Deutschland, deine Drohnen

ILA 2014: Vorspiel zur Drohnendebatte im Verteidigungsausschuss

Wissen | Hintergrund

Drohnen der Bundeswehr dienen bislang vor allem der Aufklärung. Künftig sollen „ferngesteuerte Luftfahrzeuge“ aber auch die eigenen Bodentruppen schützen. Und bis spätestens 2035 will man unbemannte Kampfflugzeuge einführen. Auf der Luftfahrtmesse in Berlin brachten Industrie und Militär Argumente in Stellung, die Ende Juni auch den Verteidigungsausschuss des Bundestages überzeugen sollen.

V or zwei Jahren war die Welt noch in Ordnung: Auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin gab es eine eigene „Drohnen-Plaza“, auf der alles versammelt war, was in der westlichen Welt an intelligenten Drohnen angeboten wurde. Auch der Euro Hawk, die damals größte Drohne, konnte in Berlin in Augenschein genommen werden – wenngleich nur als 1:1-Modell. Das Original stand in Manching bei München bereit, um das in Deutschland entwickelte Aufklärungsmodul ISIS (Integrated Signals Intelligence System) aufzunehmen und zu testen, was das System tatsächlich an „gegnerischen“ Signalen erfassen kann.

Doch diese SIGINT genannte Fähigkeit, etwa die Kommunikationsverbindungen prorussischer Separatisten in der Ukraine aufzuspüren und zu lokalisieren, wurde niemals ausreichend getestet. Denn nur wenige Wochen nach der ILA 2012 wurde bekannt, dass der Euro Hawk nur dann eine Flugzulassung erhalten könne, wenn weitere 500 bis 600 Millionen Euro investiert würden. ...

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