@ctmagazin | Leserforum

Smartphone-Zombie

André Kramer scheint einer dieser Smartphone-Zombies zu sein, die Langeweile verspüren, wenn der Daumen nichts zu tun hat. Wenn man dann aber jammert, dass 500 MByte zu wenig sind und die Zubuchoption überteuert ist, kann ich nur verständnislos mit dem Kopf schütteln. Wäre er bei seiner alten „Telefonzelle“ mit Monochrom-Display geblieben, könnte er vielleicht auch wieder Gefallen finden, beim Zahnarzt den Blätterwald zu durchforsten, denn dort liegen mit Sicherheit Informationen aus, die er sonst nie recherchiert hätte (Bunte, Bild der Frau, Echo).

Markus Plehn

Schwitzen beim Wechsel

Editorial „Sie surfen jetzt langsamer“, c’t 16/14, S. 3

Genau dasselbe habe ich in den vergangenen Wochen durchgemacht. Am Dienstag habe ich es dann hoffentlich geschafft, verabschiede meinen alten Anbieter und hoffe auf ein volles Gigabyte pro Monat beim nächsten. Bis dahin habe ich aber ganz schön geschwitzt: raus aus dem alten Vertrag, aber bitte mit Rufnummernmitnahme. Das wollte erst nicht richtig klappen, denn man nimmt sich viel Zeit dafür beim letzten Provider. Jetzt sind wir nun mal abhängig und wollen immer online sein, da ist das wohl der Preis.

Frank Schulz

Bock zum Gärtner gemacht

Google zerschlagen?, Professor für Kartellrecht sieht keine Bedrohung, c't 16/14, S. 20

Wie kommt denn c’t auf die glorreiche Idee, einen Professor, der in Diensten von Google steht, dazu zu befragen, ob das Monopol von Google rechtlich fragwürdig und wirtschaftlich bedenklich ist? Ziel von Google ist es, mit den Daten der User Geld zu verdienen und die Konkurrenz möglichst auszuschalten. Dass Google damit in dem Maße Erfolg hat, liegt aber auch an uns, die wir wie die Lemminge blind alles Neue konsumieren, ohne den Sinn zu hinterfragen und ohne uns über die Qualität Gedanken zu machen.

Stefan Menten

Wir haben Herrn Körbers Verbindung zu Google bewusst deutlich dargestellt, damit jeder Leser seine Argumente einordnen kann. Die Argumente an sich fanden wir durchaus darstellenswert.

Bitcasa-Manko

Hoch verfügbar, Zehn Cloud-Datenspeicher im Test, c’t 16/14, S. 72

Nach der Lektüre Ihres Artikels über Cloudspeicher-Anbieter bin ich ein wenig verblüfft über Ihr doch positives Urteil über Bitcasa. Sie erwähnen meines Erachtens nicht das Alleinstellungs-Merkmal von Bitcasa: Der Dienst spiegelt nicht wie Cloud-Speicher nach dem Dropbox-Prinzip nur lokal vorhandene Daten, die dann auch weiterhin lokal vorhanden sind, sondern richtet sich als virtuelles Laufwerk im Rechner ein. Dateien kann man auf dieses Laufwerk verschieben. Ob sie danach lokal vorhanden (in einem Cache) oder nur in der Cloud sind, kann man nicht beeinflussen. Es wird als Vorteil angepriesen („unbegrenzte Festplattenkapazität“), führt aber in der Praxis dazu, dass man auch wichtige Dateien nur in langsamer Internet-Leitungs-Geschwindigkeit bearbeiten kann. Und das kann übel enden: Während ich das schreibe, läuft ein Rückhol-Kopiervorgang von ca. 1 TB Daten, die ich auf ein Bitcasa-Laufwerk ausgelagert hatte. Dieser Job läuft seit ca. 10 Tagen.

Ralf Kotthoff

CloudFogger statt BoxCryptor

Wolkentresor, Daten im Cloud-Speicher verschlüsseln, c’t 16/14, S. 78

Ich vermisse in Ihrem Artikel in der letzten c’t zum Thema Cloud-Speicher ein paar Worte zu der BoxCryptor-Alternative CloudFogger. Diese erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Können Sie dazu einen Kommentar abgeben, beziehungsweise diese mit BoxCryptor vergleichen?

