Trends & News | News

„ECO“-Mainboards sollen Energie sparen

Ab August sollen die LGA1150-Mainboards H97M-ECO, B85M-ECO und H81M-ECO von MSI erhältlich sein. Die Boards im Micro-ATX-Format kosten zwischen 62 und 77 Euro und sind für den Einsatz in häufig laufenden Office-PCs und Servern gedacht. MSI verspricht, dass die ECO-Versionen den Energieverbrauch um „bis zu 40 Prozent“ senken, nennt aber keine Messwerte.

Vorab zugesandte Testmuster von B85M-ECO und H97M-ECO mit Beta-BIOS-Versionen waren nur in einem extremen Lastfall um 8 Prozent sparsamer als das „normale“ H97M-G43 (c’t 14/14, Seite 120) – mit demselben Netzteil, derselben CPU und sonst gleichen Bauteilen. Bei reiner CPU-Volllast mit Linpack schluckte das System mit dem ECO-Board sogar etwas mehr. Im Leerlauf zeigten sich keine nennenswerten Unterschiede: Mit aktivierten CPU-Sparfunktionen nahm das System dann etwa 15 Watt auf und die Spannungswandler auf dem Mainboard produzierten leise Zirpgeräusche. Mit diesem Leistungsbedarf im Leerlauf gehören H97M-ECO und B85M-ECO nicht zu den Stromschluckern, brechen aber auch keine Spar-Rekorde – das ältere H87-G43 von MSI braucht fast 3 Watt weniger (c’t 16/13, S. 142). (ciw)

Prozessoren mit Wasserkühlung

Die CPU-Flaggschiffe FX-9370 und FX-9590 von AMD dürfen unter Volllast bis zu 220 Watt schlucken. Mit üblichen Luftkühlern lässt sich solch eine Abwärme nicht leise abführen. Deshalb bietet AMD die beiden Achtkern-Prozessoren nun auch mit einer Wasserkühlung von Cooler Master an. Der Aufpreis beträgt jeweils rund 80 Euro zur Boxed-Variante ohne Kühler.

Die CPUs FX-9370 und FX-9590 arbeiten mit 4,4 GHz beziehungsweise 4,7 GHz schneller als die übrigen AM3+-Prozessoren, haben aber eine um 95 Watt höhere Thermal Design Power. Sie erfordern deshalb nicht nur leistungsfähigere Kühler, sondern auch spezielle Mainboards, deren Spannungswandler an die höhere Leistungsaufnahme angepasst sind. Die wassergekühlten Varianten des FX-9370 und FX-9590 sind ab sofort für 270 beziehungsweise 350 Euro im Handel erhältlich. (chh)

Wasserdichtes PC-Gehäuse

Übliche Rechner versagen in rauen Umgebungen, wo auch einmal Wasser übers Gehäuse schwappen kann oder feiner Staub eindringt. Für Intels NUC-Plattform bietet Akasa das staub- und wasserdichte Gehäuse Akasa Pascal mit Schutzklasse IP65 an. Da es keinerlei Lüfteröffnungen gibt, dient das Aluminiumgehäuse zugleich als Kühlkörper für den Prozessor.

Zudem liefert der Hersteller zwei Meter lange, wasserdichte Kabel für Ethernet, USB 3.0, HDMI und Strom mit. Nicht genutzte Anschlüsse lassen sich mit Schraubverschlüssen abdichten. Das Akasa Pascal eignet sich für die älteren NUC-Mainboards D53427RKE, D33217GKE, DCP847SKE mit Prozessoren der dritten Core-i-Generation. Die besonderen Merkmale des Gehäuses haben allerdings ihren Preis: Das Akasa Pascal kostet 490 Euro. (chh)

USB-Grafikkarte für 4K-Displays

Club3D hat einen USB-3.0-zu-DisplayPort-Grafikadapter vorgestellt, der bis zu 3840 × 2160 Bildpunkte ausgibt. Die maximale Bildwiederholfrequenz beträgt 30 Hz. Folglich ist der als Sensevision CSV-2302 bezeichnete Adapter eher für Zweitbildschirme oder Beamer geeignet als für primäre Arbeits-Displays. Er unterstützt laut Club3D die Display-Betriebsmodi Erweiterter Bildschirm und Klonen. Darüber hinaus soll er auch den HDCP-2.0-Kopierschutz beherrschen und Sound weiterleiten.

Das Herz des CSV-2302 ist ein spezieller Kombiprozessor (SoC) von DisplayLink. Offenbar handelt es sich um den DL-5500, der den DL3-Codec nutzt – letzterer soll sich durch geringe Latenzen auszeichnen. Der Sensevision CSV-2302 ist laut Club3D in Deutschland ab dem 29. Juli erhältlich und kostet 120 Euro.

Bereits Anfang Juni hatte der japanische Peripheriehersteller I-O Data auf der Computex einen ähnlichen Adapter vorgestellt, der aber hierzulande bis dato nicht lieferbar ist. (mfi)

Artikel kostenlos herunterladen

Anzeige