Handy erlaubt!

Smartphone & Co erobern das Klassenzimmer

Wissen | Hintergrund

Nach Note- und Netbooks und dem „Ende der Kreidezeit“ soll jetzt die Einrichtung von Tablet-Klassen die nächste Revolution im Klassenzimmer auslösen. Doch das bloße Vorhandensein digitaler Medien ändert Unterricht und Lernen nicht. Wohl aber können moderne Geräte neue Unterrichtsformen unterstützen und Schülern beim Lernen helfen – vorausgesetzt, sie werden systematisch eingeführt und mit Bedacht eingesetzt.

Morgens kurz vor acht: Laura aus der 9. Klasse sitzt auf dem Flur der Walter-Bader-Realschule in Xanten und beschäftigt sich mit ihrem Handy. An den meisten Schulen in Deutschland wäre dies ein Regelverstoß: Ein Lehrer müsste das Handy einsammeln, es gäbe ein Gespräch mit der Schulleitung, und im Wiederholungsfall müssten die Eltern in die Schule kommen.

Nicht so in Xanten und an einem Gymnasium in Moers. Die beiden Schulen erproben seit zwei Jahren den Einsatz privater digitaler Geräte im Unterricht. „Bring your own device“ (BYOD) heißt das Neudeutsch und meist bringen die Schüler ihre eigenen Smartphones mit. Aber auch private Tablets, Netbooks und Notebooks finden sich in den Pilotklassen der beiden Schulen.

„Der Umgang mit Medien ist jetzt viel entspannter, das ist einer der großen Vorteile des Projekts“, sagt Regina Schneider, Schulleiterin in Xanten. „Bei uns gab es früher ebenfalls ein Handyverbot“, schildert Wilhelm Derichs, stellvertretender Leiter des Gymnasiums in den Filder Benden in Moers. „Doch eine Durchsetzung kostet viel Kraft und ist zudem nur schwer zu vermitteln. Schließlich geht so ein Verbot ja an der Lebenswirklichkeit der Kinder vorbei.“ ...

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Weitere Bilder

  • Mit der speziell für Tablets entwickelten Software sketchometry können Schüler per Gestensteuerung geometrische Figuren skizzieren.

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