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DVB-C aus dem WLAN

Der durch seine TV-Empfänger für Mobilgeräte bekannte Hersteller Icube hat sein Portfolio um den kombinierten DVB-C/DVB-T-Empfänger „Tivizen Nano HD Hybrid“ erweitert. Der Netzwerk-Tuner in Form eines Steckeradapters wird über seinen HF-Anschluss mit dem digitalen Kabel- oder Antennensignal versorgt und stellt das TV-Signal per WLAN im lokalen Netz zur Verfügung.

Der Empfänger agiert dabei wahlweise als Access Point oder arbeitet im Infrastruktur-Modus eines bestehenden Funknetzes. Icube bietet seine kostenlosen TV-Apps „tivizen DVB-C Wi-Fi“ und „tivizen DVB-T Wi-Fi“ für iOS und Android an. Sie erlauben den Empfang von unverschlüsselten Sendern in SD- und HD-Auflösung; Bezahlsender lassen sich mit dem Gerät nicht empfangen. Für HD-Empfang empfiehlt Icube Geräte fixe Tablets wie das iPad Air, Sonys Xperia Z1 oder höher. Der Tivizen Nano HD Hybrid soll ab Mitte Juli für 100 Euro erhältlich sein. (sha)

YouTube setzt Indie-Labels unter Druck

Googles Videoportal will demnächst einen eigenen Musikstreaming-Dienst starten, bei dem sich Nutzer für eine Monatsgebühr werbefrei Musikvideos anschauen und auch offline nutzen können sollen. Wie die Finacial Times berichtete, habe YouTube dazu bereits mit 95 Prozent aller Labels Verträge abgeschlossen.

Einige unabhängige Label weigerten sich jedoch, die Verträge zu unterschreiben, weil ihnen die Konditionen zu dürftig erschienen. Angeblich will YouTube pro Stream weniger zahlen als beispielsweise Spotify. Trotz der Drohung der Label-Vertreter, die EU-Kommission einzuschalten, hält YouTube an den Konditionen fest und habe den Labels ein Ultimatum gesetzt, um die Verträge bis Ende Juni zu unterschreiben. Andernfalls drohe den Videos der Independent-Label die Sperrung ihrer Videos bei YouTube. (mho)

BitTorrent-Streaming: Schluss mit Flixtor und Torrentlookup.com

Wie bei der P2P-Streamingsoftware Popcorn Time konnte man deren Ableger Flixtor mit wenigen Klicks kostenlos und illegal Blockbuster in HD aus dem BitTorrent-Netzwerk streamen; Flixtor gab es sogar als kommerzielle Android-App. Doch nun haben die Entwickler überraschend die Downloads entfernt und das angeschlossene BitTorrent-Portal Torrentlookup.com geschlossen – „freiwillig“, wie sie auf der Webseite betonen.

Doch ganz so frei war die Entscheidung dann wohl doch nicht: Gegenüber der Filesharing-Webseite Torrentfreak erzählt einer der Entwickler, er habe Besuch von einem Ermittler des kanadischen Zweigs der Motion Picture Association bekommen. Außerdem habe er zahlreiche Anrufe erhalten, in denen ihm mit rechtlichen Schritten und Schadensersatzforderungen in Höhe von 20 000 kanadischen Dollar für jede urheberrechtlich geschützte Datei gedroht wurde, wenn Flixtor und Torrentlookup.com nicht dicht gemacht würden. Da für einen eventuellen Rechtsstreit die Mittel gefehlt hätten, habe man sich für die Schließung der Dienste entschieden. (vza)

Variable Klangpumpe

Eventide hat ein Software-Plug-in mit sechs Audio-Effekten für Windows und Mac OS X (64 Bit, AU, VST, AAX) veröffentlicht, das noch bis zum 8. Juli kostenlos abgeboten wird. Das Plug-in mit dem etwas sperrigen Namen UltraChannel Native Channel Strip bringt zwei Kompressoren, einen parametrischen 5-Band-Equalizer, ein Gate, Pitch-Shifter für die Stereo-Breite sowie ein Stereo-Delay mit. Dazu liefert Eventide eine große Batterie an Presets, die neben gängigen Instrumentengruppen auch Spezial-Einstellungen von verschiedenen Produzenten enthalten.

Die Reihenfolge von Kompressor, Equalizer und Gate lässt sich nach eigenen Wünschen ändern. „In/Out“-Knöpfe erlauben einen Bypass-Vergleich der einzelnen Sektionen. Das Gate und die beiden Kompressoren lassen sich per Side-Chain triggern, die unter Ableton Live mangels VST-3-Unterstützung allerdings nur in der AU-Version zur Verfügung steht. Die beiden Kompressoren bieten dank Spezialfunktionen wie Hochpassfilter, Deesser und einem Saturator vielfältige Klangmanipulationen bis hin zu starken Pump-Effekten, den Eventide von seinem Omnipressor übernahm.

Nach dem kostenlosen Einführungsangebot soll das Plug-in 250 US-Dollar kosten; für die Kopierschutzabfrage benötigt man den kostenlosen iLok-Manager, aber keinen iLok-USB-Stick. Während Equalizer, Gate, Delay und Pitch Shifter in ähnlicher Qualität bereits in der Grundausstattung ausgewachsener Musikbearbeitungsprogramme vorhanden sind, lohnen vor allem die Kompressoren, wenn es gilt, Klänge mit starken Pump-Effekten aufzublasen. (hag)

Audio/Video-Notizen

ProSiebenSat.1 hat eine strategische Partnerschaft mit dem Musikstreaming-Dienst Deezer geschlossen. In diesem Rahmen geht der vor einem Jahr gestartete eigene Musikdienst Ampya in Deezer über.

Kunden des IPTV-Angebots der Telekom können ab sofort die Video-Flatrate des Videodienstes Maxdome für 8 Euro/Monat über ihren Receiver abonnieren; anders als bei vielen Smart-TVs und Blu-ray-Playern mit Maxdome-App fehlt bei dem Angebot allerdings die Möglichkeit, Filme und Serienepisoden einzeln zu mieten oder kaufen.

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