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Hacken auf Knopfdruck

Rund drei Wochen vor der geplanten Veröffentlichung am 27. Mai hat Ubisoft eine nahezu fertige Version des Open-World-Spiels Watch Dogs präsentiert. Darin übernimmt der Spieler die Rolle eines Hackers, der mit seinem Smartphone auf Knopfdruck elektronische Geräte manipuliert. So schaltet er bei Verfolgungsjagden Ampeln auf Grün, lässt Gullideckel und Verteilerkästen explodieren und schnüffelt in fremden Smartphones. Das wirkt zwar unrealistisch, spielt sich aber flüssig.

Video: Watch Dogs, Ubisoft.

Die gezeigte PS4-Version überzeugte mit edler HD-Grafik (900p, 30 Hz) und spannend inszenierten Missionen. Anders als im Genre-Primus GTA V muss man nicht immer große Schießereien anzetteln, sondern das System von Sicherheitskameras möglichst geschickt ausnutzen. Da man Sichtkontakt benötigt, um eine Kamera oder ein elektronisches Schloss zu hacken, kann der Spieler in einer Stafette von Sicherheitskamera zu Sicherheitskamera springen, die Positionen und Wege der Wachen auskundschaften, Türen öffnen oder das Hauptstrom-Aggregat lahmlegen. Die Wachen scheinen nicht besonders schlau zu sein und lassen sich durch eine aufheulende Autoalarmanlage leicht ablenken.

Um die 39 Haupt- und 93 Nebenmissionen aufzulockern, hat Ubisoft verschiedene Mehrspieler-Varianten in den Solo-Modus integriert. So können Spieler an einer kostenlosen Tablet-Version verschiedene Positionen in der Stadt hacken und Spielern die Polizei auf den Hals hetzen. Um den Angriff abzuwehren, muss der Spieler die gehackten Orte in einem Autorennen abfahren. Konsolen- und PC-Spieler können aber auch direkt in das Spiel eines anderen eindringen und dessen Smartphone hacken. Der angegriffene Spieler hat dann eine Minute Zeit, im Pulk der computergesteuerten Stadtbewohner den Angreifer zu entdecken.

Die Versionen für PS3 und Xbox 360 sind gegenüber den Varianten für Windows, PS4 und XB1 nicht nur grafisch abgespeckt. Auf den alten Konsolen können Spieler im Mehrspielermodus die Stadt Chicago nicht frei erkunden oder in Teams gegeneinander antreten. Die Solo-Missionen sollen sich hingegen nicht unterscheiden. Ein Veröffentlichungstermin für die Wii U steht noch nicht fest. (hag)

Unreal Tournament 4 komplett kostenlos und PC-exklusiv

Die vierte Ausgabe des Multiplayer-Spiels Unreal Tournament soll komplett kostenlos erhältlich sein und von der Community mitentwickelt werden. Die fertige Version läuft exklusiv auf PC-Systemen mit Windows und Linux sowie unter Mac OS. Das kündigte das Studio Epic Games während einer Live-Videoübertragung am 8. Mai an.

Der Hersteller will bewusst auf Bezahlinhalte und Mikrotransaktionen verzichten, die gegen Bares einen spielerischen Vorteil bieten. Das Spiel sei „not free to play, just free“. Allerdings werde es einen Marktplatz geben, über den Modder und 3D-Künstler eigene Zusatzinhalte verkaufen können. Sie müssen von ihren Erlösen 50 Prozent abführen.

Bis das Spiel fertig ist, wird es noch viele Monate dauern – wenn nicht sogar Jahre. Die Entwicklung begann erst am 8. Mai und soll vollständig offen und transparent erfolgen. Jeder kann seine Ideen über speziell eingerichtete Foren einbringen (siehe c’t-Link). Eine kleine Gruppe von Unreal-Tournament-Veteranen bildet das Kern-Team, das via Twitch-Livestreams und ein Wiki über Fortschritte informieren will. Der Spiel-Code und die erstellten Inhalte sollen für registrierte Unreal-Engine-Entwickler über Github zugänglich sein.

In einigen Monaten soll es eine erste spielbare Version geben. Zunächst wollen die Entwickler eine einfache Deathmatch-Variante fertigstellen, die man dann Stück für Stück erweitert, bis die fertige Version steht. Epic legt dem Projekt die Unreal Engine 4 zugrunde, in die ständig Verbesserungen einfließen und von der bereits Techdemos ins Netz gelangt sind. Die komplexe Roadmap zur Engine-Entwicklung hat Epic erst vor Kurzem zugänglich gemacht. Registrierte Nutzer können für jeden einzelnen Punkt votieren. (mfi)

David allein zu Haus

Allein auf einem fremden Planeten, ohne zu wissen warum: Dieses Szenario entwirft Lifeless Planet und garniert es mit Rätseln, Jump’n’-Run-Einlagen und einer bizarren Geschichte. Plötzlich finden sich auf dem Planeten verlassene Hütten, Schriftstücke und Relikte aus Zeiten der Sowjetunion. Die ersten sechs Level sind bereits über das Early-Access-Programm spielbar, vermitteln eine schaurig-schöne Atmosphäre und machen Lust auf mehr. Das von nur einer Person, David Board aus Alaska, mit Hilfe von Blender und der Unity-Engine entwickelte Spiel erscheint am 6. Juni für knapp 13 Euro auf Steam. (mfi)

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