Computer be-greifen!

Informatik-Unterricht ab der Grundschule

Wissen | Hintergrund

PCs, Tablets und Smartphones sind im Leben der meisten Schüler allgegenwärtig. Großbritannien und Estland wollen dem jetzt gerecht werden. Jeder Schüler soll dort schon in der Grundschule Informatik lernen. Vermitteln lässt sich der abstrakte Stoff nämlich auch anschaulich: Schüler sortieren mit den Füßen und programmieren Roboter mit einer Bauklötzchen-Sprache.

Schon in der Grundschule lernen Schüler das menschliche Skelett und die Hauptstadt von Thüringen kennen. Sie ordnen die Position von Pronomen oder Planeten ein. Aber Informatik und Computer spielen kaum eine Rolle. In einer Welt, die grundlegend von Informationsverarbeitung geprägt ist, reicht es aber nicht, wenn man Geräte bedienen und Facebook, Google und Wikipedia aufrufen kann.

Wer aktuelle Technologien verstehen, produktiv nutzen und vielleicht sogar mitgestalten will, benötigt ein grundsätzliches Verständnis für die Art und Weise, wie die Welt der Computer funktioniert. Nur wer versteht, wie Computer „ticken“, kann auch morgen noch kompetent handeln. „Program or be programmed“ – der einfache Satz des Medientheoretikers Douglas Rushkoff bringt es auf den Punkt.

Vertreter der wissenschaftlichen Informatik betonen, dass ihre Disziplin mehr umfasse als nur das Programmieren. Informatikkenntnisse können auch beim Lösen von Problemen außerhalb der Informatik helfen, weil sie eine Reihe von Denkwerkzeugen vermitteln, die sich auf komplexe Probleme anwenden lassen.

Mehr noch: Wer lerne, wie ein Informatiker zu denken, könne diese Haltungen und Fähigkeiten in allen Lebensbereichen anwenden. Die amerikanische Computerwissenschaftlerin Jeannette  M. Wing prägte dafür den Begriff „Computational Thinking“, welches sie als vierte Grundfertigkeit dem Lesen, Schreiben und Rechnen hinzufügen möchte. ...

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