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Gebogenes Smart-TV

Der moderne Fernsehschirm muss ultrahoch auflösen und zusätzlich gebogen sein. Also hält auch Sony unter seinen brandneuen LCD-TVs 4K-Modelle mit leicht gewölbtem Display bereit. Die neue S90-Serie, die erstmals auf der IFA gezeigt wird, startet mit zwei Geräten: einem TV mit 1,65 Metern Bilddiagonale (65 Zoll) und einem 1,90-Meter-Schirm (75 Zoll), jeweils mit 3840 × 2160 Pixeln.

Der Krümmungsradius soll nicht so groß ausfallen wie bei den TV-Geräten von Samsung und LG. Dadurch müsse man die Bildinhalte nicht nachträglich manipulieren, etwa um Kanten geradezubiegen, erklärte Sony.

Die seitlich ins TV integrierten Lautsprecher geben das Audiosignal dank Multi-Kanal-Signalprozessing werkgetreu aus; eine zwischenzeitliche Reduzierung auf Stereo ist nicht nötig. Die Lautsprecherleisten sind in sich optisch und funktional geteilt: Der obere Teil strahlt weit nach außen, der untere eher auf mittig sitzende Zuschauer. Zusammen mit den beiden Basslautsprechern erzeugt das 4.2-Soundsystem die Surround-Effekte. Für noch mehr Bässe kann man zusätzlich den kabellosen Subwoofer SWF-BR100 anschließen.

Technische Daten, Ausstattung und Bedienung der gebogenen S90-Modelle stimmen mit denen des planen X9 überein: Edge-LED-Backlight, Triluminos-Farbtechnik, aktives 3D mit Shutterbrille, Vorschlagssystem für TV und Video, Triple-Tuner für Sat, Kabel und DVB-T. Eine schwenkbare Webcam zum Skypen ist mit dem TV-Display per USB verbunden – bei den 4K-Modellen gehört die Webcam zum Lieferumfang.

Preise hat Sony für die gekrümmten Fernseher noch nicht genannt. Günstiger als die planen TV-Modelle aus der X9-Serie werden die S90-Modelle aber nicht, und die liegen aktuell bei knapp 4000 Euro für die kleinere 65-Zoll-Version. (uk)

Joint Venture will OLED-Displays produzieren

Panasonic und Sony schließen sich zusammen, um unter dem Namen JOLED (Japan OLED) gemeinsam organische Displays zu produzieren. Größter Anteilseigner der neuen Firma ist mit 75 Prozent der Stimmrechte allerdings die japanische Investitionsgesellschaft Innovation Network Corporation of Japan (INCJ).

15 Prozent der Stimmen hält das Joint Venture Japan Display Inc (JDI), das 2011 aus dem Zusammenschluss von Sony, Toshiba und Hitachi hervorgegangen ist und sonst kleine und mittelgroße LC-Displays baut. Sony und Panasonic halten jeweils 5 Prozent.

JOLED will kleinere organische Displays für Tablets, Notebooks und andere Geräte drucken – Panasonic hatte bereits auf Messen gedruckte OLED-Displays für TVs gezeigt. JOLED setzt dabei auf Oxid-Halbleiter wie IGZO (Indium Gallium Zink Oxid) und will die Displays biegsam machen. Hilfreich dürften dabei die Erfahrungen und Patente von JDI sein.

Hintergrund des aktuellen Zusammenschlusses ist die starke Konkurrenz: Samsung liegt in Sachen OLED-Fertigung für Smartphones und Tablets weit vorn, die Konkurrenz aus Taiwan und China steht quasi in den Produktions-Startlöchern. Sony und Panasonic zeigten seit geraumer Zeit zwar beeindruckende OLED-Entwicklungsmuster, haben aber augenscheinlich Probleme mit der Fertigung.

Die krisengeschüttelten japanischen Giganten hoffen nun, die positiven Erfahrungen mit dem LCD-Joint-Venture Japan Display Inc. zu wiederholen: JDI wurde in einer ähnlich ausweglosen Situation gegründet und ist in nur drei Jahren zum Hauptlieferanten für Apples Mobilgeräte aufgestiegen. (uk)

DisplayPort-Extender überbrückt 10 Kilometer

KVM-Spezialist IHSE hat einen DisplayPort-Extender für die Verlängerung von Videosignalen über 10 Kilometern ins Programm genommen. Der Draco vario setzt dafür Digitalsignale am DisplayPort-Eingang auf Glasfaser um, am anderen Ende werden die Signale zurück ins DP-Format konvertiert. Laut IHSE unterstützt der Extender Videosignale mit bis zu 4K-Auflösung, also 4096 × 2160 und 3840 × 2160 Bildpunkten, und ebenso 3D-Videos bis Full HD (1920 × 1080 Bildpunkte).

Gleichzeitig werden über das Glasfaserkabel wie bei KVM-Extendern (Keyboard, Video, Mouse) üblich die Signale für Tastatur und Maus übertragen. Mit entsprechenden Konvertern sollen sich sogar analoge Videosignale übermitteln lassen. Draco vario soll Mitte September erhältlich sein, die Preise liegen je nach Variante zwischen 2120 und 2715 Euro. (uk)

Duplexfähige Laserdrucker mit Blauem Engel

Brother hat sein Angebot an Schwarzweiß-Laserdruckern um vier kleine Schreibtisch-Geräte erweitert, die Seiten automatisch beidseitig bedrucken und so Papier sparen. Alle vier haben außerdem die Vergabegrundlage des „Blauen Engel“ erfüllt, wozu seit 2013 auch ein Prüfwert für Ultrafein-Partikel gehört.

Der HL-L2300D für rund 100 Euro besitzt nur eine USB-Schnittstelle, der HL-L2340DW hat WLAN und kommuniziert so auch mit mehreren Arbeitsplatzrechnern, Smartphones und der Cloud. Beide Lasermodelle sollen bis zu 26 Seiten pro Minute bedrucken. Der HL-L2360DN mit Ethernet-Anschluss für rund 180 Euro und der HL-L2365DW mit WLAN (200 Euro) schaffen laut Brother sogar 30 Seiten in der Minute.

Alle verwenden den gleichen Toner-Kassettentyp: Mit der Normalkassette für 1200 Seiten drucken sie mit 4 Cent pro ISO-Normseite recht teuer, mit XL-Kartuschen für 2600 Seiten lassen sich die Tonerkosten aber auf 2,85 Cent pro ISO-Seite senken. (rop)

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