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Chinesische Smartphones im Aufwind

Chinesische Smartphone-Hersteller setzen die Marktführer unter Druck. Samsung rutschte den Marktforschern von IDC zufolge im vergangenen Jahr von 32 Prozent Marktanteil auf jetzt 25 Prozent, Apple von 13 auf 12 Prozent. Huawei, Lenovo und kleinere chinesische Hersteller legten zu.

Wenn man die Stückzahlen betrachtet, haben fast alle Hersteller mehr ausgeliefert – denn der Smartphone-Markt ist insgesamt weiter gewachsen. Zum Beispiel verkaufte Apple im zweiten Quartal 2014 35 Millionen iPhones, 4 Millionen mehr als im zweiten Quartal 2013. Apple war besonders in den BRIC-Staaten erfolgreich, kommentiert IDC – also in Brasilien, Russland, Indien und China. Huawei verdoppelte seine Stückzahl, wozu insbesondere die günstige Y-Serie beitrug. Die Ausnahme ist Samsung: Die Koreaner haben 3 Millionen Smartphones weniger verkauft als vor einem Jahr. (cwo)

Windows-Smartphone für 100 Euro

Nokia hat sein bislang günstigstes Windows-Smartphone angekündigt: Das Lumia 530 läuft mit Windows Phone 8.1 und soll für 100 Euro auf den Markt kommen. Mit 4 Zoll Displaydiagonale ist es relativ kompakt, der Bildschirm zeigt 854 × 480 Bildpunkte. Die Ausstattung entspricht dem Minimum-Paket bei aktuellen Smartphones und passt zum niedrigen Preis: 512 MByte RAM, 4 GByte Flash-Speicher, ein microSD-Slot und ein Vierkernprozessor mit 1,2 GHz aus der Snapdragon-200-Serie. Eine Kamera auf der Frontseite fehlt, die 5-Megapixel-Kamera auf der Rückseite hat einen Fixfokus und keinen Blitz.

Wie schon das seit Kurzem erhältliche Lumia 630 (siehe S. 152) hat das 530 statt Sensortasten virtuelle Buttons, die Teil der Displayfläche sind. Die sonst bei Windows-Phone-Geräten übliche Kamerataste fehlt. Der abnehmbare Akkudeckel ist wahlweise grün, orange, weiß oder schwarz – ein grauer Extra-Deckel wird mitgeliefert. Es wird eine Dual-SIM-Variante geben, was bei Einsteiger-Smartphones selten ist.

Punkten kann das Smartphone mit der Software: Zusätzlich zum aktuellen Windows Phone 8.1 (siehe S. 142) gibt es die Nokia-Apps Here Drive+ mit kostenloser Offline-Navigation in vielen Ländern, den Musikstreamingdienst MixRadio und 15 GByte Cloudspeicher bei Microsoft. Auf den Markt kommen soll das Lumia 530 im August. (acb)

Bolivianische Notebook-Fabrik

Bolivien hat für 60 Millionen US-Dollar eine Fabrik errichtet, in der Laptops für Schulen montiert werden. Staatspräsident Evo Morales überreichte Ende Juli die ersten Geräte an Schüler. Die Notebooks namens Kuaa – in der Guarani-Sprache steht das für „Wissen“ – entsprechen weitgehend dem Intel Classmate Convertible mit Intel Celeron 847.

Seit es die Classmates gibt, sieht das Konzept vor, dass bei größeren Stückzahlen eine Montage- und Wartungsfirma vor Ort eingerichtet wird. Die meisten Komponenten der Geräte stammen aus Taiwan und China. Dort wurden auch die bolivianischen Arbeiter ausgebildet.

Im ersten Schritt sollen bis Oktober rund 160 000 Schüler staatlicher Schulen ein Kuaa-Notebook erhalten. In Zukunft soll es dann auch an Schüler privater Schulen sowie Privatanwender verkauft werden und angeblich 30 Prozent günstiger sein als importierte Geräte mit ähnlicher Hardware-Ausstattung. Für die Laptops „Made in Bolivia“ haben inzwischen auch Argentinien, Ecuador und Peru Interesse angemeldet. (Boi Feddern/cwo)

Crowdfunding-Kampagne für Mac-Tablet

Die Firma Modbook, früher bekannt unter dem Namen Axiotron, baut MacBooks zu Tablets mit Stifteingabe um. Das nächste Modell heißt Modbook Pro X und soll Anfang 2015 fertig sein – wenn genügend Interessenten es auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter vorbestellen. Bis Ende Juli hat die Firma 30 000 US-Dollar eingesammelt, bis Anfang September sollen es 150 000 werden.

Das Tablet basiert auf dem MacBook Pro mit 15,4-Zoll-Display mit 2880 × 1800 Pixeln. Wer dieses Modell besitzt, kann es für 2000 Dollar zum ModBook umbauen lassen. Ein komplett neues ModBook kostet 4000 Dollar. Der Hersteller will vor allem Künstler und Designer überzeugen, die am Schreibtisch und unterwegs mit dem Zeichenstift arbeiten wollen. (cwo)

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