Steuerliche Spaßbremse

Wann müssen eBay-Anbieter Umsatzsteuer abführen?

Wissen | Recht

Dachbodenfunde, ausgemusterte Technik, CD- und DVD-Sammlungen, ganze Nachlässe – all das findet über Online-Verkaufsplattformen neue Besitzer. Mancher eBay-Jongleur macht sich durch seine Verkaufsaktivitäten umsatzsteuerpflichtig und ahnt möglicherweise gar nichts davon.

Seit der Jahrtausendwende ist ein riesiger Markt online gehandelter Gelegenheitsware entstanden. Irgendwann wurde auch die Finanzverwaltung hellhörig. Um Erlöse nicht versteuern zu müssen, waren etliche Online-Verkäufer auf den Trick verfallen, ihre Aktivitäten auf mehrere Accounts aufzuteilen, die sie unter verschiedenen Namen betrieben. Um dem insbesondere bei eBay-Anbietern entgegenzutreten, bedienen sich die Steuerbehörden inzwischen der Spähsoftware „XPider“, die den Online-Marktplatz systematisch nach verdächtigen Sachverhalten durchsucht. So kam manche Steuerschummelei ans Tageslicht.

Zunächst unbeachtet blieb dabei vielfach die Frage der Umsatzsteuerpflicht. Bei reihenweisen Verkäufen kann es sein, dass das Finanzamt – je nach Art des Verkauften – Anspruch auf 7 oder 19 Prozent des Erlöses hat. Das ist unabhängig davon, ob ein etwaiger Gewinn aus diesen Geschäften als Einkommen versteuert wird oder nicht. Ein Verkäufer, der seine Umsatzsteuerpflicht ignoriert, macht sich möglicherweise sogar strafbar. ...

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