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Mobiler Dokumentenscanner mit WLAN

Der OCR-Hersteller Iris bietet seine Texterkennungs-Software Readiris Corporate 14 zusammen mit dem akkubetriebenen Mobilscanner IRIScan Pro 3 Wifi an. Der autonome Dokumentenscanner kann über seinen Vorlageneinzug in einem Rutsch bis zu acht Einzelseiten digitalisieren und die Ergebnisse als JPEG oder PDF in seinem 128-MByte-Speicher ablegen. Mit einer SD-Karte lässt der Speicher um 32 GByte erweitern.

Im WLAN (IEEE 802.11n) können Mobilgeräte auf den Speicher des IRIScan Pro 3 Wifi per Browser zugreifen und die Scans herunterladen. Der aufgeladene 1700-mAh-Akku soll für Farb-Scans von 200 A4-Seiten reichen. Bei einer Auflösung von 300 dpi braucht der Scanner laut Iris eine Minute für acht Einzelseiten. Duplex scannt er nicht automatisch: Um die Rückseiten der Dokumente zu erfassen, muss man diese umdrehen und erneut scannen. Mit eingebautem Li-Ionen-Akku wiegt der IRIScan Pro 3 Wifi 800 Gramm.

Wer per OCR-Software durchsuchbare PDFs erstellen möchte, muss den Scanner über USB an einen PC mit Mac OS X oder Windows anschließen. Neben der OCR Readiris liefert Iris die Software Cardiris zum Scannen von Visitenkarten sowie ein Twain-Modul mit. Das Paket aus Scanner und Software kostet 230 Euro. (rop)

Fernseher verteilt TV-Signale per Sat-IP im Haus

Panasonic will mit seinen neuen Fernsehgeräten die Verteilung der TV-Signale im Haus erleichtern: Die LCD-TVs sollen digitale TV-Signale per Sat-IP für andere Displays im heimischen Netzwerk bereitstellen. Dabei sollen sie nicht nur die per Satellitenschüssel empfangenen Signale, sondern auch DVB-T und DVB-C sowie Aufnahmen von der angeschlossenen Festplatte per (W)LAN weiterleiten. So kann man auch in Räumen fernsehgucken, in denen keine TV-Dose in der Wand sitzt.

Als erster Flachbildfernseher soll das neue Flaggschiff TX-65AXW904, das Panasonic zur IFA vorstellen will, als Client und Server dienen. Per Firmware-Update sollen im Frühjahr auch die TV-Geräte aus den Serien ASW754, ASW804 und die neuen UHD-Modelle aus der Reihe AXW804 als Server fit gemacht werden; sie sind bislang reine Sat-IP-Clients.

Da die Panasonic-TVs aus der AXW904-Serie zugleich Sat-IP-Clients sind, benötigt man für den Empfang der TV-Signale aus dem LAN keine Zusatzgeräte, wenn man schon einen Sat-IP-Server hat. An ihnen kann man sowohl freie als auch CI+-verschlüsselte Programme empfangen, sofern im Client-TV eine CI-Karte steckt. Zusätzlich kann man an den Fernsehern wie gewohnt HbbTV, EPG, Videotext und USB-Recording nutzen.

Im TV-Bildschirmmenü wählt man aus einer Liste aller Sat-IP-fähigen Displays im Netzwerk aus, welche Geräte mit welchen übers (W)LAN verbunden werden sollen – möglich sind Singlecast und Multicast, ein Server kann also mehrere Displays gleichzeitig beliefern. Dank Twin-Triple-Tuner können die Server-TVs ein anderes Programm ins Netz streamen, als sie selbst gerade anzeigen.

Nur die neuen Geräte mit einem „W“ in der Ziffernfolge der Produktbezeichnung beherrschen möglicherweise das TV-Streaming: Das „W“ signalisiert ein für Deutschland, Österreich oder die Schweiz (DACH) gefertigtes Gerät. Panasonic-TVs für andere Länder (häufig als „EU-Geräte“ bezeichnet) beherrschen Sat-IP nicht. (uk)

Kalibrierbare 24"-Monitore

Mit den Geräten aus der ColorEdge-Serie richtet sich Eizo an professionelle Nutzer, die für Publishing, Bildbearbeitung oder Proofing einen Bildschirm mit farbverbindlicher Darstellung benötigen. Die neuesten Modelle CG247 und CX241 decken laut Eizo 99 Prozent des Adobe RGB-Farbraums ab und zählen damit zu den Wide-Color-Gamut-LCDs. Dank der blickwinkelstabilen IPS-Technik dürfte sich die Darstellung auf den beiden Full-HD-Displays auch aus sehr großen Einblickwinkeln wenig ändern.

Über DisplayPort und HDMI können die 24-Zöller (61 cm Diagonale) Bildsignale mit 10 Bit Farbtiefe entgegennehmen, die Panels selbst haben aber nur 8 Bit. Unabhängig davon rechnen beide intern stets mit einer Genauigkeit von 16 Bit, was die Wiedergabe feiner Farb- und Helligkeitsunterschiede ermöglichen soll. Diese höhere Rechengenauigkeit kommt auch der Hardware-Kalibrierung zu Gute, bei der die Korrekturwerte im Monitor gespeichert werden.

Ein Colorimeter zum Kalibrieren und Profilieren ist im CG247 eingebaut, die nötige ColorNavigator-Software gehört zum Lieferumfang. Beim CX241 sorgt ein eingebauter Korrektursensor dafür, dass Weißpunkt und Helligkeit am Display stabil bleiben. Für eine vollständige Hardware-Kalibrierung muss man hier das Colorimeter separat dazukaufen.

