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Bonjour konfiguriert und findet Geräte im Netz

Wissen | Know-how

Apple-Nutzer machen sich schon lange keine Gedanken mehr darüber, warum iTunes-Mediatheken, Drucker und Partner in Multiplayer-Spielen automatisch auf ihren Geräten auftauchen – es funktioniert einfach. Bonjour heißt die Technik, die im Hintergrund Dienste bekannt macht, aber noch weitaus mehr kann. Sie steht übrigens auch unter Windows und Linux zur Verfügung.

Bonjour löst gleich drei zentrale Probleme, mit denen sich Nutzer in lokalen Netzwerken (Local Area Network, LAN) herumschlagen müssen: Es vergibt IP-Adressen an Geräte, macht diese über leicht merkbare Namen ansprechbar und präsentiert den Nutzern Dienste im LAN, die sie sofort verwenden können. Das alles geschieht automatisch im Hintergrund, ohne dass zusätzlicher Konfigurationsaufwand oder ein zentraler Server (oder gar mehrere) notwendig wäre. Bonjour ist eine Implementierung des nie fertig gewordenen Standards Zeroconf. Apple löst damit das Versprechen ein, komplizierte Technik unter der Oberfläche verschwinden zu lassen, damit auch unbedarfte Anwender sofort spielen, drucken und arbeiten können.

Die drei genannten Bereiche sind voneinander unabhängig und greifen nur bei Bedarf ineinander. So ist etwa davon auszugehen, dass in den allermeisten LANs ein DHCP-Server IP-Adressen zuweist. Nur bei einem Ausfall oder Konfigurationsfehler springt Bonjour ein und regelt die automatische Auswahl sogenannter Link-Local-Adressen, damit die betroffenen Geräte zumindest untereinander kommunizieren können. Diese Komponente ist also eher als Sicherungsnetz zu verstehen, das im Notfall oder bei einer spontanen Vernetzung weniger Geräte unbemerkt und unbedankt aushilft. ...

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