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Auszeichnung für Linus Torvalds

Linus Torvalds hat den Computer Pioneer Award 2014 erhalten. Die IEEE Computer Society lobte den Linux-Erfinder für seine „Pionierarbeit bei der Entwicklung des Linux-Kernels unter Einsatz des Open-Source-Entwicklungsmodells“. Der seit 1981 jährlich verliehene Preis ging zuvor unter anderem an den KI-Papst Marvin Minsky, die Unix-Erfinder Ken Thompson und Dennis Ritchie, den Informatiker Niklaus Wirth, den Erfinder der Maus Douglas C. Engelbart und den TCP/IP-Mitentwickler Robert E. Kahn. (odi)

LinuxTag schrumpft

Vom 8. bis 10. Mai fand in Berlin der LinuxTag 2014 statt – zusammen mit der Android-Entwicklerkonferenz Droidcon und erstmals in der Station Berlin. Dieser ehemalige Postbahnhof versprühte mehr Charme als die kühlen und nüchternen Hallen auf dem Messegelände Berlin der letzten Jahre, wo die weitläufigen Flure und Treppenhäuser die Konferenz-Stimmung schnell ruinierten.

Mit 109 Euro lag der Preis für ein Tagesticket weit über den 30 Euro des Vorjahres; am Community-Samstag betrug der Eintritt diesmal 10 Euro, ein Dreitages-Ticket schlug mit 150 Euro zu Buche. Insgesamt zählten die Organisatoren an den drei Tagen bei 1200 verkauften Ein- und Mehrtages-Tickets rund 3000 Besuche. Damit ist die Besucherzahl auf weniger als ein Viertel des LinuxTag 2012 geschmolzen. Die Veranstalter sind trotzdem zufrieden: Angesichts der in diesem Jahr vorgenommenen Neuausrichtung auf professionelle Besucher seien die „Erwartungen sogar übertroffen worden.“

Besucher bemängelten die Schlangen beim Einlass am ersten Tag der Konferenz. Für Kritik sorgte auch die schlechte Akustik in den fünf kleineren Vortragsräumen, die durch kahle Betonwände, offene Durchgänge zu den Fluren, Plastikstühle und Verteilerkästen teilweise Keller-Atmosphäre aufkommen ließen. Erstmals gab es auch Vorträge in den Abendstunden, deren Besuch kostenlos war und die trotz später Stunde noch so manchen Besucher lockten. (thl)

OpenBSD 5.5 mit 64-bittiger Systemzeit

Die neue Version 5.5 von OpenBSD behebt das Jahr-2038-Problem, das viele Unix-Versionen und auch 32-Bit-Linux betrifft: Die Systemzeit wird in Sekunden seit Beginn der (Unix-)Epoche (1.1.1970) gemessen und als vorzeichenbehafteter 32-Bit-Wert vom Typ time_t gespeichert, der am 19.1.2038 nach 2 147 483 648 Sekunden überläuft. In OpenBSD ist time_t jetzt 64-bittig definiert, was allerdings bei Anwendungen für Probleme sorgen kann. Das OpenBSD-Userland ist bereits durchgängig angepasst. Dazu kommen zahlreiche neue und verbesserte Treiber, aktualisierte Software sowie die Möglichkeit, OpenBSD skriptgesteuert zu installieren. (odi)

c’t Linux 2014: Programmieren, RasPi & Co.

Programmier-Praxis und der Einsatz günstiger ARM-Boards als sparsame Mini-Server sind die Schwerpunkte im Sonderheft c’t Linux 2014. Das Themenspektrum reicht von Netzwerk- über D-Bus- bis zur GUI-Programmierung mit C, Python und Bash, von einer Übersicht über günstige ARM-Boards bis zum Selbstbau von Mediacenter, NAS, Mail- und Printserver mit Raspberry Pi und Cubietruck.

Breiten Raum nimmt Know-how zu den Themen Netzwerk- und Systemverwaltung ein. Artikel beschreiben, wie man einen eigenen DynDNS-Dienst aufbaut und mit Kali Linux die Sicherheit eines Netzwerks testet, wie man einen TV-Server aufsetzt und versehentlich gelöschte Dateien unter Ext4 wiederherstellt; beschrieben wird auch, wie man bequem regelmäßig Backups erstellt sowie Treiber und Software so konfiguriert, dass Linux auf ultrahochauflösenden Displays gut aussieht. Sie erfahren zudem, wie Sie mit Thunderbird und PGP eine sichere Infrastruktur für verschlüsselte und signierte E-Mails schaffen, per Pipelight auf Online-Videotheken zugreifen und E-Books, Videos und Hörbücher auf dem Linux-Desktop verwalten.

Das c’t Linux 2014 hat 156 Seiten und kostet 9,90 Euro. Sie können es ab sofort versandkostenfrei unter shop.heise.de/ct-linux-2014 bestellen oder als E-Book für 8,99 erwerben. Ab dem 20. Mai erhalten Sie das Heft auch am Kiosk. (odi)

Sicherheitslücke in Ubuntu 14.04

Ein Programmierfehler ermöglicht es, den neuen Unity-Sperrbildschirm in Ubuntu 14.04 ohne Passworteingabe zu umgehen und so Zugang zum Desktop zu erlangen. Canonical hat inzwischen Updates ausgeliefert, die den Fehler beheben. Da die Installationsmedien nicht alle nötigen Korrekturen enthalten, sollte man nach einer Neuinstallation sämtliche Updates einspielen. (odi)

OpenMandriva Lx 2014.0

Neu in Version 2014.0 „Phosphorus“ von OpenMandriva Lx ist UEFI-Unterstützung, die den Entwicklern zufolge aber nur begrenzt getestet wurde. Als Desktop kommt ein angepasstes KDE 4.12.4 zum Einsatz, das um den Vollbild-Launcher Homerun erweitert wurde. Ein neuer Willkommensdialog soll die Ersteinrichtung erleichtern. Beim Systemstart setzt jetzt auch OpenMandriva auf Systemd. Die Anwendungen wurden durchgängig aktualisiert. (lmd)

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