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Viele Löschanträge an Google

Die Möglichkeit, alte Suchergebnisse mit unangenehmen Fakten aus der Vergangenheit bei Google tilgen zu lassen, stößt bei EU-Bürgern auf großes Interesse. Rund zwei Wochen nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH, Az. C-131/12) richtete Google ein Verfahren ein, mit dem Betroffene online Löschanträge stellen können (Formular siehe c’t-Link). Die Antragssteller müssen ihre Forderung zu jedem Link begründen und sich mit der Kopie eines Lichtbildausweises identifizieren. Damit will Google Missbrauch verhindern, etwa wenn Mitbewerber die Seiten ihrer Konkurrenten verschwinden lassen wollen.

Innerhalb der ersten vier Tage gingen bei Google 41 000 Anträge auf Löschung von Suchergebnissen ein. In der Spitze waren es 20 Anträge pro Minute, berichtete ein Google-Sprecher. Der Konzern kündigte an, jede Anfrage individuell zu prüfen und dabei zwischen den Datenschutzrechten des Einzelnen und dem Recht der Öffentlichkeit auf Auskunft und Informationsweitergabe abzuwägen.

Kritik hatte es an der ursprünglichen Vorgabe von Google gegeben, die Identität des Antragsstellers mittels einer Kopie beispielsweise des Personalausweises oder des Führerscheins nachzuweisen. Der Hamburger Datenschutzbeauftragte hatte darauf hingewiesen, dass die Speicherung von Personalausweisdaten durch Unternehmen aufgrund gesetzlicher Bestimmungen nicht zulässig sei. Daraufhin änderte Google umgehend die Vorgaben auf dem Formular und verlangt seither nur noch die „Kopie eines identifizierenden Dokuments“. Grundsätzlich gilt das Urteil für alle Internet-Anbieter; auch andere Suchmaschinenbetreiber müssen Kunden eine vergleichbare Löschmöglichkeit bieten.

Wie lange es dauert, bis ein Link tatsächlich aus der Suchmaschine verschwindet, war bis Redaktionsschluss unklar. Google wird einigen Aufwand treiben müssen, um die große Zahl der Löschwünsche inklusive Einzelfallprüfung zeitnah umzusetzen. Ob das derzeitige Verfahren die Auflagen des EuGH erfüllt, werden Datenschutzbehörden und Gerichte entscheiden müssen. (uma)

Chrome als 64-Bit-Version für Windows

Google hat eine 64-Bit-Version seines Web-Browsers Chrome bereitgestellt. Diese soll insbesondere bei Grafik- und Multimediainhalten spürbar schneller laufen als die 32-Bit-Fassung. Laut Google liegt die Leistungssteigerung durch die Nutzung von Prozessor- und Compileroptimierungen bei 25 Prozent. Der Browser kann neue Sicherheitsfunktionen des Betriebssystems nutzen, etwa den verbesserten Speicherverwürfler ASLR in Windows 8. Außerdem soll er seltener abstürzen als die 32-Bit-Version, was auch die Sicherheit verbessert. Bis zum Redaktionsschluss war die neue Version nur als Beta-Version in den sogenannten Canary- und Dev-Channels verfügbar. Wann es eine erste Version im Stable Channel gibt, teilte Google bislang nicht mit. (jo)

Vodafone bietet günstigen EU-Tarif an

Vodafone bietet eine neue Tarifoption an, die „ReiseFlat Plus“. Sie gilt in der EU sowie der Schweiz und der Türkei für die Tarife Red XS, S, M und L. Für pauschal 3 Euro am Tag können die Nutzer ihre Flatrate wie im Inland ausschöpfen. Buchen lässt sich die Option per SMS an die Kurzwahl 70127 mit dem Text „Flat“ oder telefonisch unter der Kurzwahl 70127. Die Flat wird nur so lange aktiv, wie sich der Kunde im Ausland aufhält.

Für Vertragskunden ohne Red-Tarif bietet Vodafone das „ReisePaket Plus“ an. Für ebenfalls 2,99 Euro am Tag bekommt der Kunde 50 Gesprächsminuten, 50 SMS und 50 Megabyte Datenvolumen. Für Tablets und Notebooks gibt es die „WebSessions International“ zum gleichen Preis mit 100 Megabyte Datenvolumen für 24 Stunden. Die Buchung erfolgt online über http://center.vodafone.de. (uma)

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