Beide Displays lassen sich auf ihren Standfüßen neigen, drehen sowie in der Höhe verstellen. Sie werden wie bei Eizo üblich mit einer 5-jährigen Garantie ausgeliefert. Der CG247 ist ab sofort inklusive Lichtschutzblenden für 1700 Euro erhältlich, der CX241 kostet knapp 1100 Euro. (spo)

Aufwärtstrend bei Loewe

Beim deutschen TV-Hersteller Loewe glätten sich offenbar ein wenig die Wogen: Die vom neuen Investor Stargate Capital für September angekündigte Entlassungswelle könnte kleiner ausfallen als zunächst geplant. Das hoffen zumindest die Gewerkschaft IG Metall und die Loewe-Führungsriege. Die Produktion in Kronach läuft nach Gewerkschaftsangaben wieder rund, möglicherweise werde in Oberfranken künftig eine weitere neue Modellserie hergestellt. Die neuen Geräte sollen die ultrahohe Auflösung mit 3840 × 2160 Pixeln wiedergeben, kündigte das Unternehmen an. Anfang September in Berlin will der Hersteller seine Modellpalette präsentieren, darunter einen großen Fernseher mit 1,65 Meter Diagonale (65 Zoll) und gebogenem Display.

Stargate Capital hatte Loewes Geschäftsbetrieb zum 1. April in der neu gegründeten Loewe Technologies GmbH übernommen. Zuvor hatte die private Investorengruppe Panthera ein im Januar angekündigtes Kaufangebot überraschend zurückgezogen. Vor neun Monaten hatte der Kronacher TV-Spezialist Insolvenz gemeldet.

Auf der IFA wird sich Loewe Seite an Seite mit seinem Technologie-Partner Hisense präsentieren. Der chinesische TV-Hersteller hatte vor einem Jahr ein Kooperationsabkommen mit Loewe geschlossen, das Loewe Zugang zur LCD-Technik und Hisense den Zugang zum westeuropäischen Markt ermöglichen soll. (uk)

4K-Monitore für unter 500 Euro

Fünf Monitorhersteller haben preiswerte 4K-Geräte angekündigt: Alle Monitore zeigen 70 Zentimeter in der Diagonale (28 Zoll). Sie haben mit zweimal DisplayPort, einmal HDMI, DVI und VGA reichlich Signaleingänge und nutzen sämtlich TN-Panels – die blickwinkelstabile IPS- oder VA-Technik ist in den unteren Preisklassen (noch) nicht zu finden.

Acers CB280HK, der u2868Pqu von AOC, Iiyamas B2888UHSU und Viewsonics VX2880ml sollen demnächst für weniger als 500 Euro zu haben sein, der 288P6LJEB von Philips wird aktuell bei Online-Händlern für 550 Euro gelistet.

Die 4K-Auflösung sollten die Geräte per DisplayPort auch mit 60 Hz entgegennehmen können – eindeutige Äußerungen gibt es von den Herstellern dazu aber noch nicht. An HDMI sind die Monitore offenbar auf 30 Hz beschränkt, sie unterstützen also noch kein HDMI 2.0. Unklar ist auch, wie sich die Geräte gegenüber Grafikkarten zu erkennen geben: Wenn sie sich als einzelnes 4K-Display anmelden, können sie die ultrahochaufgelösten Signale per HBR 2 als Single Stream (SST-Modus) entgegennehmen. Bislang beherrschte das unter den günstigen Monitoren nur Samsungs 4K-Display U28D590D (getestet in c’t 10/14). Alternativ verteilen die Monitore die 4K-Signale im MST-Modus (Multi-Stream-Transport) intern auf zwei virtuelle Anzeigen. (uk)

Gebogenes Masterpiece mit Kino-Breitformat

Samsung legt mit dem S9W einmal mehr richtig vor: Der gebogene Fernseher mit 2,67 Meter Bilddiagonale (105 Zoll) kombiniert jede Menge Spitzentechnik aus dem TV-Bereich. Das Display ist leicht gewölbt und hat ein Seitenverhältnis von 21:9. Außerdem zeigt es natürlich Ultra-HD-Auflösung, wegen des Breitformats sind das 5120 × 2160 Pixel.

Das Curved-TV nutzt ein Direct-Backlight aus gleichmäßig im Displayrücken verteilten LEDs, deren Helligkeit sich lokal mit dem Bildinhalt steuern lassen. Hierdurch erreicht das Display einen satten Schwarzwert und damit zugleich einen hohen In-Bild-Kontrast.

Während man bei kleineren TVs von der Displaykrümmung nur etwas hat, wenn man sehr dicht am Schirm sitzt, profitieren die Zuschauer dank der 2,67 Meter Diagonale auch aus größerem Betrachtungsabstand von der gebogenen „Leinwand“. Samsung nutzt für das Display Flüssigkristalltechnik; gekrümmte OLEDs stehen bei Samsung derzeit für große Schirme nicht im Focus.

Äußerlich ähnelt der S9W genannte Flachbildfernseher dem im vergangenen Jahr vorgestellten Tafel-Fernseher Timeless S9; das neue, überbreite Gerät ist aber nicht ganz so hoch. Samsung will sich das Vorzeigestück fürstlich bezahlen lassen: 120 000 Euro werden für den gekrümmten Kino-Fernseher fällig; der Vorgänger S9 kostete „nur“ 35 000 Euro. (uk)

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