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VDSL-Router mit Vectoring

Mit der neuen Router-Serie Vigor2760-Delight bekommen VDSL-Kunden, auf deren Leitung schon Vectoring aufgeschaltet ist, eine Alternative zu Fritzboxen. Die Delight-Router schaffen im Downstream bis zu 100 MBit/s und in Gegenrichtung maximal 40 MBit/s. Sie beherrschen IPv6 und VLAN-Tagging, sind damit am VDSL-Netz der Telekom ohne Einschränkungen nutzbar und sollen auch Entertain-IPTV per Multicast ins interne Netz weiterreichen.

Einer der vier Gigabit-LAN-Ports lässt sich zum WAN-Port umschalten, sodass der Router zusätzlich ein externes Modem nutzen kann. An einen der zwei USB-Anschlüsse kann man einen Mobilfunk-Stick für Load Balancing oder Fallback bei VDSL-Ausfall stecken. Das WLAN-Modul funkt im 2,4-GHz-Band mit maximal 300 MBit/s brutto (IEEE 802.11n-300); es soll auch die für ruckelfreies IPTV im WLAN nötige Multicast-to-Unicast-Umsetzung beherrschen (siehe Seite 76). Die Delight-Router kosten zwischen 125 Euro (UVP, ohne WLAN und VoIP) und 203 Euro (mit WLAN und VoIP). (ea)

cFosSpeed schaltet Virtual WiFi ein

Die neue Version 9.62 des Windows-Netzwerktreibers cFosSpeed bringt unter anderem eine neue Kontextmenü-Option mit, über die sich Microsofts Virtual-WiFi-Funktion schneller aktivieren lässt als über die eingebauten Windows-Funktionen. Der Treiber analysiert dann den durchgehenden WLAN-Verkehr und priorisiert ihn entsprechend den Einstellungen des Nutzers. So lassen sich zum Beispiel Streaming-Verbindungen für Musik oder Filme gegenüber anderen IP-Paketen bevorzugen und damit ruckelfrei halten (siehe auch Seite 70 ff.).

Mit Virtual WiFi lässt sich ein geeigneter WLAN-Adapter nicht nur als Client für die Verbindung zu einem WLAN-Router nutzen, sondern gleichzeitig auch als Access Point. So kann man PCs mit Windows 7, 8 und 8.1 etwa als WLAN-Router nutzen, um beispielsweise das Internet aus einem Hotel-Funknetz an andere Geräte weiterzugeben. cFosSpeed ist ein Netzwerk-Treiber, der IP-Pakete priorisiert, um die Latenz zu minimieren und die Qualität zeitkritischer Dienste zu bessern. Weil er auch in die IP-Pakete hineinschaut, kann er beispielsweise zwischen gewöhnlichen HTTP-Downloads und HTTP-verpackten YouTube-Videos unterscheiden und Letztere gezielt höher priorisieren. cFosSpeed kostet 25 Euro. (dz)

Router mit schnellem WLAN

Router mit der aktuell schnellsten WLAN-Variante IEEE 802.11ac schaffen im 5-GHz-Band maximal 1300 MBit/s brutto. Im angestammten WLAN-Band bei 2,4 GHz übertragen sie normkonform bis zu 450 MBit/s, was marketingtechnisch zusammen 1750 MBit/s ergibt. Mit Broadcoms proprietärer TurboQAM-Modulation kommen Geräte etwa von Asus oder Netgear bei 2,4 GHz noch etwas höher auf 600 MBit/s, was man aber nur mit kompatiblen Adaptern nutzen kann und wenig Nutzen bringt (c’t 23/13, S. 73).

In diese „AC1900“-Klasse reiht D-Link sein neues Modell DIR-880L ein. Es besitzt die üblichen 5 Gigabit-Ethernet-Ports für WAN und LAN sowie je einen USB-3- und USB-2-Anschluss. Der Router lässt sich per Cloud und App fernsteuern. Er unterscheidet sich von den anderen AC1900-Routern durch die sonst nur bei Firmen-APs übliche Funktion Band Steering. Mit ihr kann das Gerät dualband-fähige WLAN-Clients auf das jeweils bessere Funkband lotsen, um den Verkehr gleichmäßig zu verteilen. Der DIR-880L soll ab sofort für 180 Euro zu haben sein.

Asus setzte nun zur Computex eins drauf: Der angekündigte RT-AC3200 enthält gleich drei Funkmodule, von denen zwei nach IEEE 802.11ac im 5-GHz-Band parallel arbeiten und eines 2,4-GHz-Clients bedient. Damit resultieren als Summendatenrate die namengebenden 3200 MBit/s brutto. Ein einzelner WLAN-Client bekommt aber trotzdem maximal 1300 MBit/s brutto. Die sonstige Ausstattung entspricht der AC1900-Klasse. Der RT-AC3200 soll im dritten Quartal in Nordamerika und in Asien auf den Markt kommen. Wann er in Europa zu haben sein wird, ist ebenso offen wie der Preis. (ea)

Mailtransport-Absicherung per DANE

Die DANE-Technik, mittels der Mail-Server bei der TLS-verschlüsselten Mail-Übertragung gegenseitig ihre Authentizität sicherstellen können, gewinnt langsam an Verbreitung. Nachdem das Verfahren zu Beginn des Jahres im Message Transfer Agent Postfix implementiert worden war, hatte es der kleine Berliner Mail-Provider Posteo als Erster aufgesetzt. Es folgten Mailbox.org und Mitte Mai überraschenderweise auch der Bund mit seiner Domain bund.de.

DANE (DNS-Based Authentication of Named Entities) beseitigt Schwachstellen der üblichen Transportverschlüsselung TLS und erhöht so die Sicherheit bei der Übertragung von E-Mails und auch beim Zugriff auf Webseiten. Prinzipiell wäre auch eine Absicherung über ein proprietäres Verfahren möglich, das die Initiative „E-Mail made in Germany“ einsetzt. Fachleute wie Peter Koch vom DENIC tadeln diese Technik jedoch, weil sie offene, umfassende Sicherheitskonzepte bremsen.

bund.de sichert in einem ersten Schritt den kompletten Mail-Verkehr per DANE ab und zusätzlich HTTP-Zugriffe auf bsi.bund.de. Ob und wann weitere Domains hinzukommen, ist offen. Das Portal bündelt unter anderem Stellenangebote der Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltung, Ausschreibungen, Leistungsangebote und andere Angebote des Bundes. (dz)

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