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Smartphone mit mehr als Full-HD

LGs Smartphone G3 quetscht 2560 × 1440 Pixel auf ein 5,5-Zoll-Display (538 dpi). Full-HD war bislang die Obergrenze bei Smartphones. Eine weitere Besonderheit ist die 13-Megapixel-Kamera auf der Rückseite: Sie nutzt zur Abstandsmessung des Autofokus einen Laser und soll so schneller und präziser fokussieren. Zusätzlich gibt es einen optischen Bildstabilisator, der verwackelten Aufnahmen vorbeugen soll. Die Fotoleuchte mit zwei LEDs mit unterschiedlicher Farbtemperatur passt ihren Farbton an das Umgebungslicht an. So sollen Farben auch bei künstlichem Licht natürlich abgelichtet werden. Um die Frontkamera mit 2 Megapixeln auszulösen, reicht eine leichte Handbewegung des Nutzers aus – beispielsweise eine geballte Faust.

Die Quad-Core-CPU Qualcomm Snapdragon 801 taktet mit bis zu 2,45 GHz. Je nachdem, ob man sich für das G3 mit 16 oder 32 GByte Flash-Speicher entscheidet, ist der Arbeitsspeicher 2 oder 3 GByte groß. Der MicroSDXC-Slot unterstützt theoretisch Speicherkarten mit bis zu 2 TByte, im Handel gibt es bislang aber nur Karten mit maximal 128 GByte. Daten funkt das G3 per 801.11ac-WLAN (2,4 und 5 GHz), Bluetooth 4.0 LE, NFC und LTE. Auch die Sprachübertragung über LTE (VoLTE) funktioniert. Der 3000 mAh fassende Akku ist wechselbar und lädt drahtlos nach dem Qi-Standard.

LG-typisch sitzen der Einschaltknopf und die Lautstärketaste auf der Rückseite. Um das Display zu entsperren, kann man auch mit dem Finger auf die Front klopfen. Als Betriebssystem läuft das aktuelle Android 4.4 mit eigener Bedienoberfläche. Das Plastikgehäuse im Metall-Look ist wahlweise weiß, schwarz oder gold. Die Preise für das LG G3 beginnen bei 550 Euro für die Variante mit 16 GByte internem Speicher, die Version mit doppelt so viel Speicher soll 600 Euro kosten. Wann das Smartphone in Deutschland auf den Markt kommt, sagte der Hersteller noch nicht. (hcz)

Samsung: Tizen ersetzt Android

Samsung versucht, auf Mobilgeräten Googles Android mit dem eigenen Betriebssystem Tizen zu ersetzen. Das nun vorgestellte Samsung Z ist das erste Smartphone, das Tizen als Software nutzt. Angetrieben wird es von einem Quad-Core-Prozessor mit 2,3 GHz. Ob es sich um einen Snapdragon 800 von Qualcomm oder einen Intel Atom handelt, ist bislang unklar. Außerdem sind 2 GByte Arbeitsspeicher, 16 GByte interner Flash-Speicher und ein MicroSDXC-Slot vorhanden. 1280 × 720 Pixel zeigt das 4,8 Zoll große AMOLED-Display. Die Funkausstattung besteht aus LTE bis 150 MBit/s, 11n-WLAN (2,4 und 5 GHz), Bluetooth 4.0 LE und NFC. In der Menütaste an der Front steckt ein Fingerabdruckscanner und auf der Rückseite ein Pulsmesser. Die Hauptkamera macht Bilder mit 8 Megapixeln. Das wahlweise in Schwarz oder Gold erhältliche Telefon wiegt 136 Gramm und ist 8,5 Millimeter dick. Es soll ab dem 3. Quartal erst einmal in Russland erhältlich sein, weitere Regionen sollen später folgen. Zum Preis äußerte sich der Hersteller bislang nicht.

Außerdem erhält Samsungs Smartwatch Galaxy Gear ein Upgrade von Android auf Tizen. Die Gear 2 und Gear 2 Neo liefen schon bei Auslieferung mit diesem Betriebssystem, die Gear bislang mit Android. Mit Tizen soll die Uhr länger mit einer Akkuladung durchhalten und schneller reagieren. Ein neuer Media Player spielt auch Musik aus dem internen Speicher. Optisch unterscheidet sich das System nicht. Installieren kann man die Aktualisierung nur über die PC-Software Kies. Apps, die nicht für Tizen angepasst sind, funktionieren danach nicht mehr. (hcz)

Smartphone-Notizen

Google hat Android 4.4.3 für seine Nexus-Smartphones und -Tablets veröffentlicht. Das Update beinhaltet zahlreiche Bugfixes für Verbindungsprobleme und die Nexus-5-Kamera sowie eine neue Telefon-App. Per Direkt-Download auf das Gerät (OTA) gibt es das Update für das Nexus 4, 5, 7 (2012 und 2013) und 10.

Motorola schließt seine Fabrik in Texas. Das dort gefertigte Smartphone Moto X verkaufe sich nicht gut genug. Das Werk wurde erst vor einem Jahr eröffnet und beschäftigt noch rund 700 Mitarbeiter – vor einem Jahr waren es 3800. Motorola und Google feierten die Fabrik als ein Leuchtturm-Projekt zur Rückkehr der Elektronik-Branche in die USA. Schätzungen zufolge kostete die Produktion in Amerika pro Gerät 4 US-Dollar extra.

Der Bremer Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) will dem Diebstahl von Mobiltelefonen einen Riegel vorschieben. Zur Innenministerkonferenz will er hierfür eine zentrale IMEI-Datenbank vorschlagen, in der die Gerätenummern gestohlener Geräte erfasst werden. Die Mobilfunk-Provider sollen verpflichtet werden, Geräte mit diesen Nummern nicht in ihr Netz zu lassen.

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