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Kalkulieren, visualisieren, programmieren

Wolfram Research hat den Unterbau seines mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Berechnungs- und Visualisierungspakets Mathematica für Version 10 überarbeitet: Wie der Hersteller herausstreicht, bildet die jüngst komplettierte hauseigene Programmiersprache Wolfram Language erstmals die Basis für die neue Version. Wolfram Language steckt zum Beispiel auch hinter der „rechnenden Wissensmaschine“ Wolfram Alpha und soll in Zukunft als Werkzeug für weitere Anwendungen auf Rechnern und in der Cloud dienen.

Mathematica 10 soll über 700 neue Funktionen enthalten und mit Werkzeugen für maschinelles Lernen, für algorithmische Geometrie sowie für Berechnungen und Visualisierungen geografischer Daten drei ganz neue Anwendungsgebiete erschließen. Beim Programmstart verbindet sich die Software direkt mit Wolframs Cloud, aus der unter anderem Ströme von Echtzeit-Daten etwa zu Aktienkursen oder meteorologischen Messungen in die Mathematica-Umgebung geleitet werden.

Mathematica 10 läuft unter Windows, Mac OS X und Linux. Die kostenlose Testversion läuft 30 Tage (siehe c’t-Link). Die Preise für eine Desktop-Einzelplatzlizenz reichen von 152 Euro für Studenten über 351 Euro für den privaten Gebrauch bis hin zu knapp 11 000 Euro für die Enterprise-Edition. (pek)

Profi-CAD für Liebhaber

Die russische Softwarefirma Ascon bringt ihr CAD-Programm Kompas-3D V15 in einer speziellen Home Edition in den Handel. Laut Hersteller steckt in der Anwendung eine eigens entwickelte Variante des 3D-Geometrie-Kernels von Ascon (c’t 12/14, S. 80). Dieser soll Anwender dabei unterstützen, sowohl parametrisch zu konstruieren als auch Formen direkt zu modellieren, und darf nicht für kommerzielle Zwecke benutzt werden. Die Home-Edition kostet 70 Euro. Auf der Webseite des Herstellers bekommt man bereits eine kostenlose Testversion (siehe c’t-Link). Ab Herbst soll die Software beim deutschen Vertrieb bhv zu kaufen sein – aktuell ist dort noch die Home Edition V13 im Angebot. (pek)

Finite Elemente gratis

Version V2b der kostenlosen Software für die Finite-Elemente-Analyse Z88 Aurora exportiert Werkstücke als STL-Dateien – wahlweise im Ursprungszustand oder verformt. Sie leitet aus 3D-Strukturen zweidimensionale Querschnitte ab, die sich effizient rechnen lassen. STL-Netze lassen sich in Schalenelemente umwandeln und dabei verfeinern. Z88 Aurora läuft unter Windows, Mac OS X, Linux und Unix. (pek)

Notizen

Version 12.6 des CAD-Programms KeyCreate bietet aktualisierte Importschnittstellen, gliedert Bauteile als Strukturbaum auf, in dem sich Maße direkt bearbeiten lassen, und animiert 3D-Darstellungen, etwa für Präsentationen oder zur Kollisionsprüfung. Eine Lizenz der Standard-Version von KeyCreate kostet ab 2990 Euro.

Auf dem iPad kann man Modelle aus dem 3D-Zeichenprogramm SketchUp schon länger betrachten, jetzt gibt es die App SketchUp Mobile Viewer auch für Android-Tablets ab Version 4.0 und 7"-Bildschirmdiagonale. Die App kostet im Play Store 7 Euro.

Ωnyx berechnet Strukturgleichungsmodelle, mit denen sich multivariante statistische Modelle testen lassen, die der Anwender grafisch entwirft. Die kostenlose Software entsprang einer Zusammenarbeit des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung und der Universität von Virginia. Sie läuft unter Windows, Mac OS X und Linux.

GrafiCalc Elements schlägt die Brücke zwischen 2D-Zeichnungen und Excel-Tabellen für geometrische Berechnungen. Version 7.0 läuft unter Windows ab XP und kostet bei DataCAD 154 Euro.

Für Version 14 des Zeichenprogramms Tenado CAD benötigt ein Anwender nur noch eine Lizenz, um mit der Software auf wechselnden Geräten zu arbeiten. Der Import von DWG- und DXF-Dateien baut jetzt auf Bibliotheken der Open Design Alliance auf. Neue Werkzeuge helfen, Langlöcher zu zeichnen und die Kanten von Flächen abzurunden oder abzufasen. Die Einzelplatzlizenz kostet derzeit rund 700 Euro, inklusive einem Jahr Service.

Der kostenlose Schaltungsplaner Fritzing baut in Version 0.9 auf Qt5 auf, was den Weg für eine Portierung auf Mobilgeräte ebnen soll. Die integrierte Bibliothek enthält zusätzliche Bauteile wie die Microcontrollerboards Intel Galileo, Arduino Yún, Linino One sowie vier Raspberry-Pi-Varianten. Fritzing läuft unter Windows, Mac OS X und Linux.

Das Konstruktionsprogramm SpaceClaim Engineer berechnet nach Installation des kostenlosen Service Pack 2 fotorealistische Darstellungen – dank des im Update enthaltenen 3D-Renderers KeyShot 5.0 CAD Lite.

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