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Wissen | Know-how

Umbauen, Aufrüsten, Übertakten – das Optimieren der PC-Innereien gehört zum Lieblingssport des ambitionierten Computer-Besitzers. Dabei kann sich der eine oder andere tolle Trick allerdings am Ende als allzu heißer Tipp herausstellen. Andere lieb gewonnene Rituale sind zwar nicht schädlich, helfen aber auch nicht wirklich weiter. Und sogar so weltliche Dinge wie USB-Kabel bieten Anlass zu allerlei Spekulationen.

Durch Übertakten mit gängigen Tuning-Tools kann eine CPU/Grafikkarte durchbrennen.

Richtig! Beim Übertakten kommt man ohne Erhöhung der Spannungen nicht weit. Hebt man jedoch die Spannungspegel von Prozessor, Speicher, Chipsatz oder Grafikkarte an, klettert deren Leistungsaufnahme rapide in die Höhe. Wird das Kühlsystem der zusätzlichen Wärme nicht mehr Herr, droht der Hitzetod.

Auch eine thermische Notabschaltung von Prozessor und Grafikkarte kann nicht verhindern, dass Bauteile mitunter dauerhaft Schaden nehmen. Selbst wenn sie nicht so spektakulär sterben wie die Kondensatoren in unserem Test (siehe Video), so altern sie womöglich vorzeitig, weil die immer feineren Strukturen von Halbleiterchips hohe Spannungen auf Dauer nicht verkraften. Daher gilt: Übertakten ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits gibt es mehr Performance, andererseits steigen auch die Risiken von Rechenfehlern, Abstürzen und Hardware-Schäden sowie nicht zuletzt die Stromrechnung. (chh/bbe) ...

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  • Beim Übertakten muss man an mehreren Stellgrößen gleichzeitig drehen, die sich gegenseitig beeinflussen.

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