Trends & News | News

Modellieren mit Bildern

Consideo hat Version 5 seines Programms iModeler herausgebracht. Die Anwendung dient dazu, wechselseitige Abhängigkeiten der Einflussgrößen komplexer Systeme grafisch zu verdeutlichen – in Form von Erkenntnismatrizen oder Graphen. Bestimmt man die einzelnen Wechselwirkungen quantitativ, kann die Consideo-Software daraus zeitliche Entwicklungen errechnen und ebenfalls grafisch darstellen. Außer durch Textboxen und wenige Symbole lassen sich Knoten und Kanten eines Graphen neuerdings auch durch importierte Bilder kennzeichnen. Der erweiterte Model-Manager soll bestehende Modelle kopieren und als Teilmodelle in andere Modelle integrieren können. Außerdem ist es jetzt laut Hersteller möglich, auch isolierte Einzelfaktoren in einem Modell festzuhalten, um sie erst später durch konkrete Beziehungen einzubeziehen. Nicht zuletzt haben die Entwickler das Programm um zusätzliche Tutorials erweitert.

iModeler ist als Webdienst und als plattformunabhängige Java-Anwendung erhältlich. Der Webdienst kostet 120 Euro pro Jahr; für die Desktop-Version verlangt Consideo 295 Euro. Das Desktop-Programm lässt sich mit einer Upgrade-Garantie ausstatten. Sie kostet ebenfalls 295 Euro – allerdings für zwei Jahre. Dafür bekommt der Anwender stets die aktuellste Version im Download. Die Plus-Ausgabe des iModeler kostet jeweils das Doppelte der Standardversion. Sie beherrscht zusätzlich quantitative Analysen und Planspiele. (hps)

Layout mit Open Source

Die neu erschienene Version 1.4.4 der kostenlosen DTP-Software Scribus exportiert Layouts in den Druckstandard PDF/X-1a, lässt grafische Elemente auf Wunsch an Seitenrändern einrasten und soll besser mit den Transparenzen in TIFF-Bildern aus Photoshop klarkommen. Das Layoutprogramm unterstützt die Empfehlungen von OpenICC fürs Farbmanagement in vollem Umfang. Neben einer neuen Farbpalette speziell für geografische Darstellungen hat Scribus auch die CMYK-Palette der Newspaper Association of America für den Druck von Anzeigen mit an Bord. Doch das Scribus-Team widmet der Zeitungsproduktion noch mehr Aufmerksamkeit: Es arbeitet jetzt auch mit der Firma Software Consulting Services (SCS) zusammen, der Mit-Erfinderin der QuarkXTensions für den kommerziellen Scribus-Konkurrenten QuarkXpress. SCS will die Zeitungsproduktion mit Scribus durch ähnliche Plug-ins unterstützen, wie es sie auch bereits für Quark und Adobe InDesign gibt.

Scribus steht auf der Homepage des Projekts zum Download bereit. Es läuft nicht nur unter Windows, Mac OS X und Linux, sondern auch unter weniger verbreiteten Systemen wie OS/2 Warp 4, Solaris und diversen BSD-Varianten. Version 1.4.4 soll die letzte Ausgabe aus dem Entwicklungszweig 1.4.x sein. Fortan will sich das Team der Entwicklung von Ausgabe 1.6 widmen – eine Alpha-Version soll noch im laufenden Jahr erscheinen. (pek)

Wikis selbst gemacht

Mit der Windows-Anwendung Lexican wachsen heterogene Inhalte wie selbst geschriebene Texte, Bild- und Textdokumente, Tabellen und Querverweise zu themenbezogenen Wikiseiten zusammen. Hersteller vetafab hat die Business Edition – eine mehrbenutzerfähige Client-Server-Variante – nun in Version 5 vorgestellt. Sie kann einzelnen Beiträgen differenzierte Nutzerrechte aus einem Active Directory zuweisen und beherrscht die Versionierung von Artikeln. Als Ergänzung hat der Hersteller Version 2 des Zusatzmoduls +Web angekündigt. Damit soll sich Lexican auch via Webbrowser abfragen lassen.

Alle Lexican-Ausgaben beherrschen Volltextsuche, mehrdimensionale Gliederung und Schlagwortverwaltung. Außerdem können sie Artikel in die Formate TXT, DOC, DOCX, RTF, PDF und HTML exportieren.

Lexican 5.0 Business läuft auf Windows Server ab 2003 und auf Windows ab Vista; der Betrieb des Moduls +Web 2 setzt den Microsoft IIS ab Version 6 voraus. Für die Basislizenz verlangt vetafab 200 Euro. Pro Anwender kostet die Software zusätzlich 40 bis 140 Euro – je nachdem, ob nur Lese- oder auch Schreibrechte gewünscht sind und ob die Zugänge für namentlich genannte Nutzer oder für die Zahl gleichzeitiger Sitzungen gelten.

Für maximal 30 Artikel pro Wissensgebiet bietet der Hersteller das kostenlose Lexican Standard an; die Pro-Edition für 40 Euro verwaltet auch größere Wikis. Beide sind Einzelplatzversionen und laufen auf Windows ab XP. (hps)

Artikel kostenlos herunterladen

weiterführende Links

Anzeige
Anzeige