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Gaming-Maus mit 14 Tasten

Gaming-Spezialist Roccat hat auf der Computex die Maus Tyron vorgestellt. Deren Laser-Sensor tastet die Oberfläche mit bis zu 8200 dpi ab. Die Gaming-Maus ist ein ziemliches Ungetüm: Die rechte und linke Maustaste wird von je zwei Zusatztasten flankiert; über dem Rollrad liegt ein Wippschalter. Der Daumen hat Zugriff auf insgesamt vier Tasten, die um einen analogen Zweiwegeschalter gruppiert sind. Dieser „X-Celerator“ soll sich in Spielen als Schubregler konfigurieren lassen.

Die Maus wird in einer schwarzen und einer weißen Variante verfügbar sein. Die Beleuchtung des Rads lässt sich ebenso wie ein um den Mausboden herumgeführter Lichtstreifen in der Farbe anpassen. Alle Einstellungen werden in einen mit 576 KByte großzügig bemessenen On-Board-Speicher geschrieben. Die Maus soll Ende August für 100 Euro in den Handel kommen. (ghi)

Schnellere und stabilere Spiele mit Unity 4.5

Unity Technologies hat Version 4.5 seiner Spiele-Entwicklungs-Umgebung Unity veröffentlicht, die 450 Fehler beseitigt und auf aktuellen iOS-Geräten die Programmierschnittstelle Open GL ES 3.0 nutzen kann. Dank eines modularen Aufbaus sollen Szenen schneller laden und Shader sich schneller importieren lassen. Überarbeitete Fehlermeldungen vereinfachen das Debuggen der Shader.

Der neue Modul-Manager aktualisiert einzelne Teile einer Unity-Installation, ohne eine komplett neue Version einspielen zu müssen. So lassen sich beispielsweise Module für die Unterstützung von Android, BlackBerry, iOS und Windows Phone 8 einzeln auffrischen.

Die Physik-Engine für 2D-Spiele soll nun ähnlich gute Effekte wie die 3D-Engine erzielen. Mit der kostenpflichtigen Pro-Version kann man DirectX-11-Spielen sogar noch einen 3D-Stereo-Modus hinzufügen. Bevor das große Update auf Version 5 erscheint (Termin noch unklar), will Unity noch Version 4.6 veröffentlichen, mit der sich hübschere Menüs in Spielen gestalten lassen. Einen Einsteiger-Workshop in die Programmierung mit Unity lesen Sie ab Seite 170 in diesem Heft. (Julia Schmidt/hag)

Apple enthüllt eigene 3D-Grafikschnittstelle

Apple hat für seine Mobilgeräte eine eigene 3D-Schnittstelle namens Metal angekündigt. Sie soll im Vergleich mit dem Quasi-Standard OpenGL ES eine hardwarenahe Programmierung ermöglichen, wie sie etwa bei Spielkonsolen oder AMDs Mantle-Schnittstelle für PC-Spiele üblich ist. Metal ist im Mobilbetriebssystem iOS 8 integriert, das Apple ab Herbst 2014 veröffentlichen will, und ist nur auf SoC-Kombiprozessoren der Serie A7 und neuer lauffähig.

Neben dem geringeren Overhead verspricht Apple bis zu zehn Mal so hohe Draw-Call-Raten im Vergleich mit OpenGL ES. Metal unterstützt auch GPGPU-Berechnungen, vorkompilierte Shader und bietet verbessertes Multithreading. Dadurch lassen sich detailliertere Spiele auf iPad und iPhone darstellen. Die wichtigsten 3D-Engines sollen Metal unterstützen, nämlich Unity, die CryEngine, Frostbite und die Unreal Engine 4.

Apple zeigte auf seiner Entwicklerkonferenz bereits eine angepasste Version des EA-Spiels Plants vs. Zombies, das auf einem iPad über 1,3 Millionen Dreiecke pro Szene zeigte und durch Postprocessing-Effekte wie Tiefenschärfe glänzte. Es lief auf der Frostbite-Engine direkt via Metal. Die gleiche Engine kommt etwa für Battlefield 4 zum Einsatz. Crytek soll laut Apple für einige Spiele bereits 4000 Draw Calls pro Frame schaffen. Epic-Gründer Tim Sweeney zeigte eine mit der Unreal Engine 4 realisierte Metal-Live-Demo „Zen Garden“, deren Detailgrad Konsolenqualität erreichte – allerdings nur mit einer beschränkten Szene ohne weitere Berechnungen, wie für Charaktere, künstliche Intelligenz und Co. Wenn Metal zusammen mit iOS 8 im Herbst erscheint, soll es die Zen-Garden-Demo kostenlos im AppStore geben. (mfi)

Surreales Schleichspiel

Mit seiner surrealen, düsteren Atmosphäre fällt Tangiers aus dem Rahmen üblicher Schleichspiele. Die beiden britischen Entwickler huldigen nicht nur mit ihrem Studionamen Andalusian dem Hund von Dalí und Buñuel, sondern setzen deren surreale Absurditäten in kontraststarken Bildern um, die die Ästhetik des Film Noir aufgreifen. Ein erster Trailer lässt auf eine ungewöhnliche Thief-Adaption hoffen, die noch in diesem Jahr für Linux, Mac OS X und Windows erscheinen soll. (hag)

Nvidia integriert Frameratenzähler in Treiber-Tool

In die jedem GeForce-Treiber beiliegende Gamer-Software GeForce Experience hat Nvidia mit Version 2.1 einen Frameratenzähler integriert. Er zeigt die Bildrate während des Spielens an, erscheint aber nicht auf Screenshots oder beim Live-Streaming ins Netz. Für letzteres hat Nvidia eine Push-to-Talk-Funktion zum einfachen Kommentieren von Spielen hinzugefügt. Außerdem lassen sich Spiele nun mit einer Auflösung von bis zu 2560 × 1600 Bildpunkten aufnehmen. (mfi)

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