen unter dem Namen Fourmatch eine Photoshop-Erweiterung für forensische Bildanalysen. Sie erkennt anhand von 77 000 Signaturen, ob ein JPEG direkt von einer Kamera kommt oder nach einer Bildbearbeitung gespeichert wurde. Findet der Algorithmus keine passende Signatur, folgen weitere Analysen. Fourmatch klinkt sich unter Mac OS X und Windows in Photoshop ab CS5 ein und kostet 890 US-Dollar. (atr)

Modularer PDF-Editor

Der PDF Architect 2 von pdfforge präsentiert sich mit neu gestalteter Oberfläche, einem OCR-Modul sowie Verbesserungen im Umgang mit digitalen Signaturen. Der Nutzer kann sich Funktionsblöcke des Programms einzeln zusammenstellen. Das komplette Paket kostet knapp 80 Euro. Das Edit-Modul bearbeitet Text, Bilder sowie die Dokumentstruktur und ist mit 30 Euro das teuerste. Weitere Module spezialisieren sich auf Formulare, Anmerkungen, Sicherheit und Signatur oder das Einfügen neuer Elemente. (atr)

Bildbearbeitung im Lab-Modus

Die Bildbearbeitung PhotoPlus von Serif unterstützt ab Version X7 den Lab-Farbmodus. Er soll der menschlichen Farbwahrnehmung am nächsten kommen, vor allem aber trennt er Helligkeits- und Farbwerte. Damit eignet er sich gut zur getrennten Bearbeitung von Sättigung und Kontrast (siehe c’t 14/13, S. 168). Das Studio für die Objektivkorrektur bearbeitet Linsenverzerrung, Randabschattung und chromatische Aberration. Mithilfe eines Rasters lassen sich Bilder begradigen. Das Studio für Verzerrungen hilft beispielsweise dabei, Fotos in Karikaturen umzusetzen.

Der Halbton-Rastereffekt erzeugt einen Retro-Look mit groben bunten Bildpunkten. Mit dem „cleveren Pinsel“ lassen sich Bildbereiche vom Effekt ausnehmen. Der Klarheitsfilter glättet Haut, soll aber die Struktur in Haaren bewahren. Eine Live-Vorschau erleichtert die Arbeit mit dem Klonstempel. Die drei neuen Mischmodi „Intensives Licht“, „Punktlicht“ und „Harte Mischung“ erweitern die Ebenenpalette in erster Linie in Richtung Kontrasterhöhung. PhotoPlus läuft unter Windows und kostet 95 Euro. Derzeit gibt Serif das Plug-in Topaz DeJPEG zur Reduktion von Kompressionsartefakten dazu. (akr)

Psychedelische Foto-Effekte

Das Photoshop-kompatible Plug-in Fractalius berechnet in Version 2 Fotos in 16 Bit Farbtiefe pro Kanal. Es arbeitet als 64-Bit-Version in Photoshop ab CS4, lässt sich als 32-Bit-Programm aber auch in Photoshop Elements, PaintShop Pro, Corel Photo-Paint und IrfanView integrieren. Die Vorschau ist nun auf 50 oder 100 Prozent skalierbar. Der Filter bietet neben Reglern für Schärfe, Linienstärke und Anzahl sowie den Fraktalradius nun die Optionen Scarify, Noise, Colorize und Mix. Das Plug-in steht ausschließlich für Windows zur Verfügung und kostet 40 US-Dollar. (akr)

Plug-in für Filmsimulation

Alien Skin hat Version 6 der Fotoeffektsoftware Exposure angekündigt. Das Programm simuliert analoge Filme wie Kodachrome, Polaroid und TRI-X sowie Farb- und Schwarzweißeffekte aus der Dunkelkammer. 450 Voreinstellungen helfen dabei. Eine neue Palette für Grundeinstellungen stellt Werkzeuge für Belichtung, Kontrast, Klarheit und Sättigung bereit. Das Programm soll die Vorschau schneller errechnen als der Vorgänger.

Das zuvor separat erhältliche Plug-in Bokeh für lebensnahe Tiefenschärfe und Vignettierung ist nun in Exposure integriert. Es simuliert Tilt-Shift-Optik sowie Bewegungsunschärfe, legt Rahmen sowie Texturen über das Bild und ergänzt Linsenreflexionen. Eigene Texturen lassen sich importieren.

Exposure 6 läuft unter Windows und Mac OS X als Stand-alone-Programm oder in Photoshop ab CS6, Aperture 3 und Lightroom 5 als Plug-in. Ab Juni soll das Programm für 150 US-Dollar erhältlich sein (Upgrade 70 US-Dollar). (akr)

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