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Renovierte Suchmaschine DuckDuckGo

Die Suchmaschine DuckDuckGo.com schützt die Privatsphäre ihrer Nutzer, indem sie weder Suchbegriffe noch IP-Adressen speichert. Sie positioniert sich damit gegen Google, deren Suchmaschine aber mehr Funktionen bietet. Einiges hat DuckDuckGo jetzt nachgerüstet. Außerdem wurde die Oberfläche überarbeitet, um die Bedienung zu erleichtern. Die Site präsentiert sich nun aufgeräumt und modern. So werden zum Beispiel teilweise eingegebene Suchbegriffe automatisch vervollständigt.

Neu sind die Bilder- und die lokale Suche. Letztere greift auf Daten der Bewertungsplattform Yelp zurück. Die Ergebnisseite soll eine Karte zeigen, auf der gesuchte Positionen wie Läden oder Restaurants eingezeichnet sind. Bis Redaktionsschluss klappte das für deutsche Standorte noch nicht. (dbe)

Chrome 35 macht Entwickler froh

Nutzer ohne Touch-Display werden gar nicht bemerken, dass Chrome 35 Verbesserungen bei der Bedienbarkeit mitbringt. Doch unter der Haube hat sich mehr getan: 23 Sicherheitslücken wurden gestopft, es gibt neue JavaScript-Funktionen und zusätzliche APIs.

Die JavaScript-Neuerungen sind im ECMAScript-6-Standard beschrieben und umfassen zum Beispiel JavaScript-Promises, die asynchrone Programmierung durch klaren Code verbessern sollen. Mit WeakMap und WeakSet können Entwickler effiziente Datenstrukturen programmieren und Speicherlecks (Memory Leaks) vermeiden. Außerdem beherrscht Chrome nun CSS Font Loading zum Laden dynamischer Web-Fonts.

Etwas offensichtlicher sind die Neuerungen in den Mobil- und Linux-Versionen des Browsers. Bei letzterer löst Aura die bisherige Oberfläche GTK+ ab. Sie nutzt hardwarebeschleunigte Grafik besser. In der Mobilversion erscheint nach dem Schließen eines Tabs eine Schaltfläche, über die man den Vorgang rückgängig machen kann. Die Android-Version unterstützt außerdem Vollbild-Videos mit Untertiteln und HTML5-Kontrollelementen. Auch kann man Videos vom Smartphone per Chromecast auf TV-Geräten abspielen. (dbe)

Facebook: mehr Datenschutz, weniger Mobbing

Facebook geht ein wenig auf seine Kritiker zu und kümmert sich um die Probleme Datenschutz und Mobbing. Mitglieder, die nach der Registrierung ihr erstes Posting absetzen wollen, werden künftig aufgefordert, für diesen ersten Beitrag eine Zielgruppe auszuwählen. Tun sie das nicht, setzt Facebook den Adressatenkreis automatisch auf „Freunde“. Bisher erhielten erste Posts automatisch den Status „Öffentlich“, bis der Nutzer aktiv eingriff.

Außerdem hat Facebook ein neues Tool zur Kontrolle der Privatsphäre-Einstellungen angekündigt. Die Nutzer sollen damit „in mehreren Schritten prüfen“ können, an welche Zielgruppe sie ihre Beiträge richten, welche Apps sie nutzen und wie die Privatsphäre-Einstellungen der wichtigen Informationen in ihrem Profil aussehen. Die Privatsphäre-Einstellungen auf Facebook bleiben davon unberührt.

Das neue Portal „Mobbing stoppen!“ soll Opfern, Eltern und Lehrern sowie reuigen Tätern mit Informationen helfen. Facebook will damit dem Mobbing von Jugendlichen auf sozialen Plattformen vorbeugen – insbesondere auf Facebook selbst. Das Portal sei Ergebnis einer dreijährigen Zusammenarbeit von Facebook-Entwicklern und Experten des „Yale Zentrums für Emotionale Intelligenz“, teilte Facebook mit. (hob)

Mozilla wird Kopierschutz unterstützen

Auf wenig Begeisterung stieß die Ankündigung der Mozilla Foundation, den Multimedia-Kopierschutz Encrypted Media Extensions (EME) im Firefox-Browser zu implementieren. Mit diesem Standard will das W3C Streaming-Inhalte-Anbieter von Techniken wie Flash zu HTML5 locken. Die Mozilla Foundation ist der letzte große Browser-Hersteller, der seinen Widerstand gegen EME aufgibt, wie ihr Technik-Chef Andreas Gal betonte.

„Wir hätten es lieber gesehen, dass die Anbieter sich von der Verknüpfung ihrer Inhalte mit einem bestimmten Gerät verabschiedet und Alternativen entwickelt hätten“, sagte Gal. Stattdessen sei dies im EME-Vorschlag festgeschrieben. Da Google und Microsoft die Technik in ihren Browsern bereits einsetzen, liefen Firefox-Anwender Gefahr, DRM-geschützte Inhalte in Zukunft nicht mehr nutzen zu können. Anders als andere Browser werde Firefox aber keine Identifizierung (Fingerprinting) seiner Nutzer zulassen, sodass deren Privatsphäre geschützt bleibe, so Gal. (Christian Kirsch/ad)

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