Thomas Stein

CloudFogger haben wir uns im Vorfeld unseres Tests auch angesehen, dann aber verworfen: Die Dokumentation der verwendeten Verschlüsselung lässt an manchen Stellen zu wünschen übrig. Außerdem erzwingt CloudFogger das Hochladen des privaten RSA-Schlüssels in die Cloud. Bei BoxCryptor kann der Nutzer seine Schlüssel selbst verwalten und die verwendete Verschlüsselung ist sehr gut dokumentiert.

Viele Megapixel

Besser fotografieren, c’t 16/14, S. 100

Ich vermisse in dem Beitrag Hinweise auf die Anforderungen an die Computer-Infrastruktur, wenn man mit 36-Megapixel-Kameras arbeitet. Bilder haben dann 50 MByte und die Ladezeiten sind nicht unerheblich. Auch sind diese Kameras mehr für Stativaufnahmen mit Festbrennweiten geeignet als für Freihandaufnahmen mit Zooms, sonst braucht man keine 36 MPixel oder anders ausgedrückt, man nutzt diese nicht aus. Schön wäre auch der Hinweis auf die neuen Lichtfeldkameras gewesen. Diese werden das Fotografieren in den nächsten fünf bis zehn Jahren auf den Kopf stellen.

Klaus Huber

Bei großen Raw-Dateien ist die verarbeitende Software gefragt. Da gibt es verschiedene Lösungsansätze. Mit Lightroom können Sie beispielsweise sogenannte DNG-Proxys verwenden, also die Bilder mit niedrig aufgelösten Kopien in vollem Dynamikumfang bearbeiten und die Bearbeitung später aufs Original übertragen.

Populärer Fehler

Sie verwechseln einige Male die Blende mit der Blendenöffnung. Die Öffnung fängt dort an, wo die Blende aufhört. Eine Blende blendet etwas weg, lässt also etwas nicht durch. Demzufolge gilt: kleine Blende – blendet wenig weg – große Blendenöffnung. Diese weitverbreitete sprachliche Schludrigkeit ist wohl Folge einer hartnäckigen falschen Übersetzung. In der deutschen Foto-Fachsprache benutzte man seit jeher das Wort Blende. In anderen Ländern sprach man stattdessen immer von der Öffnung (aperture, abertura), aber Öffnung ist eben nicht gleich Blende.

Andreas Hübner

Physikalisch betrachtet

Zur Schärfentiefe schreiben Sie: „Generell gilt, dass der Schärfebereich bei höherer Brennweite und größerer Blende kleiner wird“. Diese oft getroffene Aussage ist falsch. Die Schärfentiefe ist nur von Sensorgröße, Blende und Abbildungsmaßstab abhängig. Die Brennweite hat keinen Einfluss. Nimmt man ein Porträt von Schulter bis Schulter mit einem leichten Tele auf, erscheint der Hintergrund sehr unscharf. Verwendet man ein Weitwinkelobjektiv an derselben Aufnahmeposition, erscheint das Bild mit hoher Schärfentiefe. Um den gleichen Bildausschnitt zu erhalten (gleicher Abbildungsmaßstab), muss man sehr viel näher an das Objekt herantreten, bis wieder Schulter bis Schulter aufgenommen wird. Die Schärfentiefe schrumpft dabei auf denselben Wert wie beim Tele.

Dr. Alexander Steingaß

Zu Unrecht verteufelt

Sie verteufeln das gute alte P [Programmautomatik, Anm. der Red.] zu Unrecht. Schon bei meiner guten alten EOS 100 (ohne D) habe ich es geliebt: Gibt es doch eine – mehr oder weniger – sinnvolle Kombination aus Blende und Verschluss vor, die ich dann sehr schnell mit Daumenrad und dem Rad neben dem Auslöser meinen Vorstellungen und Wünschen anpassen konnte. Und auch bei meiner immer noch gut funktionierenden EOS 450D verwende ich aus dem gleichen Grund immer nur das lieb gewonnene P. Muss ich mir sonst vorher überlegen, ob für die Situation eine Blenden- oder Zeitautomatik die richtige Wahl ist, habe ich hier beides. Und sogar mit meinen recht großen Händen komme ich gut an die beiden Stellräder dran. Bald wird mal wieder ein neuer Body fällig und die Möglichkeit, in P mit Daumen und Zeigefinger schnell die entsprechenden Werte zu ändern, wird eines der wesentlichen Kaufkriterien sein.

