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Echtzeit-Gewitter

www.lightningmaps.org

Dank des Niederschlagsradars in diversen Wetter-Apps kann jeder recht genau abschätzen, ob ihm beispielsweise eine Regenfront den Grillabend vermiesen wird. Wie heftig ein Gewitter wütet, lässt sich aber nicht ermitteln. Hier springt nun das Projekt Blitzortung.org ein: Auf seinen Lightningmaps blendet es mit wenigen Sekunden Verzögerung registrierte Blitze in Google-Landkarten ein. Neu gemessene Entladungen flackern kurz auf, sodass beim Betrachter der faszinierende Eindruck entsteht, das Unwetter in Echtzeit zu beobachten. Hinter Blitzortung.org steht eine eifrige internationale Community, deren Mitglieder mit selbst gebauten Sensoren elektrische Entladungen in der Atmosphäre messen, mit einem mikrosekundengenauen Zeitstempel versehen und an einen zentralen Server schicken. Schon länger lassen sich diese Daten zeitversetzt abrufen. Ein Blick ins Archiv offenbart beispielsweise, dass die Monate Juli und August in jedem Jahr mit Abstand die gewitterreichsten in Europa sind. (hob)

Kino statt Strand

www.filmvorfuehrer.de

Sommerzeit ist Kinozeit! Denn es lässt sich prima aus der Hitze in die dunkle, klimatisierte Gemütlichkeit einer Filmvorstellung fliehen. Wer vor oder nach dem Kinobesuch gerne über die Technik hinter dem Zuschauerraum philosophiert, der wird möglicherweise im Filmvorführerforum fündig. Hier tauschen sich hauptberufliche Filmvorführer, aber auch Heimkino-Enthusiasten über Kinotechnik, Filmkopien und den Gebrauchthandel aus. Auch wer eine eigene Existenz als Kinobetreiber starten oder in der Branche arbeiten will, kann sich hier in die Materie einlesen und Kontakte aufbauen. Bildergalerien laden überdies zum Schwelgen in nostalgischer Analogtechnik ein. (fkn)

Eine Online-Ausstellung von Street Art

https://streetart.withgoogle.com/de/#home

http://rebelart.net

www.facebook.com/StreetArtGermany

Street Art lässt sich am kürzesten als Kunstform beschreiben, die sich kreativ mit der Umwelt und dem öffentlichen Raum auseinandersetzt. In den 1970er Jahren sprayten die ersten Graffiti-Künstler in New York und anderen Städten ihre Tags auf Wände und U-Bahnen. Daraus entstand eine weltweite Strömung, die sich in den verschiedenen Metropolen weiterentwickelte, mit den unterschiedlichsten Techniken und Ausdrucksformen.

Auch wenn Stadtverwaltungen heute schon mal Flächen für Graffiti- und andere Street-Art-Künstler bereitstellen: In aller Regel findet Street Art subversiv statt; Künstler fragen nicht um Erlaubnis, wenn sie ein Werk veröffentlichen. Das und die Tatsache, dass Street Art im öffentlichen Raum stattfindet, hat zur Folge, dass sie vergeht: Kunstwerke verfallen oder werden mutwillig zerstört.

Google möchte jetzt ausgewählte Werke für die Nachwelt erhalten. Dazu hat es mehr als 5000 größtenteils sehr hochauflösende Bilder von Street-Art-Kunstwerken aus aller Welt in seine Kunstsammlung Cultural Institute aufgenommen, die zuvor nur Bilder aus Museen zeigte. Der Besucher kann sich dort durch mehr als 100 Street-Art-Galerien klicken. Zur Entstehung einiger Kunstwerke finden sich Hintergrundinformationen und Videos. Per Hashtag #streetartproject können Nutzer außerdem Teil des Projekts werden und Bilder aus ihrem Umfeld beisteuern.

Wer Geschmack an Street Art gefunden hat, findet auf rebel:art mehr. Die Site ist „der persönliche Blog von Alain Bieber und ein Zettelkasten für alle Culture Jammer & Adbuster, Hacktivisten & Net Aktivisten, Street Artists & Street Vandalen, Post-Dadaisten & Retro-Neoisten, notorische Nervensägen & subversive Störenfriede“. Kunst in deutschen Straßen findet sich auf der Facebook-Seite StreetArt in Germany. (jo)

Hype-Videos

Am Abend des 31. Mai 2014 wurde Malcolm Fox überfallen, als er in der Nähe von Kapstadt auf der Mountainbike-Tour die falsche Abzweigung genommen hatte. Die mit Pistole und Messer bewaffneten Räuber nahmen im sein Smartphone und sein Fahrrad, übersahen aber die laufende GoPro-Actioncam in seinem Helm. Mit dem Filmchen schnappte die Polizei später die Räuber. Bei YouTube wurde der gefilmte Überfall sofort zum Hit, kritische Stimmen bemängelten aber, dass er Vorurteile schüre, weil die Räuber schwarze Männer waren, das Opfer aber ein Weißer. http://youtu.be/ECs8ZrmH8D8 (0:59, englisch)

Was tut man, wenn man die ganze Nacht am Flughafen Las Vegas warten muss? Klar: Man nutzt die Kulisse und dreht ein Musikvideo mit seinem iPhone. Richard Dunn hat sich Celine Dions Schmachtfetzen „All By Myself“ heruntergeladen und neu bebildert. Er singt hinter dem Check-in-Schalter, auf der Rolltreppe, und sogar in den Frauentoiletten – es ist ja sonst niemand hier. Am 6. Juni ist sein Werk entstanden, eine Woche später war es bei Vimeo bereits vier Millionen Mal abgerufen worden. http://vimeo.com/97634383 (5:19, englisch)

Just am ersten Tag der Fußball-WM in Brasilien setzten die subversiven Elektro-Punker von Deichkind einen aufregenden Kontrapunkt. In ihrem Song „Ich habe eine Fahne“ verspotten sie zusammen mit „Das Bo“ Patriotismus und Kommerzialisierung rund ums Event. Im toll gemachten Video sind – nicht immer echte – Köpfe in Panini-Sammelalben zu sehen. Die Komiker von Monty Python kommen darin genauso vor wie Star-Wars-Figuren und Edward Snowden. http://youtu.be/T9oo7wb7cw8 (3:38)

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