Starthilfe

Handreichungen für optimales Medienstreaming

Praxis & Tipps | Praxis

Auf dem Smart-TV läuft das per IPTV bezogene HD-Programm wunderbar, aber auf dem Tablet ruckelt schon die SD-Version? Im ungünstigsten Fall ist die Hardware untauglich. Im besten Fall reichen wenige gezielte Handgriffe, damit alles rund läuft.

Wenn Internet-Videos holpern, kann das verschiedene Gründe haben: Mal ist schlicht der DSL-Anschluss zu langsam, dann klauen parallele Downloads Bandbreite und gelegentlich ist das WLAN überfordert. Mit systematischer Ursachenforschung rücken Sie den Problemen zu Leibe.

Videostreaming ist nicht gleich Videostreaming: Youtube, Vimeo, Mediatheken oder Internet-TV-Anbieter wie Zattoo & Co. liefern ihre Filme und Programme als simplen Download per HTTP aus. Live-TV über den Internet-Provider, wie es etwa die Telekom unter dem Namen Entertain anbietet, wird dagegen als UDP-Multicast verbreitet (siehe auch Seite 76). Der vermeintlich kleine Unterschied hat weitreichende Folgen.

HTTP-Streaming läuft per TCP als Punkt-zu-Punkt-Übertragung. TCP garantiert durch Quittungen und Prüfsummen, dass jedes Paket unverfälscht ankommt. Wenn gelegentlich ein Paket auf dem Weg verloren geht, muss der Player nur ein Quäntchen warten, bis die Wiederholung eintrudelt. Diese kurze Verzögerung gleicht die Videoplayer-Software durch Zwischenspeichern (Puffern) aus. Deshalb gibt es nach dem Videostart und bei gewollten Vorwärts- oder Rückwärtssprüngen ein paar Gedenksekunden.

Damit ein per HTTP übertragener Film ins Stocken gerät, muss auf der Internetleitung oder im (W)LAN schon allerhand passieren. Beispielsweise drängen Downloads von Betriebssystem-Updates den TCP-Stream an den Rand. Schauen Sie dann in den Einstellungen Ihres Routers nach, ob er Quality-of-Service-Funktionen bietet und aktivieren Sie diese [1]. Die Priorisierung bremst die Downloads gezielt, sodass die verzögerungsempfindlichen Datenströme Vorrang haben. ...

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  • Switches und Multicast
  • Halbe Wahrheit: Hier müssten auch Funknetze auf den hohen Kanälen auftauchen. Wenn der Client auch mit Tools wie InSSIDer oder Wifi Analyzer die eigene WLAN-Basis im 5-GHz-Band auf Kanal 112 nicht findet, liegt das an mangelhaften Treibern oder falscher Regionseinstellung. Nicht nur manche Android-Gadgets, sondern auch einige WLAN-Adapter für PCs ignorieren dann die in Europa erlaubten Kanäle 52 bis 64 und 100 bis 140.