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Erfolgreich ohne neue Produkte

Mit sechs Prozent mehr Umsatz und elf Prozent mehr Gewinn im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2013 schließt Apple das Frühlingsquartal ab. In den Monaten von April bis Juni setzte Apple 37,4 Milliarden US-Dollar um und erwirtschaftete dabei 7,7 Milliarden Gewinn – pro Aktie sind das 1,28 US-Dollar. Vor allem iPhone-Verkäufe, aber auch die Mac-Sparte und der iTunes Store legten zu. Bei den Tablets sank der Absatz hingegen. „Das ist nichts, was uns Sorgen macht“, erklärte CEO Tim Cook. Dieser Umsatz entspreche den Erwartungen, die iPad-Entwicklung stünde erst am Anfang, so Cook weiter. Seit Jahresbeginn hat Apple 30 Unternehmen übernommen. „Damit gewann die Firma wichtige Technologien und vor allen Dingen unglaubliche Talente hinzu“, so der CEO. Der Wert der Apple-Aktie stieg nach der Veröffentlichung der Umsatzzahlen am 28. Juli auf ein neues Rekordhoch von 99 US-Dollar. (imj)

Retina-MacBooks aufgewertet

Apple verdoppelt bei allen neuen MacBook-Pro-Modellen mit hochauflösendem Retina-Bildschirm die Kapazität des Arbeitsspeichers und setzt nun Haswell-Prozessoren mit 200 MHz höherer Taktrate ein. Die Preise bleiben größtenteils unverändert. 1300 Euro kostet das MacBook Pro Retina 13" mit 8 GByte RAM, 2,6 GHz schnellem Dual-Core-i5 und 128 GB PCIe-SSD. Für 1500 Euro gibt es eine SSD mit 256 GByte statt 128 GByte. Der Preis des 13-Zoll-Topmodells mit 2,8 GHz und 512-GByte-SSD liegt bei 1800 Euro.

Bei den 15-Zoll-Geräten bietet Apple zwei Standardvarianten mit nun 16 GByte RAM an. Die Ausführung mit einem 2,2-GHz getakteten Quad-Core-i7 und einer 256-GByte-SSD wechselt für 2000 Euro den Besitzer. Das Topmodell mit 2,5 GHz und 512-GByte-SSD kostet mit 2500 Euro sogar 100 Euro weniger als bisher. Es bringt als einziges MacBook einen dedizierten Grafikchip mit, den Nvidia GeForce GT 750M mit 2 GByte DDR5-RAM. Technisch unverändert bietet Apple das letzte verbliebene MacBook Pro mit DVD-Brenner und ohne Retina-Bildschirm an, hat den Preis aber um 100 auf nun 1100 Euro gesenkt.

Noch 2014 werden sowohl der Mac Mini als auch der iMac 27" als neue Modelle erscheinen. Das geht aus Support-Dokumenten zum Thema Boot Camp hervor, die Apple versehentlich veröffentlicht und kurz darauf wieder aus dem Internet entfernt hatte. Allerdings könnte es sich bei den Angaben auch schlicht um einen Fehler handeln. Schließlich steht der Eintrag zum bereits verfügbaren MacBook Pro auf der Boot-Camp-Support-Seite weiterhin aus. (jes)

Apple: iOS-Hintertüren dienen nur zur Diagnose

iOS enthält weitreichende Hintertüren, über die sich selbst bei Passcode-geschützten Geräten umfangreiche Nutzerdaten auslesen lassen. Dazu muss das iPhone oder iPad lediglich mit einem Rechner gepairt sein. Das hat der Sicherheitsforscher Jonathan Zdziarski herausgefunden und auf der Hacker-Konferenz HOPE veröffentlicht.

Zdziarski bezeichnete einen der inoffiziellen Dienste als „forensische Schatzgrube“, da dieser Zugriff auf gespeicherte Benutzeraccounts, die letzten Tastatureingaben sowie auf Fotos, Cache-Verzeichnisse, das Adressbuch, Ortungsdaten und andere Informationen gewähre. Zudem lassen sich seit iOS 7 auch umfangreiche Metadaten auslesen, die der Dienst, laut Zdziarski, als komprimiertes Archiv liefert. Normalerweise gibt das iPhone beim Verwenden eines codierten Backups nur verschlüsselte Informationen an den angeschlossenen Rechner. Über die Hintertür erhalte man die Daten jedoch auch ohne Passcode unverschlüsselt.

Zudem könne ein von Apple integrierter Sniffer den kompletten Datenverkehr mitschneiden, ohne dass der Nutzer davon etwas erfahre. Dies funktioniere ebenfalls auf jedem iOS-Gerät ohne aktivierten Entwicklermodus. 

Viele dieser abrufbaren Daten wären für die Fehleranalyse nicht notwendig. Zdziarski geht davon aus, dass Geheimdienste und andere staatlichen Stellen diese Hintertüren nutzen. Er bezweifelt allerdings, dass Apple sie für diesen Zweck integriert hat. Als Gegenmaßnahme empfiehlt er das Deaktivieren der Pairing-Funktion mit anderen Rechnern über das MDM-Konfigurationstool (Download-Link siehe c’t-Link), das Apple allerdings nur für OS X anbietet. Das Tool begrenzt die Synchronisation mit iTunes auf den Rechner, auf dem die Sperre eingerichtet wurde. 

Apple hat die Zusammenarbeit mit staatlichen Behörden dementiert. Die Dienste dienen angeblich ausschließlich zu Diagnosezwecken für IT-Abteilungen, Entwickler und den eigenen Support. Auch sei der Zugriff nur mit Genehmigung des Nutzers möglich. Die Daten würden verschlüsselt übermittelt, ohne dass Apple die Schlüssel erhalte. In einem Support-Dokument (siehe c’t-Link) beschreibt das Unternehmen die Hintertüren näher. Zdziarski bezeichnete Apples Ausführungen als „irreführend“. Einer der Dienste gehe „viel zu schlampig“ mit den Daten der Nutzer um. Er empfiehlt dem iPhone-Hersteller, drei Dinge zu ändern: Der Sniffer „pcap“ sollte nicht Daten via WLAN auslesen, „File Relay“ die Backup-Verschlüsselung respektieren und „House Arrest“ auf die Übertragung von Dokumenten eingeschränkt werden. (jra)

Apple-Notizen

Apple hat den Radiodienst Swell für angeblich 30 Millionen US-Dollar übernommen. Er war auf Talk-Radios spezialisiert und bot Sendungen im Stream und als Podcast an. Auch der E-Book-Rezensent BookLamp gehört nun zum wertvollsten Unternehmen der Welt. 10 Millionen Dollar soll er Apple Wert gewesen sein.

Schon in der Beta-Version unterstützt iOS 8 die iPhoto-App nicht mehr. Die Bildverwaltung soll, genauso wie sein Profi-Pendant Aperture, durch die neue App Photos ersetzt werden. Apple hat den Nachfolger für das kommende Frühjahr angekündigt.

Der US-Automobilkonzern Ford setzt in Zukunft auf iOS-Geräte und will rund 9300 Mitarbeiter damit ausstatten. Langfristig will der Fahrzeughersteller global Firmen-iPhones einführen und sucht dafür bereits einen Koordinator. Ford beschäftigt weltweit 180 000 Personen.

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