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Telekom beschleunigt VDSL durch Vectoring

Die Telekom hat neue Angebote für schnelle Internet-Zugänge per Festnetz gestartet. Die VDSL-Anschlüsse, die bis zu 100 MBit/s im Downstream und 40 MBit/s im Upstream liefern, sollen in der günstigsten Variante „Call & Surf Comfort“ monatlich 44,95 Euro kosten. Es handelt sich um die angekündigte Vectoring-Technik, der Begriff taucht bei der Vermarktung allerdings nicht auf (siehe S. 45). Man erkennt die Anschlüsse lediglich an der Angabe der Datenrate.

Zum Start des Angebots sollen eine Million Haushalte einen solchen Anschluss erhalten können, bis Jahresende soll die Zahl bereits auf drei Millionen anwachsen. Im Laufe der nächsten zwei Jahre will die Telekom fast alle VDSL-Anschlüsse aufrüsten.

Knapp 3 Prozent aller Kabelverzweiger sind von mehreren Anbietern ausgebaut. Vectoring verlangt aber einen exklusiven Betrieb. Können sich die Anbieter nicht einigen, wer seine Gerätschaften abbaut, bleibt es bei konventionellem VDSL. Ebenfalls kein Vectoring erhalten Teilnehmer, deren Anschluss direkt von einer Vermittlungsstelle und nicht über einen Outdoor-DSLAM versorgt wird. Die Telekom arbeitet nach eigenem Bekunden an einer Lösung für dieses Problem. (uma)

Facebook liefert Gratis-Internet für Sambia

Die vom Facebook-Gründer Mark Zuckerberg ins Leben gerufene Organisation Internet.org bietet in Sambia einen kostenlosen Internet-Zugang für Kunden des dortigen Mobilfunkanbieters Airtel an. Die Kunden erhalten über eine Android-App Zugriff auf ausgewählte Internet-Dienste. Der Datentransfer ist dabei kostenlos. Die App bietet einen Zugang zu einem Wetterdienst, Jobbörsen, Gesundheitsinformationen, Wikipedia, Google Suche und natürlich Facebook und dem Facebook Messenger. (uma)

Hangouts für Profis

Google hat den Chat- und Videotelefonie-Dienst Hangouts in seine Business-Umgebung Apps for Business integriert, die pro Nutzer ab 4 Euro im Monat kostet. Dafür gibt es 24/7-Support und eine garantierte Uptime von 99,9 Prozent. Der Dienst setzt sich außerdem durch Zertifizierungen von Privatkundenangeboten ab: ISO 27001 für den IT-Grundschutz, SSAE 16/ISAE 4302 für Prüfungen des externen Dienstleisters und SOC 2 für die Sicherheit von Daten, Verfügbarkeit sowie Integrität.

Bis zu 15 Personen können an einem Hangout teilnehmen. Die Nutzer in den Firmen benötigen kein Profil beim sozialen Netzwerk Google+. Google kooperiert mit Blue Jeans, um einen Zugang zu Videokonferenzen per H.323 oder SIP zu ermöglichen, sowie mit InterCall, damit Anwender von herkömmlichen Telefonen aus teilnehmen können. Über Googles Apps Admin Console können Administratoren die Hangouts remote verwalten, einleiten und überwachen. Der Dienst soll auch auf der angekündigten Chromebox for Meetings unterstützt werden. Die Unternehmens-Version des Mini-PC wird eine HD-Webcam, ein Mikrofon, einen Lautsprecher und eine Fernbedienung enthalten. (ad)

Kritik an Googles Umgang mit Link-Löschungen

Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) können europäische Bürger Google auffordern, Links auf ältere sensible Informationen zu ihrer Person aus dem Index zu entfernen. In den ersten beiden Monaten nach dem Urteil hat Google über 90 000 solcher Löschanfragen erhalten. Wurden Links gelöscht, informierte Google den Betreiber der Website, auf die der Link verwiesen hatte. Datenschützer kritisieren dies, da Antragsteller dadurch ungewollt ins Licht der Öffentlichkeit gerückt werden könnten. Google hält dem entgegen, dass die Meldungen dazu beitrügen, ungerechtfertigte Anfragen herauszufiltern.

Die Datenschützer kritisierten außerdem, dass Google die Links nur aus dem europäischen Index entfernt. Google beruft sich darauf, dass sich das EuGH-Urteil nur auf Europa beziehe, nicht auf die ganze Welt. Außerdem leitet der Suchmaschinenbetreiber europäische Besucher von google.com automatisch auf die Website ihres Landes weiter. Laut Google umgehen nur 5 Prozent der europäischen Besucher diese Umleitung und nutzen die US-Seiten. (ad)

Online-Notizen

Google hat die 64-Bit-Variante von Chrome für Windows 7/8 als Beta-Version veröffentlicht. Jedermann kann den 64-Bit-Chrome mit der Versionsnummer 37 ausprobieren. Er ersetzt bei der Installation sein 32-Bit-Pendant. Laut Google soll der Browser sicherer und schneller sein als die 32-Bit-Fassung; bei Grafik- und Multimedia-Inhalten betrage das Performance-Plus 25 Prozent.

Firefox berücksichtigt in Version 31 die Kindersicherung von Windows und Mac OS X. Bei aktiviertem Jugendschutz sendet er Websites einen HTTP-Header „Prefer:Safe“, der allerdings nur empfehlende Wirkung hat. Darüber hinaus enthält der Browser viele Neuerungen für Entwickler, etwa einen Debugger für das canvas-Element.

Der Filesharing-Spezialist BitTorrent hat einen dezentralisierten Messenger namens Bleep entwickelt. Der Chat-Client verschlüsselt Gespräche und kommt ohne zentralen Server aus. Bleep ist derzeit nur für Windows 7/8 verfügbar, weitere Plattformen sollen folgen. Bei Redaktionsschluss war die Nutzung auf eine ausgewählte Gruppe im Rahmen eines Pre-Alpha-Tests beschränkt.

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