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16-GByte-UDIMMs lieferbar

Die deutsche Memphis AG verkauft ungepufferte 16-Gigabyte-Speicherriegel der Firma I’M Intelligent Memory. Damit lassen sich einige Mainboards mit vier DIMM-Slots, die keine Registered DIMMs vertragen, auf 64 GByte Hauptspeicher hochrüsten. Offiziell unterstützt Intel die mit 8-GBit-SDRAMs bestückten 16-GByte-UDIMMs nur bei den Server-Atoms der Baureihe C2000 (Avoton). Mit einem Beta-BIOS sind bei einigen LGA2011-Boards von Asus sogar 128 GByte möglich, etwa beim P9X79 und Sabertooth X79. Für ein Non-ECC-Modul mit DDR3-1600-Chips (PC3-12800) nennt Memphis einen Preis von 289 Euro. Während Intelligent Memory die 8-GBit-Chips aus je zwei 4-GBit-Silizium-Dices zusammensetzt, fertigt Micron jetzt monolithische 8-GBit-DDR3-SDRAMs. Preise für damit bestückte ECC-SO-DIMMs und UDIMMs verrät Micron nur auf Anfrage. (ciw)

IPMI-Patches für Supermicro-Mainboards

Der Server-Hersteller Thomas-Krenn.com empfiehlt Updates für die IPMI-Firmware zahlreicher Serverboards der Marke Supermicro. Das Wiki der Firma (siehe c’t-Link unten) beschreibt Sicherheitslücken in älteren Firmware-Versionen von mehr als 20 Mainboards.

Grundsätzlich sollte man die Fernwartung per IPMI oder Remote KVM nur in einem abgeschotteten Ethernet-LAN aktivieren. Manchen Server-Betreibern ist aber wohl nicht bewusst, dass das BIOS vieler Supermicro-Boards den Zugriff standardmäßig am ersten Gigabit-Ethernet-Port freischaltet, selbst wenn ein separater Anschluss für Fernwartung vorhanden ist. Wird letzterer jedoch nicht per BIOS-Setup auf eine feste IP-Adresse eingestellt und findet die Firmware keinen DHCP-Server, schaltet sie als „Fallback“ auf den ersten GbE-Port um. Dort reagiert die Fernwartung dann auf die fatale Nutzernamen-Passwort-Kombination ADMIN/ADMIN. Mehrere zehntausend Server sind im Internet deshalb angreifbar, unabhängig vom Betriebssystem und per Remote KVM mit direktem Zugriff auf den grafischen Desktop. (ciw)

NAS-Festplatte WD Red mit 5 und 6 TByte

Die SATA-Festplatten der Baureihe Red empfiehlt Western Digital (WD) für den Einsatz in Servern und NAS mit höchstens acht 3,5-Zoll-Laufwerken. Die Red-Platten arbeiten sparsam, leise und vibrieren wenig. Anders als teurere (SAS-)Laufwerke für „Enterprise“-Storage besitzen sie aber keine aufwendige Technik zur aktiven Kompensation starker Vibrationen. Außerdem sind sie mit derselben Lesefehlerwahrscheinlichkeit spezifiziert wie Festplatten für Desktops und Notebooks: Ein nicht korrigierbarer Lesefehler soll höchstens einmal pro 1014 gelesene Bits auftreten. Mit Time-Limited Error Recovery (TLER) ist die Firmware der WD Red für RAID optimiert.

Eine geringere Lesefehlerspezifikation (10–15) und eine höhere Drehzahl von 7200 Touren bieten die Mitglieder der Familie Red Pro mit derzeit maximal 4 TByte. Sie schlucken bei gleicher Kapazität mehr Strom als die Red-Typen, sind aber für NAS mit bis zu 16 Einschüben freigegeben. Die Red Pro 4TB (WD4001FFSX) kostet mit 220 Euro etwa dasselbe wie die Red 5TB (WD50EFRX). (ciw)

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