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Bastelboard mit ARM-Prozessor

Mehr Rechenleistung, mehr Speicher und einen neuen Prozessorkern bekommt Freescales Freedom Development Platform mit dem Entwicklungskit FRDM-K64F. Während auf den bisherigen Familienmitgliedern ARMs Stromsparer Cortex-M0+ zum Einsatz kam, sitzt auf dem neuen Board der Kinetis-Chip MK64FN1M0VLL12 mit Cortex-M4-Kern. Der zählt mit nur 256 KByte RAM zwar immer noch zu den Mikrocontrollern, taktet aber mit 120 MHz und hat 1 MByte internen Flash-Speicher. Weiteren Speicher kann man per Micro-SD-Karte nachrüsten.

Beschleunigungs- und Magnetfeldsensoren sind ebenso mit an Bord wie eine dreifarbige LED und zwei Taster. Mit der Außenwelt kommuniziert das FRDM-K64F per 100-MBit-Ethernet sowie USB. Optional gibt es Module für Bluetooth oder das ISM-Funkband bei 2,4 GHz. Die Erweiterungsports sind kompatibel zu Arduino R3, sodass dessen Shield passen sollten. Ein Anschluss für Displays ist nicht vorgesehen.

Das FRDM-K64F kostet beim Distributor Farnell Element14 rund 23 Euro. Konkurrent Digikey ruft – zusammen mit Freescale – zum Entwicklerwettbewerb „Design with Freedom“ auf. Interessierte müssen bis zum 30. Juni ein Blockdiagramm ihrer Schaltung mit dem Online-Design-Werkzeug Scheme-it von Digikey erstellen und einreichen. In einer zweiten Phase sollen sie es dann wahlweise mit dem Webdienst PCBWeb oder ARMs mbed studio umsetzen. Inhaltlich gibt es keine Vorgaben, allerdings muss das Projekt mindestens ein Freedom-Board enthalten. Zusätzliche Freescale-Bauteile werden mit Extrapunkten belohnt. (bbe)

Haswell-Mini-PC

Auf der nur 14,6 cm × 10,2 cm großen Platine Wafer-ULT-i1 bringt IEI Technology einen kompletten Haswell-PC unter. Im Angebot sind vier verschiedene – von Intel eigentlich für Ultrabooks entwickelte – Dual-Cores vom Core i7-4650U (1,7 GHz) bis hinab zum Celeron 2980U (1,6 GHz). Als Kühlkörper dient der 3,5"-Rahmen, in den das Wafer-ULT-i1 eingebaut ist.

Bis zu 16 GByte Arbeitsspeicher nehmen zwei SO-DIMM-Fassungen auf. Für externe Anschlüsse ist nicht viel Platz. Reichen je 2 × USB 3.0 und Gigabit-Ethernet sowie 1 × RS-232 und VGA nicht, muss man per Adapter die internen Ports zugänglich machen: 3 × RS-232/422, 1 × PS2, 2 × USB 2.0. Das gilt auch für DisplayPort, DVI-D, LVDS und HDMI sowie die digitalen I/O-Pins. Fernwartungsfunktionen (IPMI 2.0) kann man über ein spezielles Modul namens Iris-1010 nachrüsten. Außerdem gibt es noch einen PCIe-Mini-Card-Steckplatz – etwa für WLAN oder UMTS.

Zur Versorgung reicht eine einzelne 12-Volt-Spannung, über die Leistungsaufnahme schweigt sich das Datenblatt aus und nennt lediglich die TDP des Prozessors von 15 Watt. Beim deutschen Distributor Comp-mall kostet der Wafer-ULT-i1 714 Euro. (bbe)

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