ARM kanns besser

Warum PC-Technik sich nicht gut für Streaming-Clients eignet

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Billige Android-Sticks und Mini-Rechner mit ARM-SoCs spielen problemlos HD-Videos ab, schlucken wenig Strom und brauchen keine Lüfter. Rechenleistung, Anschlussmöglichkeiten und Software-Auswahl sind aber eingeschränkt. Mini-Rechner mit AMD- oder Intel-Chips können mehr Performance liefern, sind aber deutlich teurer, schlucken mehr Strom und machen oft Lärm.

Das kann doch nicht so schwer sein, dachte der Kollege: Da, wo ein Raspberry Pi scheitert, geht es mit AMD und Intel weiter – für 100 Euro müsste das doch klappen. Doch damit liegt er falsch: Bisher gibt es kaum x86- beziehungsweise x64-Rechner, die man als attraktive und gleichzeitig leistungsfähigere Alternativen zu den verbreiteten ARM-Boxen fürs Media-Streaming nutzen könnte. Wir haben einige aktuelle Mini-PCs ausprobiert: Die PC-Technik mit Chips von AMD oder Intel ist entweder zu teuer, zu klobig, zu laut, schluckt zu viel Strom – oder bietet schlichtweg keine Vorteile. Doch der Reihe nach.

In vielen Streaming-Boxen und auf Bastler-Platinen sitzen Systems-on-Chip (SoCs) mit ARM-Rechenwerken. Ein wenig RAM und manchmal auch der Flash-Speicher fürs Betriebssystem sind fest aufgelötet. Dass diese Mini-Systeme sogar HD-Videos abspielen können, liegt nicht an den ARM-Kernen. Für die Wiedergabe von MP3-Audio, MPEG-2- oder H.264-Videos enthalten ARM-SoCs nämlich Hardware-Beschleuniger: spezialisierte und extrem effiziente Funktionsblöcke. Die eigentlichen Prozessorkerne mit ARM-Mikroarchitektur haben beim Abspielen von Mediendaten oder beim Streaming sehr wenig zu tun, schlucken also auch kaum Energie. Bei billigen ARM-SoCs wären die CPU-Kerne für das Software-Decoding ohnehin zu schlapp. ...

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