Frank Schmidt

Motorola Moto G mit LTE und MicroSD-Slot

Schnörkellos, Android-Smartphones ab 180 Euro im Test, c’t 16/14, S. 82

Sie hätten in Ihrem Artikel darauf hinweisen können, dass eine Version des Motorola Moto G im europäischen Ausland auch schon mit SD-Karten-Slot und LTE zur Verfügung steht und es auch in Deutschland bald veröffentlicht wird. Das genaue Datum der deutschen Veröffentlichung stand Ihnen bei Druckbeginn sicher noch nicht zur Verfügung, aber dass das Smartphone mit dieser Ausstattung kommen wird, steht schon seit mehreren Monaten fest.

Malte Becker

Sie haben recht. Mittlerweile ist das Moto G mit Speicherkarten-Slot, LTE und 8 GByte internem Flash-Speicher bei einigen Händlern für rund 200 Euro lieferbar.

Platz besser nutzen

Steueroasen, 3D-Drucker mit Smartphone und Tablet bedienen, c’t 16/14, S. 150

Als Entwickler der GCodePrintr-App war ich erfreut, einen Testbericht darüber zu lesen. Dass die Baudrate von 250000 Bit/s nicht aufgeführt war, beruhte auf einem Tippfehler, den ich inzwischen behoben habe. Ebenso werde ich das Layout für 7-Zoll-Tablets noch mal überarbeiten und den freien Platz besser nutzen. In der neusten GCodePrintr-Version (V1.77) ist es jetzt auch möglich, Makros zu definieren und über die Temperatur-Slider kann man vorheizen. Beim Druck von SD-Karte wird entgegen der Vermutung im Artikel die Direktdruckfunktion (G-Code M24) des Druckers genutzt. Warum der Druck trotzdem abbricht, muss ich noch analysieren Mit dem richtigen Tablet und der neusten GCodePrintr-Version mit Makros und Vorheizfunktion sollte eine Tablet/App-Kombination einem LCD überlegen sein.

Mathias Dietz

MoziloCMS statt Kirby

TXT statt SQL, Content-Management ohne Datenbank mit Kirby, c’t 16/14, S. 160

Ich freue mich, dass das Thema Beachtung findet. Weil’s für einen überschaubar kleinen Spatz von Webauftritt durchaus Nachteile hat, erst umständlich eine dicke Berta wie Typo3 in Stellung zu bringen. Und weil mir das immer keiner glauben mag :-)

Ich habe seinerzeit das mozilo-Projekt (http://mozilo.de) aus der Taufe gehoben, das ähnlich ausgerichtet ist wie Kirby.

Arvid Zimmermann

Ergänzungen & Berichtigungen

WLAN-Wucht

Breitband-Router Belkin Linksys WRT1900AC, c’t 16/14, S. 62

Der Router funktioniert durchaus mit AirPlay; es fehlt aber ein DAAP-Server als Zuspieler für iOS-Geräte und iTunes.

Hoch verfügbar

Zehn Cloud-Datenspeicher im Test, c’t 16/14, S. 72

Anders als in der Tabelle angegeben gibt es für Bitcasa, das Telekom-Mediencenter und HiDrive von Strato keine App für den Zugriff unter Windows Phone 8.

FAQ: Desinfec’t 2014

Antworten auf die häufigsten Fragen, c’t 16/14, S. 148

Wenn Sie c’t 12/14 und damit Desinfec’t verpasst haben, müssen Sie kein Heft kaufen, um an die DVD zu gelangen. Wer die Ausgabe in der c’t-App für iOS oder Android kauft, bekommt einen personalisierten Download-Code und kann das ISO-Image sofort herunterladen.

Mogon ist schneller

KFC und Wienerwald, Nachlese zur International Supercomputing Conference ISC’14, c’t 16/14, S. 28

Beim Supercomputer „Mogon“ der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz sind wir leider in der Excel-Spalte verrutscht und haben ihm so einen Platz in der Top500-Liste geklaut: Er liegt nicht auf Platz 220, sondern auf Platz 219 und leistet zudem 44 TFlops mehr, nämlich 225,6 TFlops. Nvidia weist darauf hin, dass die im Artikel erwähnte Tesla K40+ kein neues eigenständiges Produkt ist, sondern lediglich eine in „Nvidia GPU Boost for Tesla“ dokumentierte Übertaktungsmöglichkeit auf 845 MHz, die je nach Benchmark bis zu 18,5 Prozent höhere Performance ermöglicht.

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