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Mini-ITX-Mainboard mit Schutz vor Stromausfall

Die taiwanische Firma IEI – eine Schwesterfirma des NAS-Spezialisten Qnap – stellt ein weiteres Mainboard mit Intels Bay-Trail-Prozessor vor. Es gibt Varianten mit Atom E3800 (Bay Trail-I), Celeron N2000 (Bay Trail-M) und Celeron J1900 (Bay Trail-D). Die Besonderheit des eKINO-BT ist der Anschluss für ein optionales Akku-Modul, das 28 oder 56 Wattstunden Energie speichert und Stromausfälle von 30 bis 60 Minuten Dauer überbrückt. Zum Laden benötigt das Board je nach Akkukapazität und Systemlast zwischen 2,5 und 13 Stunden.

Das eKINO-BT verlangt eine Gleichspannung zwischen 9 und 32 Volt. Der aufgelötete Prozessor mit einer TDP zwischen 4,3 und 10 Watt ist mit einem lüfterlosen Kühlkörper bestückt. Zwei SO-DIMM-Slots nehmen bis zu 8 GByte RAM auf. Eine VGA-Buchse versorgt externe Displays, LC-Panels lassen sich per LVDS anschließen. Zwei Gigabit-Ethernet-Chips kümmern sich ums Netzwerk, drei COM-Ports stehen für serielle Peripheriegeräte bereit. Zwei SATA-II-Ports sind für Massenspeicher gedacht, alternativ bootet das Mainboard von einer CFast-Karte. Als Preise für die Versionen mit Celeron N2930 und J1900 nennt ICP-Deutschland 263 Euro, der Akku kostet ohne Halterung 74 Euro. (ciw)

Intel Galileo bei Microsoft und bald in neuer Version

Mit „Windows on Devices“ will Microsoft auf den Internet-of-Things-(IoT-)Zug aufspringen, der Richtung Industrie 4.0 fährt. Seit vielen Jahren hat Microsoft Windows CE und Embedded-Ableger der jeweils aktuellen Windows-Versionen für Client-PCs im Programm. Jünger ist das .NET Micro Framework, das mit 64 KByte RAM auskommen kann und selbst auf dem Netduino läuft.

Auf der Build Anfang April hatte Microsoft angekündigt, ausgewählten Bewerbern ein kostenloses Starterkit zu schicken, das aus dem Arduino-Shield-kompatiblen Intel Galileo und einem SDK besteht. Die Registrierungswebseite WindowsOnDevices.com ist nicht mehr online, dort findet man aber jetzt eine rudimentäre Dokumentation. Leider fehlt das Windows-Image für die Micro-SD-Karte, die Microsoft mitgeliefert hat – und es wird auch nicht erklärt, ob dabei Windows Embedded 8 oder die x86-Version von Windows Embedded Compact 2013 (CE) zum Einsatz kommt. Jedenfalls lässt sich der per Ethernet mit einem Windows-PC verbundene Galileo mit Visual Studio Express 2013 programmieren.

Unterdessen hat Intel angekündigt, bei einer zweiten Generation (Gen 2) des Galileo-Entwicklerboards einige kritisierte Schwächen auszubügeln. Statt mit 5 Volt läuft der Galileo Gen 2 mit 7 bis 12 Volt, was es erlaubt, ihn über ein Zusatzmodul via Power-over-Ethernet zu speisen. Der 400-MHz-Prozessor Quark X1000 bleibt derselbe, ebenso die Ausstattung mit 256 MByte RAM und einem Fast-Ethernet-Anschluss. Für USB-Geräte gibt es jetzt einen Downstream-Port mit normal großer Typ-A-Buchse. 12 GPIO-Pins sollen schneller arbeiten als zuvor und dank 12-Bit-PWM auch eine feinere Auflösung liefern. (ciw)

Smartphone-SoCs von Mediatek und Samsung mit LTE

Mediatek und Samsung haben neue Systems-on-Chip (SoCs) mit ARM-Rechenkernen und eingebauten LTE-Modems angekündigt, die in künftigen Smartphones und Tablets zum Einsatz kommen sollen. Der Exynos ModAP von Samsung zielt dabei wohl eher auf günstige LTE-Handys, denn Samsung verrät bisher nichts über die CPU-Kerne – das deutet auf Cortex-A9 oder -A7 hin – und baut nur einen Bildprozessor für 8-Megapixel-Kameras ein. Trotzdem ist der Modem Application Processor – daher ModAP – ein wichtiger Schritt für Samsung, denn es ist das erste Exynos-SoC mit integriertem LTE. Damit schließt Samsung technisch zum Marktführer Qualcomm auf, doch auch Broadcom (M340), Nvidia und Mediatek haben integrierte Chips im Angebot. Nur kleinere Anbieter und Intel hinken hinterher: Der SoFIA-Atom soll Ende 2014 zunächst mit UMTS starten, erst für 2015 ist ein LTE-Atom avisiert.

Ende 2014 soll man jedoch bereits Android-L-Smartphones mit dem 64-Bitter MT6795 kaufen können, verspricht Mediatek: Der Octo-Core mit acht Cortex-A53-Kernen ist für High-End-Smartphones gedacht und kann Displays mit „2K“-Auflösungen wie 2560 × 1440 Pixeln ansteuern. Er soll VP9- und H.265-kodierte 4K-Videos abspielen.

Der MT6795 ist nach dem MT6752 schon der zweite 64-Bit-Achtkerner von Mediatek und soll mit bis zu 2,2 GHz noch 10 Prozent höher takten. Der MT6752 ist pinkompatibel zum Quad-Core MT6732. Auch Qualcomm hat bereits mehrere 64-Bitter in der Snapdragon-Familie angekündigt. (ciw)

Hutschienen-PC mit Atom E3800 und ECC-RAM

Der kompakte x86-Rechner Neousys POC-200 kommt im Temperaturbereich zwischen –20 und +70 Grad Celsius ohne Lüfter aus. Er ist für die Befestigung an der Wand oder auf der Hutschiene im Schaltschrank gedacht. In dem kleinen Gehäuse steckt ein Board mit Atom E3825 (POC-222) oder Atom E3845 (POC-212). Letzterer hat vier Silvermont-Prozessorkerne, schluckt bis zu 10 Watt und steuert ein SO-DIMM mit bis zu 8 GByte ECC-Speicher an. Der sparsamere E3825 (4,3 Watt) besitzt nur zwei Prozessorkerne, taktet niedriger und kann mit höchstens 4 GByte RAM umgehen.

Displays lassen sich per DVI-I anschließen und Peripheriegeräte an drei USB-3.0-Ports. Zwei Gigabit-Ethernet-Chips sind eingebaut, sie liefern jeweils auch bis zu 25,5 Watt Speiseleistung via Power-over-Ethernet (PoE). Je nach Ausführung sind zwei oder vier COM-Ports und eine Reihe von GPIO-Pins nutzbar. Die Stromversorgung erfolgt über ein externes Netzteil mit 8 bis 35 Volt Gleichspannung. Betriebssystem und Daten landen auf einer 2,5-Zoll-Festplatte oder einer SSD. Die günstigste Version POC-222 kostet 428,40 Euro. (ciw)

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