Kubisch, praktisch, gut

Vier 3D-Drucker unter 700 Euro

Test & Kaufberatung | Test

Wer in der Vergangenheit zu einem günstigen 3D-Drucker gegriffen hat, sparte nicht nur beim Geld, sondern oft auch bei der Zuverlässigkeit. Einige der aktuellen Einsteigermodelle müssen sich aber nicht mehr hinter deutlich teureren Geräten verstecken.

Wir haben uns vier der günstigsten aktuell erhältlichen Consumer-3D-Drucker angesehen. Der Einstieg in die Technik beginnt bei 375 Euro, das teuerste Gerät im Test kostet „nur“ 700 Euro. Damit sind diese 3D-Drucker deutlich billiger als die in den vergangenen Ausgaben getesteten Geräte der 2000-Euro-Klasse wie FabbsterG [1], BeeTheFirst [2] und Ultimaker 2 [3].

Die MakiBox kommt als Bausatz ins Haus, verlangt also nach etwas Fingerfertigkeit und einigen Stunden Zeit für den Aufbau. Beim Printrbot haben Sie die Wahl, ob Sie erst jede Schraube persönlich kennenlernen oder gleich loslegen wollen: Für einen Aufpreis bekommt man statt Einzelteilen ein bereits zusammengebautes Exemplar. Da Vinci und Neo sind nur als Fertiggeräte erhältlich.

Welche Abstriche muss man machen, wenn man einen 3D-Drucker kauft, der nur ein Drittel so viel kostet wie ein Top-Gerät? Bei den zwei Bausätzen im Test ist es natürlich die eigene Zeit für Montage, Justierung und Fehlersuche. MakiBox, Neo und Printrbot gehören außerdem zu den eher kleinen 3D-Druckern, die in keiner Dimension größer als 15 Zentimeter drucken können. Komfort-Features wie ein Display oder Bedienelemente, mit denen man den Drucker auch ohne PC steuern könnte, fehlen. Die Geräte enthalten viele Open-Source-Komponenten und haben ihre Wurzeln in der Eigenbau-Szene.

Der Da Vinci 1.0 ist damit der Sonderfall im Test: Ein Fertiggerät vom Fließband eines großen Herstellers für nur 600 Euro könnte, wenn die Qualität und Zuverlässigkeit stimmt, den Markt nachhaltig verändern. Allerdings ist er auch einer der ersten Drucker, bei dem man das Baumaterial nur vom Hersteller bekommt, in verschlossenen Kartuschen und mit einem Zählchip, der die verbrauchte Menge erfasst.

Testverfahren

Alle Geräte in unserem Testfeld drucken in einem Verfahren namens Fused Deposition Modeling (FDM) oder Fused Filament Fabrication (FFF), das bedeutet: Sie schmelzen einen Kunststoff und tragen ihn mit einer Düse kontrolliert auf. Als Material kommt entweder ABS oder PLA zum Einsatz. ABS wird meist etwas heißer gedruckt, ist alterungsbeständiger, neigt aber auch dazu, sich beim Abkühlen zu verformen. Will man mit ABS drucken, braucht man daher einen Drucker mit beheiztem Druckbett. PLA ist ein Kunststoff, der biologisch abbaubar und etwas spröder als ABS ist.

Damit die Ergebnisse vergleichbar [5] sind, haben wir eine Reihe von Testobjekten erstellt: Mit unserem fünf Zentimeter großen c’t-Logo bewerten wir die Druckdauer und die Qualität von Flächen und Kanten. Der Testhase zeigt mit seiner komplexen, aus wenigen Polygonen zusammengesetzten Form und seinen filigranen Ohren, wie genau die 3D-Drucker arbeiten. Die mechanische Brauchbarkeit der Ausdrucke prüfen wir mit einer M20-Mutter mit Feingewinde. Mit weiteren, immer gleichen Objekten messen wir die Geräuschentwicklung beim Druck und die Genauigkeit von hohen Teilen. ...

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