Trends & News | News

Icinga 2.0 mit neuem Monitoring-Kern

Mit der Veröffentlichung der fertigen Version 2.0 hat sich die Monitoring-Lösung Icinga, ursprünglich als Nagios-Fork gestartet, komplett vom Code des Nagios-Kerns gelöst. Erweiterungen sollen dabei für weitgehende Kompatibilität zu Nagios und Icinga 1 sorgen. Der Icinga-2-Kern arbeitet multithreaded, als Backend lassen sich MariaDB, MySQL und PostgreSQL verwenden. Icinga 2 läuft auch verteilt im Cluster.

Aufgrund des modularen Aufbaus der neuen Syntax sollen sich Konfigurationen in Icinga 2 kompakter schreiben und Abhängigkeiten zwischen Servern und Diensten leichter definieren lassen. Migrations-Tools und ausführliche Hinweise in der Dokumentation sollen die Umstellung von Nagios und Icinga 1 auf Icinga 2 erleichtern. (odi)

RHEL-Klon CentOS 7

Seit Anfang des Jahres gehört das CentOS-Projekt zu Red Hat; der Linux-Distributor bezahlt seitdem mehrere zentrale CentOS-Entwickler. Auch wenn die Entwicklung von RHEL und CentOS weiterhin getrennt ist, hat sich der zeitliche Abstand zwischen den Distributionen dadurch deutlich verringert: Nicht mal eine Woche nach der Veröffentlichung von Red Hat Enterprise Linux 7 stehen bereits erste Testversionen von CentOS 7 bereit. CentOS 6 war acht Monate nach Erscheinen von RHEL 6 veröffentlicht worden.

Die Neuerungen in CentOS 7 entsprechen denen in RHEL 7 (siehe S. 67). Dazu gehören die Container-Virtualisierung mit Docker und der Umstieg von Ext4 auf XFS als Standard-Dateisystem. Die Software ist etwa auf dem Stand von Fedora 19, das im Sommer letzten Jahres veröffentlicht wurde. Die CentOS-Macher wollen jetzt automatisiert Nightly Builds erstellen; sie enthalten derzeit ein minimales Installations-Image von gut 300 MByte Größe, das die RPM-Pakete übers Netz nachzieht. Einen Termin für die fertige Version gibt es noch nicht. (odi)

Docker 1.0: Schlanke Virtualisierung

Docker, das populärste Management-Tool für Container-Virtualisierung unter Linux, gilt mit Freigabe der Version 1.0 als reif für den Produktiveinsatz. Mit Docker lassen sich (Server-)Anwendungen in Container packen, die unter ein- und demselben Kernel laufen, jedoch unterschiedliche, auf die Anwendung abgestimmte Userspace-Umgebungen bereitstellen können. Der Kernel schottet Prozesse in verschiedenen Containern gegeneinander ab, chroot-Umgebungen sorgen für getrennte Dateisysteme.

Wesentliche technische Neuerungen gegenüber der Vorversion 0.12 gibt es nicht, die Version 1.0 soll jedoch für mindestens ein Jahr gepflegt werden. Docker Inc. stellt Dokumentation, Training und professionelle Dienstleistungen bereit. Neu mit Docker 1.0 ist hub.docker.com, ein Repository mit über 14 000 Anwendungen, die sich direkt über Docker ausrollen lassen. (odi)

Artikel kostenlos herunterladen

Anzeige